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Meisterregisseure des Kinos Regisseure aus Deutschland
Pressespiegel_Kinoerfolge 2006


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  REGISSEURE aus und in Deutschland (Liste wird laufend vervollständigt)
   
  Robert Wiene (1873 - 1938)
  Er ist der Regisseur von DAS CABINET DES DR. CALIGARI (1920). Dieser Film führt den deutschen Stummfilm international in seine erfolgreichste Phase, aber der Name des Regisseurs wird leider häufig vergessen. Doch Robert Wiene hat an über 90 Filme mitgearbeitet. Erst in den letzten Jahren wird seine Bedeutung für den deutschen expressionistischen Film deutlich. (mehr...)
 
  Richard Oswald (1880 - 1963)
  Richard Oswald ist an mehr als 120 Filmen beteiligt, als Regisseur, Autor oder Produzent. Er begründet in den 20er Jahren den "Aufklärungsfilm" - Skandal in Deutschland. Die Filme, die sich mit damaligen Tabus wie Homosexualität, Geschlechtskrankheit oder Prostitution auseinandersetzen, sind mitprägend für die "Wilden Zwanziger". (mehr...)
 
  Georg Wilhelm Pabst (1885 - 1967)
  Das Werk des Regisseurs Georg Wilhelm Pabst läßt sich stilistisch in zwei Teile trennen. Während der Stummfilm- und frühen Tonfilmzeit inszeniert er mehrere bedeutende Filme, die heute zu Klassikern der Filmgeschichte zählen. Der Filmkünstler zählt zu den bekannten Exponenten des sozial engagierten Kinos, gilt als wichtiger Vertreter der Neuen Sachlichkeit und zeigt ungeschönt die Schattenseiten der Moderne. Aber er inszeniert auch romantische Stoffe oder triviale Historie versehen mit mystischen Elementen. Nichtsdestotrotz und gerade deswegen ist sein Gesamtwerk eines der reizvollsten deutscher Filmgeschichte. (mehr...)
 
  Friedrich Wilhelm Murnau (1888 - 1931)
  Friedrich Wilhelm Murnau gilt vielen als der beste Regisseur der Weimarer Republik. In seinen Filmen schafft er atmosphärische Dichte. Mit verlockenden Lichtreflexen oder raumgreifenden Kameraführungen kommt er als einer der ersten fast ohne Zwischentitel aus, setzt ganz auf die Wirkung der Bilder. In seinen Filme erreicht er durch spektakuläre und umwälzende Kamera- und Montagearbeiten neue Konstellationen von Raum, Zeit, Schauspielern, Landschaft und Dingen. (mehr...)
 
  Richard Eichard (1888 - 1953)
  Der Regisseur und Produzent Richard Eichard zählt zu den wichtigsten Filmemachern in der Weimarer Republik. Seine Filme sind die Publikumslieblinge der Zeit, nicht nur weil er das "Traumpaar des deutschen Films" Lilian Harvey und Willy Fritsch zusammenbringt, sondern auch, weil er handwerklich perfekt action- und spannungsreiche, dramatische Filme inszeniert. (mehr...)
 
  Arnold Fanck (1889 - 1974)
  Arnold Fanck ist ein Film-Pionier. Wie kein anderer prägt er das Genre des Bergfilms. Er ist überaus experimentierfreudig, entwickelt Zeitlupeneinrichtungen, kalkuliert gekonnt den Einsatz seiner Kameratechnik für Gegenlicht und Perspektivwechsel. Er findet wunderbare Bilder, die die Schönheit der Natur zeigen. Aber an dem Regisseur Arnold Fanck zerstreiten sich die Kritiker. Seine Bilder von der überwältigenden Natur gepaart mit einsamen Heldentum passen ins nationalsozialistische Konzept; Nazi ist er deshalb nicht. (mehr...)
 
