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Anna Sten

Anna Sten
Darsteller

* 03. Dezember 1908
Kiev (Ukraine)
Russland
† 12. November 1993
New York City
USA

ANNA STEN • Biographie Seite 1/1

Die Schauspieler Anna Sten hat eine kurze, aber intensive Karriere im russischen und deutschen Film hinter sich, als sie den Verlockungen von Hollywood erliegt. Aber nicht alle Schauspielerinnen können eine zweite Greta Garbo oder Marlene Dietrich werden. Sie wird, als der Erfolg an den Kinokassen ausbleibt, schnell von den Studiobossen fallengelassen.

Anna Sten wird am 03. Dezember 1908 (einige Quellen nennen den 29. Juni 1908 bzw. 1910) in Kiew als Anjuschka Stenski Sudakewitsch geboren. Ihr Vater ist ein russischer Schauspieler, ihre Mutter eine schwedische Tänzerin. Schon seit ihrer Kindheit möchte sie auch auf die Bühne, wie viele sowjetische Mädchen erhält sie Ballettunterricht. Mit 18 Jahren geht sie nach Moskau und bewirbt sich erfolgreich an der Moskauer Filmhochschule. Sie erhält Unterricht von Stanislawski. Bereits kurze Zeit später debütiert die junge Schauspielerin auf der Bühne und beim Film. Sie spielt in den russischen Stummfilmen wie MOSKAU WIE ES WEINT UND LACHT (1927) und DAS KIND DES ANDEREN (1928). Mit beiden Filmen erringt sie auch Aufmerksamkeit außerhalb der Sowjetunion.

1930 geht Anna Sten nach Deutschland. Sie erhält ein Angebot in einem der letzten Stummfilme LOHNBUCHHALTER KREMKE (1930) mitzuspielen. Sie gibt an der Seite von Hermann Vallentin die Filmtochter des Buchhalters. Damit hat sie den Einstieg ins deutsche Filmgeschäft geschafft. Sie erhält die Rolle der Gruschenka in dem Film DER MÖRDER DIMITRI KARAMASOFF (1930). Der Film unter Regie von Fedor Ozep wird von der Kritik hochgelobt und in eine Linie mit anderen Klassikern internationaler Filmkunst gestellt. Anna Sten wird danach eine gefragte Schauspielerin in Deutschland. Sie spielt an der Seite von Hans Albers und Heinz Rühmann in dem Publikumserfolg von 1931 BOMBEN AUF MONTE CARLO (1931) und mit Emil Jannings in STÜRME DER LEIDENSCHAFT (1931). Ihre Karriere in Deutschland ist nach vier Filmen bereits beendet. Hollywood lockt in Person des amerikanischen Produzenten Samuel Goldwyn.

1931 geht Anna Sten nach Amerika mit einem Vertrag von MGM in der Tasche. Hollywood möchte die Schauspielerin zu einer zweiten Greta Garbo machen. Aber dazu muß sie ersteinmal die Sprache beherrschen und auch das Schauspiel a'la Hollywood. Zwei Jahre intensives Training schließen sich an, bis sie ihre ersten Filme drehen darf. DIE KÖNIGIN VON PARIS (1933) und AUFERSTEHUNG (1933) werden Flops, der gwünschte Erfolg bleibt aus. Auch zwei folgende Produktionen finden nicht den Anklang bei Publikum und Kritik. Samuel Goldwyn läßt seine Schauspielerin fallen und kündigt den Vertrag.

In den folgenden Jahren spielt die Schauspielerin in vielen Nebenrollen in amerikanischen oder englischen Filmen. An ihren großen Erfolg zu Beginn der 30er Jahre kann sie nicht wieder anschließen. Sie dreht sehr sporadisch Filme, steht das letzte Mal 1962 vor der Kamera.

Anna Sten ist in erster Ehe mit dem Regisseur Fedor Ozep verheiratet. Die zweite Ehe schließt sie mit dem Regisseur Eugene Frenke. Seit 1982 lebt die Künstlerin in New York. Dort stirbt sie am 12. November 1993.

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