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Grace Kelly

Grace Kelly
Darsteller

* 12. November 1929
Philadelphia (Pennsylvania)
USA
† 14. September 1982
Monte Carlo
Monaco

GRACE KELLY • Biographie Seite 1/1

Grace Kelly ist für eine ganze Generation von Kinobesuchern die Märchenprinzessin per excellence. Ihre Schönheit fasziniert Millionen Zuschauer und einige wichtige Regisseure, allen voran Alfred Hitchcock, der sie für drei seiner Filme vor die Kamera holt. Sie spielt ihre Rollen mit Charme und Eleganz, steht ganz in der Tradition der kühlen Hollywood-Blondinnen, nach denen sich die Männer verzehren. Zudem erfüllt sich ihr Märchenprinztraum nicht nur im Film. Als Fürstin von Monaco beendet sie ihre Filmkarriere. Sie wird zur Stilikone und Trendsetterin ihrer Zeit, der Inbegriff von anmutiger Vornehmheit.

Grace Kelly wird am 12. November 1929 (einige Quellen nennen auch das Geburtsjahr 1928) als Grace Patricia Kelly in Philadelphia, Pennsylvania geboren. Die Vorfahren ihres Vaters John Brendon sind irischer Abstammung. Er arbeitet sich vom Maurer zum erfolgreichen, millionenschweren Bauunternehmer hoch, ist zudem mehrfacher Olympiasieger im Rudern. Die Mutter hat deutsche Wurzeln, ist ebenfalls sportlich und wird die erste Sportlehrerin an der Universität von Philadelphia. Zur Familie gehören noch drei weitere Kinder: die Töchter Lizanne und Peggy sowie der Sohn John. Alle Kinder werden streng katholisch erzogen, Sport und Disziplin stehen in der Erziehung ganz oben.

Schon früh begeistert sich Grace Kelly für Ballett und Theater. Einer ihrer Onkel ist der Bühnenschauspieler Walter Kelly, ein anderer der Schriftsteller und Pulitzer-Preisträger George Kelly. In der Klosterschule, die sie besucht, erhält sie Ballett- und ersten Schauspielunterricht. 1947 beginnt sie eine Ausbildung in der berühmten "American Academy of Dramatic Arts" in New York. Nebenbei macht sie als Modell auf sich aufmerksam, steht in TV-Werbung vor der Kamera. Zwei Jahre später debütiert sie am Broadway. In dem August Strindberg-Stück "Der Vater" steht sie als Partnerin von Raymond Massey auf der Bühne, allerdings nicht sehr erfolgreich. Danach geht sie auf Theatertournee und wirkt in zahlreichen Fernsehserien mit. Langsam wird Hollywood auf die elegante, wohlerzogene junge Schauspielerin aufmerksam. Das Filmstudio MGM nimmt sie unter Vertrag. 1951 steht sie erstmals vor der Kamera mit einer kleinen Rolle in VIERZEHN STUNDEN (1951) unter der Regie von Henry Hathaway. Ihr erster Auftritt wird nicht weiter beachtet.

Bereits bei ihrem zweiten Film ist dies anders. In dem Fred Zinnemann-Western ZWÖLF UHR MITTAGS (1952) spielt sie die frisch vermählte Ehefrau eines Kleinstadt-Sheriffs (gespielt von Gary Cooper), die ihm als Einzige beim Kampf gegen Banditen zur Seite steht. Unschuldig und hilflos, puritanisch und jungfräulich wirkt sie in ihrem weißen Kleid: eine junge Frau und fromme Quäkerin, die über ihren Schatten springt und ihren Mann vor dem Tode rettet, indem sie selbst einen der Schurken erschießt. Der überaus erfolgreiche Spätwestern macht Grace Kelly schlagartig zu einem der großen Stars der 50er Jahre, sie steigt kometenhaft in die Riege der beliebtesten Darstellerinnen auf.

An der Seite von Clark Gable spielt sie in MOGAMBO (1953) unter der Regie von Altmeister John Ford die junge Frau Linda. Sie ist die Ehefrau eines Forschers, der in Kenia arbeitet. Der Tierfänger und Großwildjäger Victor verliebt sich in sie, aber die Tänzerin Ellinor (verkörpert von Ava Gardner) stellt sich zwischen eine mögliche Beziehung. Ihre Darstellung bringt ihr als Beste Nebendarstellerin eine Oscar- und Golden Globe-Nominierung ein. Beim Oscar geht sie in diesem Jahr noch leer aus, aber bereits ihr nächster Film sichert ihr die renommierte Trophäe als Beste Hauptdarstellerin. In EIN MÄDCHEN VOM LANDE (1954) von George Seaton spielt sie die Ehefrau eines Alkoholikers. Im selben Jahr ist sie mit GRÜNES FEUER (1954) von Andrew Marton in den Kinos zu sehen.