  Fritz Lang (1890 - 1976)
  Fritz Lang ist einer der wichtigsten Regisseure der Filmgeschichte; er dreht in den 20er Jahren einige der bedeutsamsten deutschen Stummfilme, während der amerikanischen Emigration in Hollywood Anti-Nazifilme und zahlreiche Genrefilme, wobei dazu einige der besten Werke der Schwarzen Serie gehören. Der Regisseur gilt als akribischer Arbeiter, der sich mit zahlreichen Aspekten seiner Filme beschäftigt: er schreibt die Drehbücher, produziert viele seine Filme selbst, achtet auf Bühnenbild und Filmarchitektur, um seine künstlerischen Ansprüche umzusetzen. (mehr...)
 
  Karl Grune (1890 - 1962)
  Der Regisseur, Drehbuchautor und Produzent Karl Grune ist heute besonders durch einen Film in Erinnerung: DIE STRAßE (1923) gibt einem ganzen Genre den Namen. Hervorstechende Merkmale des Films sind auf der einen Seite das expressionistische Ambiente der Straße, auf der anderen Seite wird der Realismus gewürdigt, der eine romantische Vision dieses Ortes nicht zulässt. Danach gilt Karl Grune als große Hoffnung des deutschen Films. 1933 muss er das Land verlassen und geht ins englische Exil, für den deutschen Film ist er damit für immer verloren. (mehr...)
 
  Ewald André Dupont (1891 - 1958)
  Der Name Ewald André Dupont ist eng mit dem Varieté-Film verbunden. Das Varieté ist seine Leidenschaft. Der Regisseur inszeniert mit dem gleichnamigen Film einen Welterfolg, der noch heute viele positive Adjektive verdient: spannend, nervenkitzelnd, unterhaltsam, exotisch, erotisch. Schwindelerregende Kameraschwenks, schnelle Bildfolgen, ungewöhnliche Mehrfachbelichtungen und kontrastreiche Licht-Schatten-Spiele sind die Qualitäten von VARIETÉ (1925). (mehr...)
 
  Erich Engel (1891 - 1966)
  Der Regisseur Erich Engel kommt vom Theater zum Film. Mit Bertolt Brecht verbindet ihn eine langjährige Arbeitsfreundschaft, die sich auf seine Theater- und Filmarbeiten auswirkt. Er hat in den 30er Jahren mit seinem Lieblingsstar Jenny Jugo einige der erfolgreichsten deutschen Komödien produziert. Während des nationalsozialistischen Regimes dreht er kleine, spritzige Lustspiele, in denen er Ironie mit kleinen Anzüglichkeiten gekonnt verarbeitet. Nach 1945 inszeniert er für die DEFA mit AFFAIRE BLUM (1948) einen der ersten Nachkriegsfilme, der sich mit den rassistischen Komponenten des Dritten Reichs auseinandersetzt. (mehr...)
 
  Wilhelm Dieterle (1893 - 1972)
  Wilhelm Dieterle zählt unter dem Namen William Dieterle zu den erfolgreichsten und gefeiertsten deutschen Regisseuren in Hollywood. In den 1930er Jahren hat er seinen Karriere-Höhepunkt und beherrscht die Inszenierung sogenannter "biopics" - biographisch orientierte Melodramen - perfekt. (mehr...)
 
  Curtis Bernhardt (1899 - 1981)
  Der Regisseur Kurt Bernhardt ist durch seine Melodramen bekannt geworden. Er inszeniert gekonnt zentrale Frauenfiguren, die von großen Darstellerinnen verkörpert werden: Barbara Stanwyck, Jane Wyman sowie Bette Davis und Joan Crawford. Zudem wird er - wie viele seiner anderen deutschen Exil-Kollegen - zum Mitgestalter des amerikanischen film noir, einer Reihe von Filmen, die mit düsteren Charakteren, zweifelhaften Motiven und dubiosen Handlungen nicht vom Traum Hollywoods sondern vom amerikanischen Alptraum erzählen. (mehr...)
 
