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ZUR GESCHICHTE DES BRITISCHEN KINOS

ZUR GESCHICHTE DES BRITISCHEN KINOS Thema
Autor Finn Ballard, 24.10.2009

Was ist britisches und irisches Kino?

Die frühen Jahre: 1889 - 1928

Tonfilm und Konjunkturschwankungen: 1929-1938

Erster nicht-amerikanischer Film gewinnt den Oscar für den Besten Film

Spionage, Sex und Sozialer Realismus: 1961 - 1969

Rezession und Auswirkungen des Fernsehens: 1970 - 1979

Die Krisenjahre: 1980 - 1989

Die Renaissance: 1990 - 1999

Nach den schwierigen 1980er Jahren forcierten Kassenschlager der Merchant Ivory Productions wie etwa WIEDERSEHEN IN HOWARDS END (1992) und WAS VOM TAGE ÜBRIG BLIEB (1993), beide unter der Regie von James Ivory, wieder Investitionen in britische Produktionen. SINN UND SINNLICHKEIT (1995) des Taiwaners Ang Lee, DIE FLÜGEL DER TAUBE (1997) von Iain Softley und SHAKESPEARE IN LOVE (1998) von John Madden markierten außerdem die erfolgreiche Rückkehr des Kostümfilms. Romantische Komödien erfreuten sich wachsender Popularität, angeschürt durch VIER HOCHZEITEN UND EIN TODESFALL (1994) von Mike Newell, SIE LIEBT IHN - SIE LIEBT IHN NICHT (1998) von Peter Howitt und NOTTING HILL (1999) von Roger Michell.

Trotzdem aber bewahrte sich der britische Film seine Tendenz zum ungeschminkten Realismus selbst in so beliebten Komödien wie dem Low-Budget Hit GANZ ODER GAR NICHT (1997) des Peter Cattaneo und Guy Ritchies düster unterhaltsamen BUBE DAME KÖNIG GRAS (1998), deren Ideen mehrfach kopiert wurden.

Wie schon in den 1960ern heizte der Regisseur Mike Leigh wieder das Interesse an Filmen mit regionalem Fokus an und stellte mit seinen Arbeiten NACKT (1993) und LÜGEN & GEHEIMNISSE (1996) den Alltag der städtischen Arbeiterklasse dar.

Mel Gibsons BRAVEHEART (1995), über und über gespickt mit historischen Ungenauigkeiten, griff nach HIGHLANDER ebenfalls auf den schottischen Nationalmythos zurück und ähnelte auch den Heldengeschichten von Freed und Welles.

Dass der schottische Film jedoch über Potential jenseits von Heldensagen verfügte, bewies Danny Boyles in Edinburgh angesiedelte schwarze Komödie KLEINE MORDE UNTER FREUNDEN (1994), die vom Scottish Film Production Fund gefördert und international beachtet wurde. Danny Boyless Vorstellungen vom schottischen Großstädter zeigt er ebenfalls in TRAINSPOTTING (1996) und auch Lynne Ramsay befasste sich 1999 in RATCATCHER mit diesem Thema. DAS CHAOTEN-KAFF (1997), eine Komödie von Kevin Allen aus Wales, griff in ähnlicher Form städtisches Elend und Kleinkriminalität in Swansea auf.

Aus der Gründung des Derry Film and Video Workshops gingen Margo Harkins HUSH-A-BYE-BABY (1990) und Thaddeus O'Sullivans Dezemberbraut (1990) hervor und lenkten wieder Aufmerksamkeit auf den irischen Film. Im Zuge weiterer beachtlicher irischer Produktionen wie Alan Parkers THE COMMITMENTS (1991) und Jim Sheridans DAS WEIßE ZAUBERPFERD (1992), wurde 1993 das Film Board wieder eingeführt, um die Zukunft weiterer Produktionen zu gewährleisten.

Große Budgets und internationaler Erfolg

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