Film-Zeit auf  Film-Zeit bei Facebook   Film-Zeit auf Twitter

DIE BATMAN-FILME IM WANDEL DER ZEIT

DIE BATMAN-FILME IM WANDEL DER ZEIT Thema
Autor Christin Kodalla, 28.04.2009

Ein Held in Strumpfhosen - Die Serie von 1966 bis 1968

Inzwischen ist er 70 Jahre alt, doch an Ruhestand ist noch lange nicht zu denken. Denn während andere mit der Zeit ergrauen, wird Batman immer dunkler, doch gerade das macht ihn stetig besser. Der Superheld mit der Fledermausmaske betritt bereits 1939 die Comic-Welt und brilliert auch 2009 wieder mit Action, Spannung und immer neuen Gadgets.

Bei DC Comics erscheint Batman zum ersten Mal, und zwar in der Gestalt, die auch von den Zeichentrick- und Fernsehserien übernommen wird. Die frühe Darstellung Batmans ist ein Mann im grauen Stoffanzug mit schwarzer Maske, kurzer Überhose, Stiefeln und einem Umhang, der wie die Flügel einer Fledermaus aussieht. Das Kostüm ähnelt von Schnitt her dem von Superman, der ebenfalls in den 1930ern entsteht. Allerdings trägt Batman von Anfang an eine Maske und macht stets einen düstereren Eindruck als sein Kollege. Gerade dieser Hauch von Finsternis geht aber in der Fernsehserie, die von 1966 bis 1968 in den USA läuft, verloren. Generell hat diese mit der üblichen Darstellung Batmans nicht viel gemein und ist letztlich eine Art Parodie.

Der Millionär Bruce Wayne, beziehungsweise sein Alter Ego Batman wird von Adam West gespielt. Dieser erinnert mit seinen klaren Gesichtszügen eher an die frühen James Bond-Darsteller, später werden Schauspieler mit kantigerem Gesicht gewählt. Bruce Wayne muss als Kind mit ansehen, wie seine Eltern bei einem Überfall sterben, weswegen er sich vornimmt, die Stadt Gotham vom Bösen zu befreien. Zusammen mit seinem treuen Gefährten Robin (Burt Ward) rettet er nun die Stadt vor dem Bösen. Robin spielt auch in den Comics und späteren Filmen eine wichtige Rolle als Batmans Vertrauter und Schüler. Allerdings gibt es in den Comics mehrere Robins. Der erste, den auch Burt Ward verkörpert, ist Dick Grayson, ein Artist, dessen Familie ermordet wird.

Die Serie gestaltet sich erheblich unblutiger als Comics und Filme, so ist der Ablauf zum Beispiel immer der gleiche, nur die Bösewichte und der Plan variieren: Zuerst geschieht das Verbrechen, dann beraten die Polizisten, was getan werden muss, bevor sie doch Batman anrufen. Alfred, Batmans Butler, nimmt in der Regel ab und benachrichtigt Bruce und Dick, die meistens gerade mit Tante Herriett beschäftigt sind. Die beiden stürmen ins Batcave, fahren zum Polizeirevier und erhalten einen Hinweis, dieser führt jedoch meist zuerst in eine Falle. Erst später gelingt dann der Sieg.

Batmans Outfit wirkt ebenfalls eher witzig als gruselig, so sind seine Fledermausohren an der Maske winzig, außerdem sehen Maske, Umhang und Stiefel aus, als gehörten sie zu einem preiswerten Faschingskostüm. Das Batmobil ist ein Lincoln Futura und ist ein vergleichsweise normales, wenn auch aufgestyltes Auto, ganz anders als der fahrbare Untersatz aus den späteren Filmen. Das Kultigste und gleichzeitig das Mittel für viele running-gags, ist der Bat-gürtel. Das leuchtend gelbe Gebilde hat mehrere Taschen, die generell Alles enthalten, was Batman und Robin gerade brauchen - und es ist auch noch beschriftet! So treten im Laufe der Zeit das "Bat-Anti-Haifisch-Spray", die "Bat-Schaufel" und allerlei andere teils witzige Gadgets in Erscheinung.

Auch Batmans Erzfeinde wie der Joker, Mr. Freeze, der Riddler, Catwoman und viele andere tauchen in der Serie mehrere Male auf. Doch ihr Stil hat sich ebenfalls verändert: dem Joker (Cesar Romero) verwischt nie die Schminke, Mr. Freeze sieht eher wie ein Astronaut aus, der Riddler wirkt um einiges zahmer als Jim Carrys Variante und der Pinguin wirkt von seiner Gestalt her sehr viel menschlicher als in BATMANS RÜCKKEHR (1991). Catwoman (Julie Newmar, später Eartha Kitt) ist bereits damals ein Fall für sich, weil Batman immer zwischen Liebe und Hass zu ihr schwankt.

Trotz aller Lächerlichkeit: Die Serie entwickelt sich zum Kult. Einige Elemente erfreuen sich noch heute großer Beliebtheit, wie zum Beispiel der Batusi. Das ist der Tanz, den Batman in der ersten Folge der Serie aufführt, und an dem sich John Travolta später in PULP FICTION (1994) versucht. Wer damals in Film und Fernsehen angesagt war, hatte einen Gastauftritt beim Batclimb. Das war die Sequenz, in der Batman und Robin eine Wand hochkletterten, und dabei öffnete dann irgendein Prominenter wie Jerry Lewis, Bruce Lee oder Sammy Davis Jr. ein Fenster. Im Vergleich zu den späteren Filmen wirkt die Serie eher drollig. Allerdings ist sie zur Unterhaltung und als Satire auf das Superhelden Genre gedacht, nicht als düstere Actionstory mit psychologischem Hintergrund.

Die Verfilmungen der 1990er Jahre

Batman im neuen Jahrtausend

Gothams Verbrecher-Elite

Batman ist Bruce Wayne und Bruce Wayne ist...

Aktueller Stand der Datenbank:
18133 Filme,
70511 Personen,
5381 Trailer,
869 Biographien,
54 Themen & Listen
all: 0,99514