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Ralph Bakshi

Ralph Bakshi
Regie, Drehbuch

* 29. Oktober 1938
Haifa
Palästina

RALPH BAKSHI • Biographie Seite 1/1

Ralph Bakshi gibt den Gegenpart zu Walt Disney: keine romantischen Familien-Trickfilme in Zuckerguß. Seine medialen Trickphantasien sind angefüllt mit Gewalt, Sex, Blut und Drogen. Mit seinen Filmen hat der dem Trickfilm viel Diskussionsstoff gegeben.

Ralph Bakshi wird am 29. Oktober 1938 in Haifa (Palästina) geboren. Er wächst in Brownsville, Brooklyn, auf und besucht Manhattans High School of Industrial Arts.

Nach seinem Abschluß arbeitet er mit 18 Jahren für die Terrytoons-Studios. Er will eine Karriere als Zeichner starten. Er ist erfolgreich. Im Alter von 21 Jahren wird er zum jüngsten Animator in der Branche. Innerhalb kurzer Zeit übernimmt er die Funktion des Regisseurs. Mit 24 Jahren ist er Creative Director des gesamten Studios. Er wechselt schließlich zur Zeichentrick-Abteilung der Paramount-Studios. Als Regisseur und Produktionsleiter wird er bis zum Niedergang des Studios dort eine Heimstätte haben.

Bekannt wird sein Name, als sein Film FRITZ THE CAT (1972) in die Kinos kommt. Der freche Kater Fritz lebt in der pulsierenden Metropole New York. Ihm steht nur der Sinn nach neuen aufregenden Abenteuern, meist in punkto Sex und Drogen. Ralph Bakshi bedient sich einer Vorlage von Underground-Zeichner Robert Crumb, der den schweinischen Kater erfunden hat. Der Zeichenkünstler ist der erste, der Erwachsenenthemen in dem bisher Disney-orientierten Medium aufgreift. Der Film wird ein immenser Erfolg. In seinen nächsten Trickfilmen versucht er immer wieder amerikanische Realität in den Trickfilmen einzubauen: STARKER VERKEHR (1973) oder COONSKIN (1975). Damit hat er allerdings keinen Erfolg, die Filme werden finanzielle Flops.

Der Regisseur wendet sich mit seinen nächsten Filmen dem Fantasy-Genre zu. Es entsteht DIE WELT IN 10 MILLIONEN JAHREN (1977), in dem er eine Welt voller Mutanten und absonderlicher Gestalten kreiiert. Der Film, der aus traditionellen Zeichentrick und Standbildern besteht sowie in Rotoskopie-Technik aufgenommen ist, findet beim Publikum keinen Anklang.
Sein nächstes Werk wird DER HERR DER RINGE (1977). Dem Regisseur gelingt ein düster gehaltenes Märchen um Frodo und seine Gefährten, aber die Millionen-Fangemeinde der Tolkien-Geschichte ist entrüstet. Ralph Bakshi plante einen Zweiteiler, aus finanziellen Gründen wird nur ein Teil produziert. Dies sieht man dem Film an, tricktechnische und inhaltliche Mängel fallen auf.

Fast 20 Jahre später kehrt Ralph Bakshi zu seinen Wurzeln zurück, indem er einen einer ersten erfolgreichen Trickfilme THE MIGHTY HEORES (1966) als Samstagmorgen-Fernsehenserie wiederbelebte. Der außergewöhnliche Humor, das großartige Layout und die wilden Animationen in "Die neuen Abenteuer von Mighty Mouse" (1987) ebnen den Weg für zukünftige Serien, wie "Ren & Stimpy" oder "Tiny Toons".

Zuletzt vereint Ralph Bakshi Spiel- und Zeichentrickfilm in Paramount's Film COOL WORLD (1992) mit Kim Basinger. Gabriele Bryone und Brad Pitt in den Hauptrolle. Der Mix aus Comic- und Realfilm versteht sich als Komödie, ist aber recht harmlos. Allerdings überzeugt die technische Umsetzung und die Vermischung der unterschiedlichen Ebenen.

Derzeit lebt Ralph Bakshi in New York.

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