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Lex Barker

Lex Barker
Darsteller

* 08. Mai 1919
Rye (New York)
USA
† 11. Mai 1973
New York City
USA

LEX BARKER • Biographie Seite 1/1

Lex Barker ist der große Star des westdeutschen Kinos der 60er Jahre. Als Old Shatterhand füllt er die Kinokassen auf der ganzen Welt. In Folge der Karl May-Filme dreht der Schauspieler zahlreiche Action- und Abenteuerfilme. Trotz kurze Abstecher in andere Genre, bleibt Lex Barker immer der klar gezeichnete Abenteuer-Held, sportlich, tugendhaft und moralisch integer.

Lex Barker wird am 08. Mai 1919 in Rye (New York) als Alexander Crichlow Barker jr. geboren. Sein Vater ist ein wohlhabende Ingenieur und Bauunternehmer. Zur Familie gehören neben der Mutter noch ein älterer Bruder. Er besucht eine Internatsschule in Boston. 1937 erhält er seinen College-Abschluß an der Philips-Exeter Academy, danach schreibt er sich an der Universität in Princeton ein, um Architektur zu studieren. Sein Studium bricht er nach kurzer Zeit ab.

Erste Erfahrungen auf der Bühne sammelt er in New York. Er entschließt sich, Schauspieler zu werden, spielt an verschiedenen Off-Bühnen und wandert mit verschiedenen Bühnen durch die Provinz. 1938 spielt er wieder am Broadway, diesmal unter der Regie von Orson Welles.

Ende der 30er Jahre wird der Film auf den jungen Schauspieler aufmerksam, aber da er noch nicht 21 Jahre ist, erhält er keinen Vertrag. Nach einer kurzen Visite bei seinem Vater, wo er auf verschiedenen Baustellen jobt, meldet er sich 1941 freiwillig zum Militärdienst. Er absolviert die Grundausbildung und einen Lehrgang für untere Offiziere. Nach der Landung der Allierten in der Normandie ist Lex Barker Soldat bei der Infanterie. Er wird schwer verwundet. 1945 wird er im Rang eines Major entlassen.

Die zweite Gelegenheit ins Filmgeschäft einzusteigen, erhält Lex Barker bei der Produktionsfirma Fox. Der Regisseur Lewis Seiler gibt ihm seine erste Filmrolle als Küstenwächter in DOLL FACE (1945). In der Folge spielt der Darsteller in kleiner Rollen bei verschiedenen Produktionsfirmen. Ende der 40er Jahre bekommt er seine große Chance: Ein Nachfolger für Johnny Weissmüller wird gesucht. Der Schauspieler hat von 1932 bis 1948 den Dschungelhelden verkörpert. In TARZAN UND DAS BLAUE TAL (1948) spielt Lex Barker erstmals die Hauptfigur, vier weitere Filme folgen.

Lex Barker versucht sich danach in anderen Genre, möchte nicht als Tarzan festgelegt werden. Er spielt in amerikanischen Western und Kriminalfilmen mit. Aber erst mit seinem Gang nach Europa wird er wieder erfolgreich und füllt Kinosäle. Anfangs spielt er in Italien in Abenteuer-, Mantel- und Degenfilmen, ist kurz in Federico Fellinis Film DAS SÜßE LEBEN (1959) neben Anita Ekberg zu sehen. Insgesamt dreht der Künstler in den 50er und 60er Jahren weltweit mehr als 50 Filme: Filmländer sind Deutschland, Frankreich, Italien, Brasilien, Jugoslawien, Spanien und Libanon. Sein Sprachtalent erleichtert die internationale Filmarbeit. 1961 geht er nach Berlin. Hier erhält seine Karriere in den CCC-Studios des Artur Brauner einen enormen Schub. Er steht als FBI-Agent Joe Como in IM STAHLNETZ DES DR. MABUSE (1961) neben Gert Fröbe als Inspektor Lohmann vor der Kamera.

Danach wird der Schauspieler zu Old Shatterhand. In DER SCHATZ AM SILBERSEE (1962) spielt er den Freund des Winnetou (Pierre Brice) zum ersten Mal. Die Western aus Westdeutschland werden ein internationaler Erfolg, Lex Barker steigt zum Filmstar der 60er Jahre auf. In den nächsten sechs Jahren spielt er in weiteren zwölf Karl May-Filmen mit. Nicht immer ist er Old Shatterhand, er gibt auch Kara Ben Nemsi und Dr. Karl Sternau. Diese Rollen begründen seine Ruf in Deutschland. 1966 wird er mit dem Bambi als beliebtester ausländischer Schauspieler des Jahres ausgezeichnet. In Folge der Karl May-Filme dreht der Schauspieler zahlreiche Action- und Abenteuerfilme. Trotz kurzn Abstechern in andere Genre bleibt Lex Barker immer der klar gezeichnete Held, sportlich, tugendhaft und moralisch integer.

Ab Ende der 60er Jahre lassen die Rollenangebote nach. Lex Barker versucht sich als Sänger. Anfang der 70er geht er zurück nach Amerika, ein Comeback im Kinobereich schafft er nicht. Ab und an steht er vor der TV-Kamera.

Lex Barker ist in erster Ehe von 1942 bis 1950 mit seiner Jugendfreundin Constance Thurlow verheiratet. Aus der Ehe entstammen zwei Kinder. Nach seiner Scheidung heiratet er die Schauspielerin Arlene Dahl, die Ehe hält allerdings nur ein Jahr. Im September 1953 steht er mit der Schauspielerin Lana Turner vor dem Standesamt. Die Ehe wird nach vier Jahren geschieden. Mit Irene Labhart führt der Schauspieler ab 1957 eine Ehe. Sie stirbt 1962 an Leukämie. Ihr gemeinsames Kind Christopher Barker wird später ebenfalls als Schauspieler arbeiten. Seine letzte Ehe schließt Lex Barker mit dem spanischen Fotomodell Maria del Carmen Cervera.

Am 11. Mai 1973 stirbt Lex Barker im Alter von 54 Jahren in New York an einem Herzanfall.

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