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Volker von Collande

Volker von Collande
Regie, Darsteller

* 21. November 1913
Dresden
Deutschland
† 29. Oktober 1990
Hannover
Deutschland
andere Namen Hubertus Valentin Maria von Nitschke

VOLKER VON COLLANDE • Biographie Seite 1/1

Die Filmkarriere des Volker von Collande steht für Kontinuität. Er beginnt 1933 im Alter von 20 Jahren als Schauspieler zu arbeiten. In mehr als 50 Filmen wird er vor der Kamera stehen. Mitte der 1940er Jahre wechselt er ins Regiefach. Bis Ende der 1960er Jahre arbeitet er in beiden Bereichen, schreibt häufig auch die Drehbücher zu seinen Filmen.

Volker von Collande wird am 21. November 1913 in Dresden geboren. Sein eigentlicher Name ist Volker Hubertus Valentin Maria von Nitschke. Seine jüngere Schwester Gisela von Collande arbeitet später ebenfalls als Schauspielerin. Nach seiner Schulausbildung beginnt er ein Architekturstudium in seiner Heimatstadt. Nebenbei arbeitet er auch auf Baustellen, läßt sich als Maurer ausbilden. Aber er kann seine Leidenschaft für die Bühne und die Schauspielerei nicht verleugnet. Er entscheidet sich für diesen Beruf und beginnt eine Schauspielausbilung.

Seine ersten Aufträge erhält der junge Schauspieler als Sprecher beim Radio Stuttgart. Außerdem arbeitet er als Regieassistent. 1933 debütiert er am Deutschen Theater in Berlin. Er spielt in "Faust" von Johann Wolfgang Goethe den Valentin. Er wird ein gefragter Schauspieler an Berliner Bühnen, spielt am Staatstheater unter Gustaf Gründgens. Nach dem Zweiten. Weltkrieg steht er auf verschiedenen Bühnen in Westdeutschland, in Saarbrücken, Hamburg.

Mit seinem Debüt auf der Bühne beginnt auch die Arbeit für den Film. Volker von Collande erhält seine erste Filmrolle in dem Segelflieger-Film RIVALEN DER LUFT (1933) unter der Regie von Frank Wisbar. In der Folge spielt der Schauspieler in zahlreichen Nebenrolle junge Männer, die sportlich aktiv und manchmal etwas schüchtern sind. Häufig verkörpert er Flieger, Soldaten, Offiziere, Doktoren oder Naturburschen, die ganz dem Geist der Zeit verhaftet sind. Er arbeitet unter bekannten Regisseuren wie Willi Forst in der Komödie CAPRIOLEN (1938) oder Wolfgang Liebeneiner in dem Abenteuerfilm ZIEL IN DEN WOLKEN (1938). Der Schauspieler ist auch in Propagandafilmen wie VERRÄTER (1935) oder DER HÖHERE BEFEHL (1935) zu sehen.

Anfang der 1940er Jahre legt Volker von Collande seinen ersten eigenen Film vor. Er schreibt das Drehbuch, führt Regie und steht auch als Schauspieler vor der Kamera. Die Alltagsgeschichte ZWEI IN EINER GROßEN STADT (1942) erzählt von drei Tagen Heimaturlaub eines Fliegerfeldwebel in Berlin, der sich in eine Bahnhofsbekanntschaft verliebt. In dem Film wird sichere Normalität vorgespiegelt und Durchhaltewille propagiert. Nach diesem ersten Filmen wird Volker von Collande weiterhin neben der Schauspielerei häufiger auch für die Regie verantwortlich zeichnen. Bis 1945 legt er noch weitere Filme vor. Die Komödie DAS BAD AUF DER TENNE (1943) wird sein größter Erfolg beim Publikum. Nach dem Bild von Pieter Breughel wird die Geschichte um eine Badwanne nacherzählt, die in einem Dorf für Aufruhr sorgt. In EINE KLEINE SOMMERMELODIE (1944) erzählt er ebenfalls die Geschichte eines kurzen Heimaturlaubes.

Nach dem II. Weltkrieg hat der Schauspieler und Regisseur keine Schwierigkeiten, sich in der westdeutschen Nachkriegsproduktion zu behaupten. Er arbeitet weiterhin als Regisseur und Schauspieler. Als Regisseur produziert er handwerklich professionelle Unterhaltungsware. Mitte der 1950er Jahre feiert er seinen größten Erfolg als Regisseur. Volker von Collande inszeniert den zweiten Teil der Immenhof-Saga HOCHZEIT AUF DEM IMMENHOF (1956), der damals Millionen Zuschauer in die Kinos lockt.

Nach einer kurzen Arbeitszeit für das westdeutsche Fernsehen zieht sich Volker von Collande aus dem Filmgeschäft zurück. Er stirbt am 29. Oktober 1990 in Hannover.

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