  Slatan Dudow (1903 - 1960)
  Slatan Dudow hat nur neun Filme gedreht, aber mit dem Werk KUHLE WAMPE ODER WEM GEHÖRT DIE WELT? (1932) geht er als Regisseur in die Filmgeschichte ein. Der Film ist ein Klassiker - es ist der erste proletarisch-revolutionäre Film Deutschlands. Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten muss er Deutschland verlassen, kann in der Emigration in Frankreich und in der Schweiz nicht für den Film arbeiten. Erst als er 1946 in die sowjetisch besetzte Ostzone zurückkehrt, dreht er wieder Filme mit erstaunlicher sozialer Genauigkeit. (mehr...)
 
  Billy Wilder (1906 - 2002)
  Billy Wilder ist Drehbuchautor, Regisseur und Produzent. In allen drei Bereichen zählt er zu den Besten seiner Zunft, aber die Kombination seiner Talente ist es, die ihn zu einem der bedeutendsten Filmemacher in der Geschichte des Kinos macht. Seine Unterhaltungsfilme bleiben dem Kinopublikum besonders nachhaltig in Erinnerung: Er gilt als Meister der Komödie, wobei sein Humor einzigartig ist. Stilbildend sind aber auch Filme in anderen Genres: Er dreht einen Kriegsfilm, einen film noir und einen Gerichtsfilm. (mehr...)
 
  Wolfgang Staudte (1906 - 1984)
  Wolfgang Staudte ist der Moralist und Ruhestörer des deutschen Film der 1950er und 1960er Jahre. Er dreht den ersten deutschen Nachkriegsfilm DIE MÖRDER SIND UNTER UNS (1946) bei der DEFA, schafft mit DER UNTERTAN (1951) eine der aussagekräftigsten Satiren auf das deutsche Spießer- und Bürgertum und dreht in der Bundesrepublik zahlreiche Filme über die Verdrängung der geschichtlichen Verantwortung in deren restaurativen Phase. In vierzig Jahren hat Wolfgang Staudte über sechzig Kino- und Fernsehfilme gedreht. (mehr...)
 
  Kurt Maetzig (geb. 1911)
  Kurt Maetzig ist einer der Gründungsvater der DEFA. Er zählt außerdem zu den wichtigsten Repräsentanten des DDR-Film, ist einer der bedeutendsten Vertreter der ersten Regie-Generation der ostdeutschen Filmproduktion. Mit EHE IM SCHATTEN (1947) inszeniert er den erfolgreichsten Film der Nachkriegszeit. Später folgen monumentale Auftragswerke wie die Ernst Thälmann-Filme und DAS LIED DER MATROSEN (1958). In vielen Genres ist der Regisseur der Vorreiter: Er inszeniert den ersten Science Fiction der DEFA, produziert mit DAS KANINCHEN BIN ICH (1965) einen der wichtigsten Filme, die nach dem 11. Plenum des Zentralkomitees der SED über 25 Jahre in den Tresoren verschwinden. (mehr...)
 
  Konrad Wolf (1925 - 1982)
  Konrad Wolf ist einer der wichtigsten Regisseure der DEFA. Mit Filmen wie STERNE (1959), DER GETEILTE HIMMEL (1964), ICH WAR NEUNZEHN (1968) und SOLO SUNNY (1980), die jüngste deutsche Vergangenheit und Gegenwart auf die Leinwand bringen, wird er nicht nur national sondern auch international ein anerkannter Künstler. Seine filmische Sicht auf Deutschland ist geprägt durch seine Geschichte: als 8jähriger emigriert er mit seiner Familie nach Moskau und als 19jähriger kehrt er in der Uniform der Roten Armee zurück. Als späterer Regisseur und Kulturfunktionär weicht er zwar nicht ab von seinen kommunistischen Idealen, blickt er immer fragend auf die Welt, versteckt sich nicht hinter Dogmen und Prinzipien. (mehr...)
 
  Frank Beyer (1932 - 2006)
  Frank Beyer ist einer der wichtigsten DEFA-Regisseure. Seine Filme sind humanistische Botschaften, die auch heute noch Bestand haben. An seinem Lebenslauf spiegeln sich zudem die kulturpolitischen Kämpfe der Zeit: Sein Arbeiterfilm SPUR DER STEINE (1965) verschwindet über 20 Jahre in den Tresoren, die berufliche Karriere des Regisseurs wird durch das 11. Plenum des Zentralkomitees der SED jäh unterbrochen. Aber er arbeitet weiter, für das Theater und das Fernsehen. Mit JAKOB DER LÜGNER (1974) kann er einen seiner größten Erfolge verbuchen: Es ist der einzige DDR-Film, der je eine Oscar-Nominierung erhielt. (mehr...)
 
