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Peter Boyle

Peter Boyle
Darsteller

* 18. Oktober 1933
Philadelphia (Pennsylvania)
USA
† 12. Dezember 2006
New York
USA

PETER BOYLE • Biographie Seite 1/1

Peter Boyle hat sich erfolgreich einer stereotypen Festlegung auf die Rolle des Schurken und Bösewichts entzogen. In mehr als 80 Produktionen für die kleine und große Leinwand zeigt er seine schauspielerischen Verwandlungsfähigkeiten. Er gibt bullige Monster und miesgrämige Großvater, Durchschnittsamerikaner wie Polizeipräsidenten.

Peter Boyle wird am 18. Oktober 1933 in Philadelphia (Pennsylvanien) geboren. Er besucht eine römisch-katholische Schule. Mit knapp 15 Jahren zieht es ihn für mehrere Jahre in ein Kloster. Bis Anfang der 60er Jahre lebt Peter Boyle in einer christlichen Mönchbruderschaft. Dann geht er nach New York und beginnt eine Schauspielausbildung, nimmt unter anderem Unterricht bei der deutschstämmigen Ute Hagen. Danach erhält er erste Engagement beim Theater, bereits 1964 steht er auf der Bühne des Broadway. Sein Debüt gibt er in "The Third Ear". In Chicago tritt er der legendären Theater-Gruppe "Second City" bei, die im ganzen Land Erfolge feiert. Neben seiner Arbeit für die Theaterbühne erhält er auch kleinere Filmrollen beim Fernsehen angeboten.

1970 erhält der Schauspieler seine erste Hauptrolle, die ihn sofort bekannt macht. In JOE - RACHE FÜR AMERIKA (1970) spielt er einen Durschnittsamerikaner, der mit extremen Konservatismus und "normaler Rassendiskriminierung" lebt. In der Folge spielt Peter Boyle immer wieder in realistisch und sozial engagierten Filmen des New Hollywood-Kinos mit Regisseuren wie Martin Scorsese in TAXI DRIVER (1976). Hier spielt er den Hobby-Philosophen Wizard, der Robert DeNiro im Film gute Ratschläge gibt. Auch Regisseur Wim Wenders engagiert den Schauspieler in HAMMETT (1982).

Rollen, die ihn auch aufgrund seines Aussehens auf ein Stereotyp festlegen, lehnt der Schauspieler ab. Er will nicht ständig den hartherzigen Schurken und widerwilligen Bösewicht geben. Auf der Liste von Filmen, in denen er nicht mitspielt, stehen unter anderem. FRENCH CONNECTION (1971). Dafür feiert er als steppendes Monster zu Irving Berlins Klassiker "Puttin' On The Ritz" in Mel Brooks-Komödie FRANKENSTEIN JUNIOR (1974) einen seiner größten Erfolge. Er kann seine Fähigkeiten als Komiker, als Bösewicht, als liebevoller Großvater und mit vielen anderen Charakteren unter Beweis stellen. Als Charakterdarsteller, der in größeren Nebenrollen dem Film seinen Stempel aufdrückt, überzeugt er auch in WÄHREND DU SCHLIEFST - LIEBE AUF DEN 2. BLICK (1995) mit Sandra Bullock und im Drama MONSTER'S BALL (2001) neben Halle Berry.

Immer mehr arbeitet der Schauspieler auch für das Fernsehen. 1977 erhält er seine erste Emmy-Nominierung für seine Hauptrolle als US-Senator Joseph McCarthy in dem Fernsehdrama TAIL GUNNER JOE. Zu seinen Arbeiten zählen unter anderem Auftritte in TV-Serien wie DIE AKTE X oder Fernsehfilme wie GEFÄHRLICHER RUHM - AUFSTIEG UND FALL DES OLIVER NORTH und IN THE LAKE OF THE WOODS. Für seine Darstellung des Großvaters in der TV-Serie EVERYBODY LOVES RAYMOND wird er besonders gelobt. Die letzte Folge der Serie verfolgen in den USA im Mai 2005 mehr als 32 Millionen Menschen. Obwohl er 7mal für den Emmy nominiert wird, hat er den Preis für diese Serien-Rolle nie erhalten.

Seit 1977 ist Peter Boyle mit "Rolling Stone"-Reporterin Loraine Alterman verheiratet. Gemeinsam haben sie zwei Töchter. Der Schauspieler stirbt am 12. Dezember 2006 in einem New Yorker Krankenhaus.

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