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Shia Labeouf

Shia Labeouf
Darsteller

* 11. Juni 1986
Los Angeles (Kalifornien)
USA

SHIA LABEOUF • Biographie Seite 1/1

Shia LaBeouf wird vergöttert und ist verhasst. Aber eines ist er unbedingt: wahnsinnig erfolgreich. Zahlreiche kommerziell äußerst einträglichen Blockbuster stehen in seiner Vita, er arbeitet regelmäßig mit Megastars zusammen und er ist ein Schauspieler, der stets im Gespräch ist. Seinem Ruf als Big-Budget-Mime wird er in diversen Großproduktionen gerecht, und mit Steven Spielberg hat der junge Schauspieler einen Fürsprecher gewonnen, der ihm Aufträge von Format verschafft.

Geboren wird Shia Saide LaBeouf am 11. Juni 1986 in Los Angeles als erstes und einziges Kind von Shayna und Jeffrey LeBeouf. Seine Mutter, die zuerst als Tänzerin und später als bildende Künstlerin und Schmuckdesignerin arbeitet, und sein Vater, ein Vietnamveteran mit wechselnden Jobs, bezeichnet Shia LaBeouf selber als Hippies. Besonders seinem Vater scheint der alternative Lebensstil nicht zu bekommen, denn er verfällt immer mehr der Sucht. Die Erziehung übernimmt weitestgehend Mutter Shayna, die sich 1996 von ihrem Mann scheiden lässt. Schon früh verarbeitet er seine Situation, indem er sie in sein Stand-up-Programm einfließen lässt, dass er als Zehnjähriger in lokalen Clubs vorführt. Der künstlerisch interessierte und begabte Junge besucht die 32nd Street Visual and Performing Arts Magnet in Los Angeles und die Hamilton Academy of Music.

Mit gerade einmal zwölf Jahren sucht er sich auf eigene Faust eine Agentur, der er vormacht, er sei ein erwachsener Manager, der ein junges Talent namens Shia LaBeouf betreut. Die List funktioniert und er bekommt erste Auftritte vermittelt. In verschiedenen Serien darf der Jungdarsteller in Gastrollen mitwirken. So spielt er beispielsweise in je einer Episode der Sitcom Jesse, der Mysteryserie Akte X - Die unheimlichen Fälle des FBI und der beliebten Krankenhausdramaserie Emergency Room - Die Notaufnahme mit. Die Comedyserie Eben ein Stevens verschafft der Laufbahn von Shia LaBeouf einen ordentlichen Schups, denn da spielt er Louis, das nerdige Gegenstück zu Schwester Ren. Die vor allem bei jungen Zusehern populäre Serie verhilft Shia LaBeouf auf der Karriereleiter einige Sprossen nach oben und zudem einen Daytime Emmy Award ein.

Als Filmschauspieler geht es anschließend ebenso vorwärts. Zuvor sammelt er erste Erfahrungen in vergessenswerten Komödien wie MONKEY BUSINESS (1998) von Paulette Victor-Lifton oder HERRCHEN WIDER WILLEN (2001) von Neal Israel. Seine gestiegene Popularität bringt ihm dann jedoch bald schon Rollen in größeren Produktionen ein - wenn auch um deren Qualität vortrefflich gestritten werden kann. In DUMM UND DÜMMERER (2003) von Troy Miller, dem völlig misslungenen Prequel zum Hit DUMM UND DÜMMER (1994) von Peter Farrelly und Bobby Farrelly, ist der Part von Shia LaBeouf noch so klein, dass ihm eine Mitschuld an dieser Katastrophe kaum gegeben werden kann. Mit 3 ENGEL FÜR CHARLIE - VOLLE POWER (2003) von McG hat er hingegen mehr am Hut. Seine Rolle als Max in der Actionkomödie ist zwar auch nicht übermäßig umfangreich, aber immerhin so groß, dass sie ihm weitere Auftritte verschafft.