  Volker Schlöndorff (geb. 1939)
  Max Frisch, Marcel Proust, Robert Musil, Günter Grass, Heinrich Böll und Michel Tournier heißen die Autoren, aus dessen Stoff die Filme des Regisseurs Volker Schlöndorff sind. Seine Domäne ist verfilmte Literatur, zumindest hat er damit seine größten Erfolge gefeiert: Mehrere Deutsche Filmpreise, die Goldene Palme, den Oscar. Es gelingen ihm eine Handvoll Werke, die den Ton der literarischen Vorlagen treffen und gekonnt filmisch umsetzt sind. Für seinen Film DIE BLECHTROMMEL (1979) erhält er als erster deutscher Regisseur den Oscar für den Besten ausländischen Film zugesprochen. (mehr...)
 
  Andres Veiel (geb. 1959)
  Der Dokumentarist Andres Veiel gehört zu den erfolgreichsten deutschen Filmemachern der Zeit. Der Regisseur blickt auf Lebensgeschichten, die immer auch in einer ganz besonderer Weise Geschichte als Historie widerspiegeln. Ob es sich um eine alte, verhinderte Schauspielerin, vier junge Bühnendarsteller aus Israel oder vier junge Schauspiel-Eleven in Ausbildung handelt: In allen Filmen gelingen ihm eindrucksvolle und in Erinnerung bleibende Einblicke in Persönlichkeiten. Mit BLACK BOX BRD (2001) liefert er einen wichtigen Beitrag zur Archäologie des deutschen Terrorismus, mit DER KICK (2006) dringt er tief in die Mentalität ostdeutscher Provinz ein. (mehr...)
 
  Christian Petzold (geb. 1960)
  Christian Petzold zählt zu den interessantesten deutschen Regisseuren, die mit einer ganz eigenen, unverwechselbaren Handschrift auffallen. Bisher hat der erst relativ spät zum Film gekommene Germanist zwei Kinofilme vorgelegt - und arbeitet derzeit an seinem dritten. Aber diese sowie seine zahlenmäßig etwas umfangreicheren TV-Produktionen überzeugen durch einen unbestechlichen und empfindsamen Blick auf menschliche Existenzen und deren Leben in Deutschland, bestechen durch ihre filmische Intelligenz. (mehr...)
 
  Andreas Dresen (geb. 1963)
  Andreas Dresen zählt zu den erfolgreichsten deutschen Regisseuren der jüngsten Zeit. Seine Filme sind von Jurymitgliedern und Kritikern auf Festivals zahlreich prämiert; sie treffen auch den Nerv des Kinopublikums - weil sie nicht Hochglanz-Romantik, sondern soziale Wirklichkeit darstellen. Der Regisseur erzählt überaus subjektiv und trotzdem wahrhaftig Geschichten über Leute von nebenan. Dabei reflektiert er gekonnt die sozialen und politischen Befindlichkeiten der Zeit, zeigt Scharfblick für die vorgefundenen Realitäten und Einfühlungsvermögen für seine Figuren. (mehr...)
 
  Fatih Akin (geb. 1973)
  Der türkischstämmige Fatih Akin gehört zu den jüngsten und erfolgreichsten Regisseuren Deutschlands. Mit dem Film GEGEN DIE WAND (2004) gewinnt er alle wichtigen Filmpreise im nationalen und europäischen Rahmen. Bereits vor seinem großen Erfolg fällt der Regisseur mit Filmen auf, die durch alle Genre hindurch - Gangsterfilm, Familiensaga, Roadmovie und Liebesgeschichte - junges und unkonventionelles Kino präsentieren. (mehr...)
     
     
   
   
 

 

 






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