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James Dean

James Dean
Darsteller

* 08. Februar 1931
Fairmont (Indiana)
USA
† 30. September 1955
Salinas (Kalifornien)
USA

JAMES DEAN • Biographie Seite 1/1

Mit nur drei großen Kinofilmen wird James Dean zum Idol und Legende einer ganzen Generation. Im konservativen Amerika der 1950er Jahre spielt er sich in JENSEITS VON EDEN (1955), ... DENN SIE WISSEN NICHT, WAS SIE TUN (1955) und GIGANTEN (1955) in die Herzen der jungen Generation und wird zur Symbolfigur des Protestes gegen verkrustete Gesellschaftsstrukturen. Er etabliert einen neuen Männertyp - verletzlich, emotional und dennoch begehrenswert und wird oft mit dem jungen Marlon Brando verglichen. Sein früher Tod macht ihn zur unsterblichen Kultfigur. Auch heute ist sein Mythos ungebrochen.

James Dean wird am 8. Februar 1931 in Marior, im US-Bundesstaat Indiana geboren. Sein Vater arbeitet als Zahntechniker. Zur Zeit der Wirtschaftskrise der 1930er Jahre zieht er mit seiner Familie nach Kalifornien. Er besucht dort die Brentwood Elementary School und die McKinley Elementary School. Zur diese Zeit zeigt er zum ersten Mal seine Affinität zur Kunst. Neben der Schule nimmt er Geigen- und Tanzstunden an einer Musikschule und tritt in nur wenigen Wochen bei einer öffentlichen Vorstellung auf.

James Dean hat sehr enges Verhältnis zu seiner Mutter, die auch die zentrale Person in seinem Leben ist und seine künstlerische Begabung fördert. Als sie stirbt, ist er nur neun Jahre alt. Nach dem frühen Tod wachst er in einer Farm in Indiana bei seiner Tante und seinem Onkel auf, wo er die High School besucht. Seine Zurückhaltung und Reservierung wird dem Verlust der Mutter zugeschrieben. In Indiana zeigt der junge Mann sein darstellerisches Talent. Er ist regelmäßig in Stücken des Schultheaters zu sehen und spielt meistens die Hauptrollen.

Eine zentrale Figur für seine Weiterentwicklung als Schauspieler ist Adeline Brookshire, eine Lehrerin, bei der James Dean bis zu seinem High School Abschluss einen Kurs für Sprecherziehung besucht. Während seiner Schulzeit stellt sich heraus, dass er neben der Schauspielerei eine Schwäche für Motorräder hat. 1947 bekommt er sein erstes Moped, eine Czech Whizzer. Außerdem ist er ein talentierter Sportler - er trainiert intensiv Hürdenlauf und Basketball.

Im Alter von 18 Jahren kehrt James Dean zurück nach Kalifornien und schreibt sich an der Universität von Santa Monica für ein Jurastudium ein. Parallel besucht er Theaterkurse. Anfang der 1950er Jahre erhält er eine Nebenrolle als Johannes der Täufer in Jerry Fairbanks religiösem Film HILL NUMBRE ONE (1951). Die Rolle verschafft ihm seinen ersten Fanclub. Er bricht sein Studium ab und entschließt sich, Theaterwissenschaft an der University of California in Los Angeles zu studieren. Dort erhält er die Rolle des Malcom in dem Theaterstück "Macbeth" nach William Shakespeare. Obwohl James Dean keine erhebliche Kritik für seine Rolle bekommt, wird die Filmagentin Isabelle Draesemer auf ihn aufmerksam und er wird für seine erste bezahlte Rolle in einem Pepsi-Werbespot engagiert.

Es folgen kleinere Rollen in Werbespots und drei Filmen, in den James Dean kurz zu sehen ist. In der Samuel Fullers Korea-Kriegsdrama DER LETZTE ANGRIFF (1951) verkörpert er einen der Soldaten. Ein Jahr später spielt er in den Komödien SEEMANN, PASS AUF (1952) von Hal Walker an der Seite von Dean Martin und Jerry Lewis, sowie in Douglas Sirks HAT JEMAND MEINE BRAUT GESEHEN (1952). Einen größeren Erfolg feiert der junge Schauspieler im Fernsehen, wo er in mehr als 30 Rollen zu sehen ist.

