Film-Zeit auf  Film-Zeit bei Facebook   Film-Zeit auf Twitter

Leny Marenbach

Leny Marenbach
Darsteller

* 20. Dezember 1916
Essen
Deutschland
† 26. Januar 1984
Berlin
Deutschland

LENY MARENBACH • Biographie Seite 1/1

Die Schauspielerin Leny Marenbach erobert als Partnerin von Heinz Rühmann die Kinozuschauer Ende der 30er Jahre; die beiden werden zu einem der bekanntesten Darstellerpaare der Zeit. Leny Marenbach zählt zu den beliebten Schauspielerinnen, die durch Natürlichkeit überzeugen. Die Bodenständigkeit selbstbewußter Frauen nehmen ihr die Zuschauer genauso ab wie das auffallend Extravagente von gehobenen Damen.

Leny Marenbach wird am 20. Dezember 1916 in Essen geboren. Über ihre familiäre Herkunft ist derzeit nichts bekannt. Sie beginnt als 16-jährige ihre Bühnenkarriere am Schauspielhaus ihrer Heimatstadt. Als junges Mädchen tritt sie in den klassischen Rollen auf, spielt das Klärchen in "Egmont", die Luise in "Kabale und Liebe" und die Lucille in "Dantons Tod". Weitere Engagements folgen die junge Schauspielerin ans Schauspielhaus Zürich, ans Theater in der Josefstadt in Wien und an die Münchener Kammerspiele.

Vom Wiener Theater in der Josefstadt aus kommt die junge Künstlerin mit dem Film in Kontakt. Sie macht einen Abstecher nach Prag und übernimmt dort die Hauptrolle in dem Film JANA, DAS MÄDCHEN AUS DEM BÖHMERWALD (1935) mit Ewald Balser und Fred Liewehr als Partner. Bereits mit ihrem zweiten Film WENN WIR ALLE ENGEL WÄREN (1936) schafft sie den ganz großen Durchbruch. In dem Film spielt sie die Ehefrau an der Seite von Heinz Rühmann. In der Folge wird das Darstellerpaar Marenbach/Rühmann zu einem der beliebtesten der Zeit, sie bilden ein weiteres "deutsches Traumpaar". Die beiden spielen zusammen in den Filmen DER MUSTERGATTE (1937) und FÜNF MILLIONEN SUCHEN EINEN ERBEN (1938).

In der Folge überzeugt die Künstlerin auch in dramatischen Rollen. Sie spielt die stille flämische Magd in DER ETAPPENHASE (1937) in der Regie von Joe Stöckel. An der Seite von Gustaf Gründgens spielt sie in FRIEDEMANN BACH (1941) die hingebungsvolle Antonia Kollowrat. Helmut Käutner besetzt sie in FRAU NACH MASS (1940) als Verlobte Annemarie des Theaterregisseur Christian Bauer (gespielt von Hans Söhnker), dem sie in einer Doppelrolle einiges vorgaukelt. Leny Marenbach zählt zu den beliebten Schauspielerinnen, die durch Natürlichkeit überzeugen. Die Bodenständigkeit selbstbewußter Frauen nehmen ihr die Zuschauer genauso ab wie das auffallend Extravagente von gehobenen Damen.

Nach dem Ende des II. Weltkrieges kann Leny Marenbach an ihre Erfolge nicht mehr anknüpfen. Die Darstellerin spielt zunächst Theater, ehe sie wieder in Filmen auftritt. Mit Rezitationsabenden geht sie auf Tournee in beiden Teilen Deutschlands. Nebenbei arbeitet sie als Synchronsprecherin und als Sprechern beim Rias. Anfang der 50er Jahre erhält sie Filmangebote von der ostdeutschen DEFA. Sie spielt in dem Spionage-Film GEHEIMAKTEN SOLVAY (1953), steht in WER SEINE FRAU LIEBT... (1955) gemeinsam mit Albert Garbe vor der Kamera. Durch ihre Filmbeteiligungen im Osten verliert sie ihre Arbeitsmöglichkeiten im Westen. Eine ihrer letzten Rollen erhält sie von Arthur Pohl, der POLE POPPENSPÄLER (1954) verfilmt.

Ab Mitte der 50er Jahre wird die Schauspielerin noch für einige Theaterinszenierungen, unter anderem am Theater am Kurfürstendamm, verflichtet. Auch bei gelegentlichen Auftritten im Fernsehen, zum Beispiel in dem TV-Vierteiler "Gesucht wird Mörder X", ist sie zu sehen. Aber die Karriere der Leny Marenbach ist beendet, die Filmproduzenten haben nach dem Krieg keine Leinwandrollen für die Darstellerin. Sie zieht sich aus dem öffentlichen Leben zurück.

Leny Marenbach ist mit dem Kameramann Walter Pindter verheiratet. Aus der Ehe geht ein Sohn hervor. Die Schauspielerin stirbt am 26. Januar 1984 in Berlin an Herzversagen und wird in Berlin-Dahlem beigesetzt.

Aktueller Stand der Datenbank:
18738 Filme,
72604 Personen,
6594 Trailer,
873 Biographien,
54 Themen & Listen
all: 0,99172