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| * 09. September 1980 Kalispell (Montana) USA |
Michelle Williams hat alles, was eine erfolgreiche Schauspielerin braucht: Talent, Arbeitseifer und ein Gespür für ansprechenden Filmstoff. Obwohl sie in ihrer Karriere von populären Fernsehserien bis zu Mainstream-Horror alles gedreht hat, sind es doch die anspruchsvollen Rollen in Independent-Produktionen, die ihren sehr guten Ruf begründen.
Michelle Ingrid Williams wird am 09. September 1980 in Kalispell, Montana, geboren. Mit neun Jahren verlässt sie mit ihrer Mutter Carla Ingrid Williams, Hausfrau, ihrem Vater Larry Richard Williams, von Beruf Aktien- und Rohstoffhändler, und ihrer jüngeren Schwester Paige Williams die ländlichen Idylle und zieht nach San Diego. In der Großstadt kommt sie zum ersten Mal in den Genuss, live eine Theateraufführung zu sehen. Für das junge Mädchen ist dieser Moment einschneidend, denn sie beschließt, sich auch als Schauspielerin auszuprobieren.
Mit Gastauftritten in verschiedenen Serien wie Baywatch – Die Rettungsschwimmer von Malibu, Eine starke Familie oder Hör mal, wer da hämmert schafft sie es schon in jungen Jahren, einen Fuß in die Türe der Schauspielwelt zu kriegen. In dieser Zeit bekommt sie auch ihre erste Rolle in einem Film. LASSIE (1994), ein von Daniel Petrie gedrehtes Abenteuer für die ganze Familie, verschafft Michelle Williams nicht nur eine weitere Referenz, sondern auch noch zusätzlich Selbstvertrauen. Dieses nutzt sie, um ihren High-School-Abschluss bereits mit 15 Jahren zu machen, sich anschließend gerichtlich von ihren Eltern zu emanzipieren, um eigenständig in Los Angeles leben und arbeiten zu können.
Wie einige Schauspieler in jungen Jahren verdingt sie sich am Anfang ihrer Laufbahn in Horrorfilmen bzw. Thrillern. Doch während andere sich in dieser Phase schwer tun, Rollen zu bekommen, durch die sie sich einen Namen machen können, hat Michelle Williams das Glück, in bekannten Filmen mitwirken zu dürfen. In dem Science-Fiction-Horrorwerk SPECIES (1995) von Roger Donaldson spielt sie das junge Äquivalent von Natasha Henstridge, in dem finanziell erfolgreichen HALLOWEEN H20 (1998), den Steve Miner in Szene setzt, kämpft sie gegen Kultkiller Michael Myers.
Richtig populär wird Michelle Williams jedoch durch das Fernsehen. In der Teenie-Drama-Serie Dawson’s Creek spielt sie in sechs Staffeln Jen Lindley. Überhaupt sind es gefühlvolle Dramen, die ihr entgegenkommen. Schon vor ihrem Auftritt in Dawson’s Creek beweist sie als Filmtochter von Michelle Pfeiffer in TAUSEND MORGEN (1997), inszeniert von Jocelyn Moorhouse, dass ihr dieses Genre liegt. Ihr Serienerfolg eröffnet ihr die Möglichkeit, in solchen Filmen mitzumachen, sei es STATE OF MIND (2003) von Matthew Ryan Hoge, BROKEBACK MOUNTAIN (2005) von Ang Lee, I´M NOT THERE (
) (2007) von Todd Haynes oder BLUE VALENTINE (
) (2010) von Derek Cianfrance. Problemlos besteht Michelle Williams in diesen Filmen an der Seite von Stars wie Kevin Spacey, Heath Ledger, Christian Bale oder Ryan Gosling.
Zu ihren Markenzeichen gehört jedoch auch, dass sie, obwohl scheinbar prädestiniert für ruhige und gefühlvolle Filme, sich nicht auf ein Genre oder gar einen bestimmten Rollentypus festlegen lässt. Obwohl sie oft in Independent-Dramen mitwirkt, hat sie ihr Können auch in Komödien unter Beweis gestellt. Auffällig bei Produktionen wie ICH LIEBE DICK (1999) von
Ihre Suche nach schauspielerischen Herausforderungen bringt sie dazu, die unterschiedlichsten Figuren zu spielen, die sich nicht sonderlich gleichen. Von der homosexuellen Teenagerin in der von Jamie Babbit inszenierten Komödie WEIL ICH EIN MÄDCHEN BIN (1999) über die aufopferungsvolle Chirurgin im Drama MAMMUT (
) (2009) von Lukas Moodysson bis hin zur obdachlosen Hundefreundin im bewegenden Film WENDY AND LUCY von Kelly Reichardt spielt Michelle Williams jede Rolle einzigartig und überzeugend. Ebendiese Fähigkeiten zeigt sie auch 2010 in dem Mysterythriller SHUTTER ISLAND (
) von Martin Scorsese und dem Western MEEK´S CUTOFF (
), bei dem sie wiederum unter der Regie von Kelly Reichardt spielt.
Ihr Talent, sich in den unterschiedlichsten Genre zurechtzufinden, ohne dabei an Überzeugungskraft einzubüßen, hat Michelle Williams bisher nicht nur je zwei Nominierungen für den Oscar und den Golden Globe eingebracht, sondern auch noch die Rolle als eine der populärsten Frauen der Hollywood-Geschichte: In MY WEEK WITH MARILYN (
) (2011) spielt Michelle Williams die Traumfrau ganzer Generationen von Männern, Marilyn Monroe.
Mit ihrem ehemaligen Freund Heath Ledger, der vier Monate nach ihrer Trennung durch eine Überdosis Medikamente stirbt, hat Michelle Williams die Tochter Matilda Rose Ledger, die am 28. Oktober 2005 das Licht der Welt erblickt.
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Autor: Nils Pape
Stand: Dezember 2011