1951 zieht der junge Schauspieler nach New York, um seine seriöse Schauspierkarriere im Theater zu beginnen. Am Anfang arbeitet er für seinen Lebensunterhalt als Platzanweiser und Reinigungskraft im Kino. 1952 wird er im renommierten "Actors Studio" von Lee Strasberg aufgenommen. Das erste Engagement erhält er im Stück "Die Unmoralischen" nach André Gide am Broadway. Für seine Hauptrolle wird er 1953 mit dem "Daniel-Blum-Preis" als Bester Nachwuchsdarsteller der USA ausgezeichnet.

Elia Kazan, einer der bedeutendsten Regisseure der 1950er Jahre, entdeckt den jungen James Dean und engagiert ihn für seinen Film JENSEITS VON EDEN (1955) – eine Verfilmung nach dem gleichnamigen Roman von John Steinbeck. Für den Film ist ursprünglich Marlon Brando vorgesehen. James Dean verkörpert Cal Trask, den unverstandenen von zwei Söhnen, der versucht, um die Liebe seines Vaters zu kämpfen. Doch der Vater ignoriert ihn. Das Filmteam erzählt eine klassische, alttestamentarischen Tragödie. Mit JENSEITS VON EDEN (1955) wird der junge Schauspieler über Nacht berühmt und feiert seinen internationalen Durchbruch im Kino. Nach seinem Tod wird er für die Rolle des jungen Rebellen mit dem Oscar als Besten Hauptdarsteller nominiert - die erste nachträgliche Nominierung der Geschichte. Außerdem ist er einer von nur 5 Schauspielern in der Geschichte der Academy Awards, die für sein Filmdebüt eine Nominierung als Bester Hauptdarsteller erhält.

In seinem zweiten Film ... DENN SIE WISSEN NICHT, WAS SIE TUN (1955) unter der Regie von Nicholas Ray ist James Dean an der Seite von Nathalie Wood und Sal Mineo in der Hauptrolle zu sehen. Der Film spiegelt so viel von den Problemen der verlorenen Generation der 1950er Jahren, dass der junge Schauspieler zum Idol der Jugend und zur Kultfigur wird. Er verkörpert hier den frustrierten Teenager Jim, ein damaliger Prototyp des jugendlichen Rebellen, der sich gegen seinen gutbürgerlichen Eltern erhebt und sich gegen die gesellschaftlichen Normen verstießt. Der Film begründet ein ganzes Genre des "Jugendlichen-Rebellen-Film" und sichert James Dean einen weiteren Erfolg in Hollywood.

In seinem letzten Film GIGANTEN (1955) unter der Regie von George Stevens ist James Dean in einer Rolle an der Seite von Elizabeth Taylor und Rock Hudson zu sehen. Dieses Melodram erzählt von der sozialen Veränderung im Zuge des texanischen Ölbooms. James Dean verkörpert Jett, einen mürrischen, rassistischen Südstaatler mit großen Vorurteilen gegen die Mexikaner. Der Film erscheint nach James Deans Tod. Seine zweite Oscar-Nominierung als Bester Hauptdarsteller, sowie die Verleihung erlebt er leider nicht mehr.

Sein Leben wird zum Hauptmotiv in Büchern, Filmen und Songs. 1957 entsteht Robert Altmans Dokumentarfilm THE JAMES DEAN STORY (1957). Verschiedene Autoren beschäftigen sich mit dem Leben des Leinwandidols. 1981 erscheint das Buch "James Dean – ein Porträt" von Roy Schatt, sowie 1979 die Biografie "James Dean – eine Bildbiografie" von John Howlett. 1992 folgt "James Dean. Bildband" von Berndt Schulz. Der US-Fotograf Dennis Stock, der auch mit dem Schauspieler befreundet war, publiziert 2005 in Deutschland der Bildband "James Dean. Bilder einer Legende". Die illustrierte Biografie von George Perry entsteht 2005 in Zusammenarbeit mit dem Nachlass von James Dean.

James Dean führt Beziehungen mit Ursula Andress und Pier Angeli. Es gibt einige Berichte über sein Sexualleben, darunter Kontakte zu Frauen, ebenso wie zu Männern.

Nach Beendigung der Dreharbeiten von GIGANTEN (1955) verunglückt James Dean am 30. September im Alter von nur 24 Jahren auf der Fahrt zu einem Autorennen mit seinem Porsche Spyder 550 tödlich. Trotz oder vielleicht gerade wegen dieses frühen Todes ist der Schauspieler noch heute ein Idol.

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Autorin: Cveta Dobreva
Stand: Mai 2009

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