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MAUERN, PFORTEN, LABYRINTHE - HÄUSER & RÄUME DES ROMAN POLANSKI

MAUERN, PFORTEN, LABYRINTHE - HÄUSER & RÄUME DES ROMAN POLANSKI Thema
Autor Robert Hanulak, 04.07.2009

Atmosphäre statt Botschaft

Gefängnis im Privaten – EKEL (1965)

Das lustige Labyrinth – TANZ DER VAMPIRE (1967)

Horror in Amerika – ROSEMARYS BABY (1968)

Pariser Ausland – DER MIETER (1976) und FRANTIC (1988)

Zurück in die Kindheit – DER PIANIST (2002) und OLIVER TWIST (2005)

Mauern, Pforten, Labyrinthe

Roman Polanski – Kindheit als Alptraum

Roman Polanski – Erfolg und Horror

Roman Polanski – Verlust und Skandale

Roman Polanski – Rückzug und Neuanfang

In Frankreich inszeniert Roman Polanski die tragische Geschichte von TESS (1979) mit Nastassja Kinski in der Titelrolle. Er widmet den Film Sharon Tate, die ihn auf die Romanvorlage von Thomas Hardy aufmerksam gemacht hatte. Trotz des großen Erfolges zieht sich Roman Polanski aus dem Filmgeschäft zurück und bezeichnet sich gar als "ehemaliger Filmemacher". Er inszeniert Opern, Theaterstücke, arbeitet als Schauspieler und schreibt 1984 seine Autobiographie. Die erste Filmarbeit nach langer Kinoabstinenz gerät dann auch zum kommerziellen Fiasko. Seit 1974 arbeitet Roman Polanski an dem Stoff für PIRATEN (1986), war aber zuvor an den enormen Kosten gescheitert. Das 30-Millionen-Dollar-Projekt kann die veränderten Anforderungen des Publikums nicht erfüllen und wird zum größten finanziellen Misserfolg Roman Polanskis. Nichtsdestotrotz ist er wieder im Geschäft und dreht Filme wie FRANTIC (1988), BITTER MOON (1992), DER TOD UND DAS MÄDCHEN (1994) oder DIE NEUN PFORTEN (1999), die mit Starbesetzung und wechselnder Resonanz bei der Kritik, doch immer große Beachtung finden. Roman Polanski heiratet 1989 die Schauspielerin Emmanuelle Seigner und bekommt mit ihr zwei Kinder.

Mit DER PIANIST (2002) wagt sich Roman Polanski dann doch an den Stoff heran, von dem er angeblich immer wusste, dass er ihn einmal verfilmen werde. Roman Polanskis Umsetzung der Leidensgeschichte von Wladyslaw Szpilman im Warschauer Ghetto erhält in Cannes die Goldene Palme, mit der wohl auch das Lebenswerk des Regisseurs gewürdigt wird. Sein bislang letzter Film OLIVER TWIST (2005) ist eine wiederum äußerst aufwändige Reise in die Kindheit. Roman Polanski bekennt, dass er sich mit Oliver identifiziert und vieles von dem, was ihm widerfährt auch selbst erlebt habe. Wie die meisten seiner Filme einen dramaturgischen Kreis zeichnen, gerät auch Roman Polanski als Filmemacher gegen Ende seines Schaffens an die Anfänge seiner eigenen Lebensgeschichte. Er hat sich immer gewehrt, auf ein bestimmtes Thema oder Genre festgelegt zu werden und wie um die bestrittene Kontinuität in seinem Werk erneut zu brechen, arbeitet er derzeit an einem Politthriller. THE GHOST mit Pierce Brosnan und Ewan McGregor entsteht nach der Romanvorlage von Robert Harris und soll 2010 in die Kinos kommen.

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