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ZUR GESCHICHTE DES BRITISCHEN KINOS

ZUR GESCHICHTE DES BRITISCHEN KINOS Thema
Autor Finn Ballard, 24.10.2009

Was ist britisches und irisches Kino?

Die frühen Jahre: 1889 - 1928

Tonfilm und Konjunkturschwankungen: 1929-1938

Selbst in einer Epoche, als die vielgescholtenen "Quotenquickies" die Produktion dominierten, wurde das Kino von zwei neuen Erfindungen revolutioniert: zum einen durch die Möglichkeit, einen filmbegleitenden Ton aufzunehmen, zum anderen durch die Kinematographie in Farbe. Alfred Hitchcocks BLACKMAIL (1929) kam als Stummfilm sowie als "sprechender Film" in die Kinos und erwies sich beim Publikum als äußert populär, ebenso wie Norman Walkers THE ROMANCE OF SEVILLE (1929), dem ersten britischen Spielfilm, der ausschließlich im Kinemakolorverfahren gedreht wurde.

Zur selben Zeit entstand eine weitere Entwicklung von großer Bedeutung für den britischen Film: die in den 1930er Jahren von John Grierson begründete Dokumentarfilmbewegung. Im Gegensatz zum Spielfilm förderte sie das Abfilmen authentischer Bilder. John Griersons DRIFTERS (1929) verband früh einige der wichtigsten Elemente, die das britische Kino entscheidend prägen sollten: der Einsatz von Laienschauspielern bzw. wenig bekannten Schauspielern, der Verzicht auf Sensationsmache zugunsten thematischer Schwerpunkt mit dem Fokus auf die Auswirkungen von Armut und Industrialisierung auf den Einzelnen in der Gesellschaft.

So sehr der britische Dokumentarfilm für seine Darstellung der Härten der damaligen Zeit beliebt wurde, gewann auch die Komödie an Beliebtheit, aber eben für die Vermeidung eben dieser Themen zur selben Zeit. Filmstars wie George Formby und Gracie Fields erreichten anhaltende Popularität während der 1930er Jahre. Der ungarische Einwanderer Alexander Korda gründete die Produktionsfirma London Films, die opulent ausgestattete Heldengeschichten hervorbrachte, wie etwa Alexander Kordas DAS PRIVATLEBEN HEINRICHS VIII. (1933), das als erster britischer Film für den Best Picture Academy Award nominiert wurde. Und dennoch stand der britische Film in der Publikumsgunst weiterhin dem amerikanischen Film nach.

Zweiter Weltkrieg seine Nachwirkungen: 1939-1949
So kam es, dass 1938 der erneuerte Cinematograph Films Act amerikanische Investoren zur Förderung des britischen Films ermunterte und die Metro-Goldwyn-Mayer Studios in London ein Tochterunternehmen eröffneten. Der Ausbruch des Krieges jedoch lähmte diese länderübergreifende Verbindung; denn in der Krise stellten sich andere Prioritäten. In den kommenden schweren Jahren übte das Kino aber erst recht seine Faszination auf das Publikum aus.

Weder der schottische noch der walisische Film jedoch konnten sich in jener Zeit erholen. Filme auf Walisisch wie Y CHWARELWR (1935) von Ifan ab Owen Edwards fanden außerhalb ihres Sprachraumes keinen Anklang. Als Drehort hingegen wurde Wales für Produktionen amerikanischer Finanziers verwendet wie in DAS HAUS DES GRAUENS (1932) von James Whale und in DIE ZITADELLE (1938) von King Vidor beweisen.

Der nordirische Film wiederum geriet unter ähnlichen Druck wie der englische ein Jahrzehnt davor und sah sich ebenfalls gezwungen, den großen Bedarf mit einer Reihe von "Quotenschnellschüssen" (quota quickies) zu bedienen. In Irland wurde im Jahr 1936 die Film Society of Ireland gegründet. Sie zielte darauf, bedeutende internationale Produktionen einem irischen Publikum nahe zu bringen.

Auch in den Kriegsjahren konzentrierte sich der britische Film auf die Dokumentation alltäglicher Erfahrungen einfacher Bürger und stärkte die Moral durch die Darstellung einer gesellschaftlichen Einheit und der Ehrbarkeit des Alltagslebens. Damit fand eine deutliche Abkehr von den Themen des Hollywoodfilms statt. Obwohl amerikanische Problemfilme wie ICH BIN EIN ENTFLOHENER KETTENSTRÄFLING (1932) von Mervyn LeRoy in den 1930er Jahren sehr beliebt waren, verkümmerte dieses Genre später und wurde von realitätsfernen Spielfilmen und dem aufblühenden Film Noir überflügelt.

Der britische Film hingegen scheute die Wirklichkeitsflucht Hollywoods zugunsten einer Auseinandersetzung mit der Realität; er untersuchte die Auswirkungen des Krieges auf das Individuum und bewahrte sich die ästhetischen und thematischen Merkmale des Realismus. Filme wie WENT THE DAY WELL? (1942) von Alberto Cavalcanti, MILLIONS LIKE US (1943) von Sidney Gilliat und Frank Launder und BLOCKADE IN LONDON (1949) von Henry Cornelius wurden oft neben den Meldungen zu neuesten Kriegsereignissen gezeigt. Sie unterstützten die maßgebliche Vorstellung von Gemeinschaft und stärkten den Optimismus und das Selbstwertgefühl in den nächsten Jahren, die weiterhin schwierig blieben.

Erster nicht-amerikanischer Film gewinnt den Oscar für den Besten Film

Spionage, Sex und Sozialer Realismus: 1961 - 1969

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Die Krisenjahre: 1980 - 1989

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