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Jerry Goldsmith

Jerry Goldsmith
Musik

* 10. Februar 1929
Los Angeles (Kalifornien)
USA
† 22. Juli 2004
Beverly Hills (Kalifornien)
USA
andere Namen Gerald Goldsmith

JERRY GOLDSMITH • Biographie Seite 1/1

Jerry Goldsmith gehört zu den führenden Filmkomponisten unserer Zeit; er zählt zum Olymp der Filmkomponisten, die Hollywood über Jahrzehnte hinweg prägen. Er hat zahlreiche jüngere Komponisten beeinflußt. Seine modernen und einprägsamen Musiken bringen dem Künstler 17 Oscar-Nominationen ein. Das Arbeitspensum ist bewundernswert. Für über 300 Filme (inklusiv die Arbeiten für das Fernsehen) hat der Komponist die Musik beigesteuert.

Jerry Goldsmith wird am 10. Februar 1929 in Los Angeles geboren. Schon während seiner Schulausbildung fällt sein musikalisches Talent auf. Mit 6 Jahren beginnt er Klavier zu spielen, mit 14 Jahren beginnt seine professionelle Ausbildung. Seine ersten musikalischen Lehrer sind Mario Castelnuevo-Tedesco, Jakob Gimpel und Miklos Rozsa. Er studiert Piano und Komposition, Musiktheorie; belegt später Musik-Seminare an der Universität of Southern California.

Anfang der 50er Jahre nimmt der junge Komponist artfremde Arbeit an. Er beginnt als Schreibkraft in der Musikabteilung des Radiosender CBS. Bald wird sein Talent entdeckt, er verdient sich sein Geld als Komponist und Dirigent von Radiosendungen. Er komponiert für Shows wie "Romance" und "CBS Radio Workshop". Er schreibt jede Woche einen Score für eine der Romanerzählungen. Diese werden dann live übertragen. Bis 1960 arbeitet er fest für den Radiosender. Nach 1960 wurde er von den Revue Studios beauftragt, ihre "Thriller" Produktionen musikalisch zu untermalen.

Nach kurzer Zeit schreibt er auch Musiken für das Fernsehen. Für unzählige Pilot-Filme, einzelne Episoden und TV-Spiele inszeniert er die Musik, zum Beispiel für die TV-Klassiker-Serien "Dr. Kildare" oder "Rauchende Colts".
Seit 1957 arbeitet der Komponist für diverse Produktionsfirmen in Hollywood. Schnell etabliert sich Jerry Goldsmith als einer der kreativsten Komponisten. Seine erste Arbeit, die die Kritiker wie das Publikum überzeugt, ist EINSAM SIND DIE TAPFEREN (1962) in der Regie von David Miller und mit Kirk Douglas, Walter Matthau und Gena Rowlands in den Hauptrollen. Danach ist der Siegeszug des Jerry Goldsmith in Hollywood nicht mehr aufzuhalten. Er überzeugt vor allen durch konventionelle Musik, schreibt für zahlreiche Blockbuster. Der Komponist besitzt die Fähigkeit, genaue Stimmungen einzufangen und durch seine Musik Atmosphäre zu erzeugen. Für seine Arbeiten Arbeit gilt, was für viele der Komponisten des alten Hollywood ein Ethos ist: Mit jedem Genre läßt sich etwas anfangen, wenn man die versteckten Freiräume findet. Vielseitigkeit und Experimentierfreude bei großer Zielgenauigkeit im Ausdruck kennzeichnet das Schaffen des Musikers.

Besonders in den Genre Science-Fiction und Fantasy sind seine Arbeiten äußerst erfolgreich. Einige seiner berühmtesten Kompositionen entstehen unter anderem für DER PLANET DER AFFEN (1967), DAS OMEN (1975), POLTERGEIST (POLTERGEIST Trailer) (1982) oder ALIEN (1979). Für den DER PLANET DER AFFEN (1967) setzt der Komponist Blechinstrumente ohne Mundstücke ein und erzielt damit den gewünschten "Brüll-Effekt". Es wird berichtet, daß er bei den Aufnahmen mit einer Affenmaske auf dem Kopf dirigiert. 1976 gewinnt Jerry Goldsmith seinen ersten Oscar für den Filmmusik zu DAS OMEN (1975). 17 Mal war er für den Oscar nominiert, zudem wird der Musiker mit 5 Emmys geehrt, unter anderem für die Musik zum Science-Fiction-Spektakel "Star Trek: Voyager" von 1995. Mittlerweile beginnt er mit elektonischer Musik zu experimentieren.

Seit Anfang der 70er Jahre unternimmt der Komponist ausgedehnte Gastspielreisen. Er tritt fast überall auf der Welt auf und füllt Konzerthallen in Europa, Asien und Amerika. Neben seiner Filmtätigkeit hat er auch noch Ballettmusik geschrieben, unter anderem für "Othello".

Jerry Goldsmith hat wahrscheinlich mehr Filmmusiken komponiert als irgend einanderer Komponist. Auch nach über 40 Jahren seiner hervorragende Kariere gelingt es ihm immer weitere interessante Musikstücke, wie zum Beispiel für HOLLOW MAN (2000). Mittlerweile hat er in seinem Sohn Joel Goldsmith einen ernsthaften Konkurrenten, den dieser arbeitet seit 1958 ebenfalls als Filmkomponist.

Jerry Goldsmith ist am 22. Juli 2004 im Alter von 75 Jahren nach einem langen Krebsleiden in Beverly Hills gestorben. Er hinterlässt seine Witwe Carol, fünf Kinder, sechs Enkel und einen Urenkel.

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