Der Meister des Suspence, Alfred Hitchcock, holt Grace Kelly dreimal vor seine Kamera. Ihre Zusammenarbeit beginnt mit BEI ANRUF MORD (1954). Nach dem Theaterstück von Frederick Knott inszeniert der Regisseur einen spannenden Thriller. Erzählt wird von einem Ehemann, der seine Frau umbringen möchte. Als der von ihm beauftragte Mörder umkommt, stochert die Polizei in einigen Ungereimtheiten herum. Die Handlung spielt fast ausschließlich in einem Raum, Regisseur und Kameramann experimentieren mit neuen 3-D-Aufnahmemöglichkeiten. Der Regisseur schätzt die Qualitäten von Grace Kelly. Sie zeigt Sehnsucht, Hingabe und Leidenschaft und wird so zu einer typischen Hitchcock-Heldin: Ihre Blondinen wirken nach außen unnahbar und kühl, aber sie ködern die Männer mit ihrer Grazie und versprechen durch kleine Details in Gestik und Mimik große Leidenschaft.

Danach arbeiten sie bei dem Klassiker DAS FENSTER ZUM HOF (1954) zusammen. Hier gibt Grace Kelly ein erfolgreiches Fotomodell und die Geliebte des wegen seines Gipsbeins ans Haus gefesselten Fotoreporters Jeff (gespielt von James Stewart). Für ihn erledigt sie diverse Botengänge und gemeinsam kommen sie einem Mörder auf die Spur. Von den Kritikern wird die Darstellung der Schauspielerin hoch gelobt. Ihre makellose Schönheit wirkt anziehend und entrückt zugleich, hinter der kühlen Oberfläche vibriert Erotik und Sinnlichkeit.

ÜBER DEN DÄCHERN VON NIZZA (1955) ist ihre letzte Arbeit mit Alfred Hitchcock, der den Roman "To Catch a Thief" von David Dodge adaptiert. Sie spielt hier die Millionärin Frances Stevens, die sich den Avancen des Meisterdiebs Hughson (gespielt von Cary Grant) erwehrt, ihn aber gleichzeitig lustvoll umgarnt. Ohne große Mühe scheint Grace Kelly das anmutige Luxusgeschöpf zu spielen. Für seine außergewöhnlich stimmungsvollen Technicolor-Bildkompositionen erhält der Kameramann Robert Burks einen Oscar. Während der Dreharbeiten lernt Grace Kelly den Fürst Rainier von Monaco, ihren späteren Ehemann, kennen.

Dazwischen ist sie als treue Soldatenfrau des Leutnant Harry Brubraker in DIE BRÜCKEN VON TOKO-RI (1955) von Mark Robson zu sehen. In Amerika entsteht die Liebeskomödie DER SCHWAN (1956) unter der Regie von Charles Vidor. Sie gibt eine Prinzessin, in die der Prinz, gespielt von Alec Guinness scheinbar nicht mehr interessiert ist. Wie es das Märchen-Happyend will, kommen sie doch noch zusammen. Beim Publikum erfolgreich wird ebenfalls der Musikfilm DIE OBEREN ZEHNTAUSEND (1956), einem Remake der George Cukor-Komödie DIE NACHT VOR DER HOCHZEIT (1940). Diesmal spielt den ersten Ehemann der arroganten Daisy Cord der Sänger und Schauspieler Bing Crosby, Frank Sinatra gibt den Zeitungsjournalisten Mike Connor und Charles Walters setzt den Film in Szene. Gelassen, humorvoll und mit Sinn für Tiefe spielt Grace Kelly die schöne Reiche, die ihre wahren Gefühle erst entdecken muß.

Danach ist die Filmkarriere von Grace Kelly beendet. Sie heiratet am 19. April 1956 den Fürst Rainier von Monaco und nimmt seither ihre Aufgaben im Fürstenhaus wahr. Drei gemeinsame Kinder werden geboren: Caroline (1957), Albert (1958) und Stephanie (1965). Am 14. September 1982 stirbt sie an den Folgen eines Autounfalls.

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