Film-Zeit auf  Film-Zeit bei Facebook   Film-Zeit auf Twitter

MAUERN, PFORTEN, LABYRINTHE - HÄUSER & RÄUME DES ROMAN POLANSKI

MAUERN, PFORTEN, LABYRINTHE - HÄUSER & RÄUME DES ROMAN POLANSKI Thema
Autor Robert Hanulak, 04.07.2009

Atmosphäre statt Botschaft

Gefängnis im Privaten – EKEL (1965)

Das lustige Labyrinth – TANZ DER VAMPIRE (1967)

Horror in Amerika – ROSEMARYS BABY (1968)

Pariser Ausland – DER MIETER (1976) und FRANTIC (1988)

Zurück in die Kindheit – DER PIANIST (2002) und OLIVER TWIST (2005)

Mauern, Pforten, Labyrinthe

Roman Polanski – Kindheit als Alptraum

Roman Polanski – Erfolg und Horror

In seinem ersten Übungsfilm auf der Filmhochschule Lodsch schildert Roman Polanski ein weiteres traumatisches Erlebnis aus seinen Jugendtagen. Im Alter von 16 Jahren wird er von einem Mann, der vorgibt, ihm ein Fahrrad zu verkaufen, in einen Luftschutzbunker gelockt. Der Mann schlägt ihn mit in Zeitungspapier gerollten Steinen fast zu Tode. Er entpuppt sich als gesuchter, mehrfacher Mörder und wird nach seiner Verhaftung hingerichtet. Roman Polanskis Verarbeitung in dem Kurzfilm DAS FAHRRAD (1954) wird allerdings bei der Entwicklung für immer vernichtet. Doch es folgen weitere Kurzfilme und nach längeren Querelen schließlich auch sein erster Langfilm DAS MESSER IM WASSER (1962), der auch außerhalb Polens große Beachtung findet und sogar für einen Oscar nominiert wird. Wegen Problemen mit der polnischen Zensur und dem drohendem Militärdienst emigriert Roman Polanski nach der Fertigstellung des Films endgültig nach Paris. Er schlägt sich mit Gelegenheitsjobs durch und erhält 1965 unverhofft die Möglichkeit, einen "Horrorfilm" in England zu drehen.

EKEL erhält auf der Berlinale 1965 den Silbernen Bären und ermöglicht Roman Polanski 1966 sein Herzensprojekt WENN KATELBACH KOMMT zu verwirklichen, eine Hommage an Samuel Beckett und Harold Pinter. Roman Polanski erklärt im Rückblick diesen ironisch-absurden Gangsterfilm zu seiner besten Arbeit, wenngleich er beim Publikum wenig Interesse weckt. Erstmals mit großem Budget inszeniert er 1967 die aufwändige Dracula-Satire TANZ DER VAMPIRE. Der Film wird für den amerikanischen Markt vom MGM-Produzenten Martin Ransohoff kompromisslos zusammengeschnitten und floppt dort total, während er in Europa sehr erfolgreich läuft. Schließlich erhält Roman Polanski das Angebot von Paramount, in den USA ROSEMARYS BABY (1968) zu drehen. Es wird trotz einiger Probleme mit den Studio Roman Polanskis größter Box-office-hit. Der Filmemacher ist nun endgültig auf Erfolgskurs, genießt ein aufwändiges Jetset-Leben als international begehrter Regisseur in den Swinging Sixties zwischen Hollywood, London und Paris. Und er heiratet mit Sharon Tate seine zweite Frau, die er bei der Arbeit zu TANZ DER VAMPIRE kennen gelernt hat.

Roman Polanski – Verlust und Skandale

Roman Polanski – Rückzug und Neuanfang

Aktueller Stand der Datenbank:
16761 Filme,
65807 Personen,
3305 Trailer,
868 Biographien,
54 Themen & Listen
all: 0,48768