Mit Komödien schließt Shia LaBeouf ab und widmet sich spannenderen Filmen. Kleinen Nebenrollen im Science-Fiction-Hit I, ROBOT (2004), von Alex Proyas inszeniert und mit Will Smith als Hauptcharakter, und dem von Francis Lawrence gedrehten Mysterythriller CONSTANTINE (2005), in dem er den witzelnder Chauffeur der von Keanu Reeves dargestellten Titelfigur gibt, folgt 2007 mit DISTURBIA (DISTURBIA Trailer) sein großer Durchbruch. Die unter der Regie von D. J. Caruso vorgenommene Neuinterpretation des Klassikers DAS FENSTER ZUM HOF (1954) von Alfred Hitchcock hält für Shia LaBeouf eine Hauptrolle bereit. Als unter Hausarrest stehender Teenager Kale, der davon überzeugt ist, dass sein Nachbar ein Mörder ist, zeigt er eine ansprechende Leistung. Dem Jungschauspieler gelingt es, die verschiedenen Facetten seines Charakters glaubhaft darzubieten und zusammen mit seinen Kollegen eine bedrückende Atmosphäre aufzubauen, die vor allem bei den Zuschauern ankommt.

Das entgeht auch Regisseur Michael Bay und Produzent Steven Spielberg nicht, die Shia LaBeouf die Hauptrolle in dem Actionspektakel TRANSFORMERS (TRANSFORMERS Trailer) (2007) geben. Drei Filme lang bandelt Shia LeBeouf als Sam zuerst mit der von Megan Fox gespielten Mikaela, in TRANSFORMERS 3 (TRANSFORMERS 3 Trailer) dann mit Ersatzfrau Carly, die Rosie Huntington-Whiteley darstellt, an. Zwischen kämpfenden Riesenrobotern und in sich zusammenstürzende Bauten gelingt es Shia LaBeouf irgendwie, nicht völlig unterzugehen. Die ausufernde Materialschlacht ist jedoch alles andere als Schauspielkino, sondern setzt vor allem auf visuelle Reize.

Seinem Ruf als Big-Budget-Mime tut diese Blockbuster-Reihe jedoch gut, und mit Steven Spielberg hat der junge Schauspieler einen Fürsprecher gewonnen, der ihm Aufträge von Format verschafft. In der 80-Millionen-Dollar-Produktion EAGLE EYE - AUßER KONTROLLE (EAGLE EYE - AUßER KONTROLLE Trailer) (2008), von D. J. Caruso gedreht und von Steven Spielberg produziert, spielt Shia LaBeouf die Hauptrolle. Der Actionthriller gerät zwar nicht zum kommerziellen Superhit und ist weitestgehend auch wieder auf Effekte ausgerichtet, doch Shia LaBeouf kann als gehetzter und bedrohter Jerry Shaw weit besser demonstrieren, was ihn als Schauspieler auszeichnet. Noch besser gelingt ihm in INDIANA JONES UND DAS KÖNIGREICH DES KRISTALLSCHÄDELS (INDIANA JONES UND DAS KÖNIGREICH DES KRISTALLSCHÄDELS Trailer) (2008). Steven Spielberg läutet als Regisseur des Abenteuerfilms einen Generationenwechsel ein, indem er dem ergrauten, von Harrison Ford gespielten Archäologen Indiana Jones einen Partner an die Seite stellt: seinen eigenen Sohn. Und ebendiesen verkörpert Shia LaBeouf.

Dass es nicht immer Effekt-Blockbuster sein müssen, hat Shia LaBeouf auch schon gezeigt. Als Börsenmakler Jake Moore demonstriert er in WALL STREET 2 (WALL STREET 2 Trailer) (2010) an der Seite von Michael Douglas und unter der Regie von Oliver Stone die Schattenseiten des grenzenlosen Kapitalismus. Und im Episodenfilm NEW YORK, I LOVE YOU (NEW YORK, I LOVE YOU Trailer) (2009) erklärt er wie zahlreiche andere Stars einer Weltstadt seine Liebe.

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Autor: Nils Pape
Stand: Februar 2012

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