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ZUR GESCHICHTE DES BRITISCHEN KINOS

ZUR GESCHICHTE DES BRITISCHEN KINOS Thema
Autor Finn Ballard, 24.10.2009

Was ist britisches und irisches Kino?

Die frühen Jahre: 1889 - 1928

Selbst wenn die Erfindung des Kinos oft den französischen Lumière-Brüdern zugesprochen wird, befanden sich viele Briten unter den Pionieren dieses neuen Mediums und die ersten überlieferten Filmaufnahmen wurden als ROUNDHAY GARDEN SCENE 1888 in Yorkshire gedreht. Im Jahr darauf gelang dem englischen Erfinder William Friese-Green die erste Vorführung bewegter Bilder im Londoner Hyde Park. William Friese-Greenn unternahm außerdem erste Vorstöße zur Vertonung und auch zur Kolorierung von Filmaufnahmen, indem er durch Filterung schwarzer und weißer Bestandteile den Effekt von Farbe nachempfand.

Mit einer Nachbildung von Thomas Edisons "Kinetographen" schufen Robert W. Paul und Birt Acres 1895 die erste britische 35mm-Kamera und drehten im selben Jahr einen der ersten Spielfilme INCIDENT AT CLOVELLY COTTAGE. Ähnlich wie die Arbeiten der Lumière-Brüder waren die ersten britischen Filme wie Birt Acres' OXFORD AND CAMBRIDGE BOAT RACE (1895) oder Cecil Hepworths EXPRESS TRAIN ON A RAILWAY CUTTING (1898) kurze Dokumentationen tatsächlicher Begebenheiten.

Dann aber kam eine Welle ehrgeiziger Spielfilme, die das nationale kulturelle und historische Erbe feierte wie etwa Bill Barkers Film SIXTY YEARS A QUEEN (1913), der das Leben von Königin Victoria darstellte. Dem anfänglichen Aufschwung folgte während der 1920er Jahre eine Rezession, als sich das Publikum von Filmexporten des aufstrebenden Hollywood verzaubern ließ, mit denen es das britische Kino finanziell nicht aufnehmen konnte.

Eine Quote muss her!
Schließlich wurde mit dem Cinematograph Films Act ein höherer Anteil britischer Produktionen in den Filmtheatern festgelegt. Obwohl diese Gesetzesvorgabe im folgenden Jahrzehnt die Vorführung britischer Filmen enorm steigerte, schuf der Druck den gewachsenen Bedarf zu decken oftmals Filme minderer Qualität. Die Masse dieser so entstandenen Produktionen verdiente sich den abschätzenden Titel der Quota Quickies, "Quotenschnellschüsse", von denen viele aus einer flachen Handlung oder der simplen Aufnahme von Studioaufführungen bestanden. Trotz der Ablehnung von Kritik und Publikum boten diese billigen "Schnellschüsse" erfinderischen Jungfilmern wie Michael Powell und Alfred Hitchcock Gelegenheit, ihre besonderen Fähigkeiten zu verfeinern, welche diese in den kommenden Jahren zum Erfolg führen sollten.

Neben dem wachsenden englischen Kino dieser frühen Jahre, blieb die Entwicklung des Films in Schottland, Wales, Nordirland und Irland hingegen kläglich. Der damalige schottische Film beschäftigte sich vor allem mit der Verbreitung von Mythen zur nationalen Identifikation. So entstanden beispielsweise allein im Jahr 1913 drei Verfilmungen über den schottischen Volkshelden Rob Roy.

In Irland wurden in Dublin bereits seit 1896 Filme vor tausenden Zuschauern vorgeführt, aber bis 1916 entstanden im Land keine einheimischen Produktionsfirmen. Die meisten Filme, die sich mit der Untersuchung der irischen Identität befassten, konzentrierten sich auf die Erfahrungen von Emigranten. A LAD FROM OLD IRELAND (1910) des Regisseurs Sidney Olcott beispielsweise, stellte die Trübsal eines jungen Mannes dar, der sein Glück in Amerika suchte. Der Film inspirierte eine ganze Reihe von Auswanderungsdramen.

Darüberhinaus wurde die irische Filmindustrie auch von politischen Spannungen zwischen Großbritannien und Irland beeinflusst. Britische Zensoren unterbanden einen Großteil der Arbeit der amerikanischen Produktionsfirma Kalem aufgrund ihrer offensichtlich gegen die Krone gerichteten, in Irland gedrehten Werke. Im Jahr 1916 gründete Mark Sullivan die irische Filmgesellschaft The Film Company of Ireland, deren Produktionen größtenteils während des Osteraufstands in Dublin im selben Jahr zerstört wurde. Das Epos KNOCKAGOW (1918) von Fred O'Donovan wurde in den Vereinigten Staaten zwar ein großer Erfolg, aber mit dem Ausbruch des Bürgerkriegs stellte das Studio die Produktion ein. Unter dem Einfluss der katholischen Kirche beschnitt die irische Zensur durch den Censorship of Films Act von 1923 eine Menge kontroversen Materials in Filmproduktionen und -vorführungen.

Tonfilm und Konjunkturschwankungen: 1929-1938

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Die Krisenjahre: 1980 - 1989

Die Renaissance: 1990 - 1999

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