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Hans Brenner

Hans Brenner
Darsteller

* 25. November 1938
Innsbruck
Österreich
† 04. September 1998
München
Deutschland

HANS BRENNER • Biographie Seite 1/1

Der Schauspieler Hans Brenner ist ab Ende der 60er Jahre ein beliebter Schauspieler in zahlreichen westdeutschen TV-Serien. Vor seiner TV-Karriere wird der Mime gern von Vertretern des Neuen Deutschen Films engagiert. Seine darstellerische Palette reicht von volkstümlichen bayrischen Räuberhauptmännern bis zu pragmatischen Arbeitgeberpräsidenten.

Hans Brenner wird am 25. November 1938 in Innsbruck geboren. Sein Vater ist einfacher Arbeiter. Nach seiner Schulausbildung nimmt er privaten Schauspielunterricht in Salzburg. Bereits kurze Zeit später debütiert er am Theater in Bregenz. Weitere Engagements erhält er in Heidelberg und Göttingen; er steht in Berlin und Zürich auf der Theaterbühne, bis er in der bayrischen Landeshauptstadt München eine Heimstätte findet. Dort steht er anfangs ab den Kammerspielen, später am Volkstheater auf der Bühne.

1953 debütiert der Schauspieler beim Film. In dem Heimatstreifen JUNGES HERZ VOLL LIEBE (1953) von Paul May spielt er die männliche Hauptrolle, den jungen Hansi Moosleitner. Aber seine Auftritte beim Kino-Spielfilm bleiben sporadisch, ansprechende Rolle werden selten angeboten. Erst als 1962 die Vertreter des Neuen Deutschen Films auf der Bildfläche erscheinen, spielt Hans Brenner wieder im Film.

In einigen Filmen, sei es in Kino- oder Fernsehfilmen, des Neuen Deutschen Films tritt er auf. In dem TV-Film "Revolte" (1969) von Reinhard Hauff spielt er an der Seite von Hanna Schygulla. Mit dem Regisseur Reinhard Hauff ergibt sich über Jahre eine intensive Zusammenarbeit. In MATHIAS KNEISSL (1970) gibt Hans Brenner überzeugend den letzten großen Räuber im Königreich Bayern um die Jahrhundertwende, der erst durch massiven Polizeieinsatz verhaftet werden kann und später hingerichtet wird. An der Seite von Mario Adorf spielt er in DER HAUPTDARSTELLER (1977) wieder unter Regie von Reinhard Hauff. Der Film erzählt die Geschichte eine jugendlichen Darstellers beim Film, den nach den Dreharbeiten Schläge seines brutalen Vaters erwarten. Als einer der besten Beiträge des Jahres 1977 wird er bei den 30. Internationalen Filmfestspielen in Kairo mit der Goldenen Nofretete ausgezeichnet. Auch sein nächster Kinofilm MESSER IM KOPF (1978) inszeniert der gleiche Regisseur. Hans Brenner spielt den Ermittlungsbeamten Scholz, der den kranken Biogenetiker Dr. Berthold Hoffmann für einen Simulanten hält.

In der Arthur Schnitzler-Adaption DER REIGEN (1973) spielt er den Franz. Als Erich E. ersticht er einen Griechen in DAS MESSER IM RÜCKEN (1975). Der Regisseur Ottokar Kunze will mit dem Film das Thema von Schuld, Sühne und Sündenbock thematisieren.

Ab Ende der 60er Jahre wird der Schauspieler ein westdeutscher TV-Star. Er tritt in zahlreichen Rollen in Fernsehspielen auf, regelmäßig ist er in Krimiserien wie "Tatort", "Der Alte", "Derrick" oder "Bulle von Tölz" zu sehen. Auch in anderen Milieus wie "Münchner Geschichten", "Monaco Franze - Der ewige Stenz" oder "Unser Lehrer Dr. Specht" fühlt sich der Schauspieler wohl.
Hervorzuheben sind seine darstellerischen Leistungen in dem preisgekrönten TV-Zweiteiler "Todesspiel" (1997), in dem Hans Brenner den Arbeitgeberpräsidenten Hanns Martin Schleyer verkörpert, der von der RAF entführt und ermordet wird.

Hans Brenner lebt über viele Jahre mit der Schauspielerin Ruth Drexel zusammen. Aus seiner Verbindung mit Schauspielerkollegin Monika Bleibtreu geht er gemeinsame Sohn Moritz Bleibtreu hervor, der ebenfalls ein anerkannter Schauspieler wird.

Der Künstler stirbt im Alter von 59 Jahren am 04. September 1998 in München an Krebs.

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