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Romain Duris

Romain Duris
Darsteller

* 28. Mai 1974
Paris
Frankreich

ROMAIN DURIS • Biographie Seite 1/1

Romain Duris ist ein aufstrebender Star in Frankreich. Der noch junge Schauspieler kann bereits auf eine umfangreiche Filmographie zurückschauen. Seine Rollen sind anfangs noch die rebellischer Jugendlicher und werden im Lauf der Zeit immer gegensätzlicher und anspruchsvoller. Romain Duris ist verschiedenen Genres gegenüber aufgeschlossen, so ist er sowohl in französischen Autorenfilmen als auch in Komödien und kommerziellen Großproduktionen zu sehen. Immer wieder beweist er seine Treue zu bestimmten Regisseuren, mit denen er wiederholt zusammenarbeitet, vor allem mit seinem Entdecker Cedric Klapisch.

Romain Duris wird am 28. Mai 1974 in Paris geboren. Aus einer Künstlerfamilie stammend, besucht er nach seinem Abitur eine Zeichenschule. Nebenbei spielt er Schlagzeug in einer Band. Für den Film ABSCHLUSSKLASSE: WILDE JUGEND - 1975 (1994) ("Le péril jeune") von Cedric Klapisch wird er vom Casting-Direktor des Films auf der Strasse angesprochen. Zunächst skeptisch, lässt sich Romain Duris überreden, eine Hauptrolle in dieser nostalgischen Komödie zu spielen. Eigentlich ein Fernsehfilm, wird der Film später mit Erfolg im Kino gezeigt. Romain Duris überzeugt in der Rolle des Tomasi, eines extrovertierten und experimentierfreudigen Schülers in den 70er Jahren, und bekommt nun weitere Filmangebote.

Die Karriere von Romain Duris bleibt eng mit dem Regisseur Cedric Klapisch verknüpft. Zusammen drehen sie fünf Filme, alle drei Jahre einen. Nach dem Debut-Film folgt eine kleine, aber auffällige Nebenrolle in ...UND JEDER SUCHT SEIN KÄTZCHEN (1996) ("Chacun cherche son chat"). Danach spielt Romain Duris in dem Science-Fiction-Film PEUT-ETRE (1999) ("Vielleicht") den Vater von Jean-Paul Belmondo, den er auf einer Zeitreise ins Paris von 2070 trifft. Der Film kann die in ihn gesetzten Erwartungen nicht erfüllen, dennoch wird Romain Duris gelobt. Die nächste Zusammenarbeit mit Cedric Klapisch macht den Schauspieler international bekannt: L AUBERGE ESPAGNOLE - BARCELONA FÜR EIN JAHR (2002) ("L'auberge espagnole"). Extra für Romain Duris geschrieben, zieht die Komödie über den französischen Erasmus-Studenten Xavier und seinen Erfahrungen in einer europäischen WG unerwartet ein Millionen-Publikum an. Fast schon in Anlehnung an Francois Truffauts "Antoine Doinel"-Filmen mit Jean-Pierre Leaud drehen Romain Duris und Cedric Klapisch die Fortsetzung L AUBERGE ESPAGNOLE - WIEDERSEHEN IN ST. PETERSBURG (2005) ("Les poupées russes"), die wieder mit Audrey Tautou, Cecile De France und Kelly Reilly besetzt ist. Die Weiterführung von Xaviers Leben ist dem Vorgänger in Qualität und Erfolg ebenbürtig.

Romain Duris arbeitet auch mit anderen Filmemachern mehrfach zusammen. Mit Olivier Dahan macht er den Fernsehfilm BRÜDER (1994) ("Frères: La roulette rouge"), den Thriller DEJA MORT (1998) ("Schon tot") und in einer Gastrolle die Märchenverfilmung LE PETIT POUCET (2001) ("Der kleine Däumling"). Mit Tony Gatlif dreht er keine massenpublikumswirksamen Filme, sondern sperrige und faszinierende Selbstfindungsgeschichten. GADJO DILO - GELIEBTER FREMDER (1997) ("Gadjo dilo") erzählt, wie der französische Held auf der Suche nach einer Sängerin in Rumänien in einer Zigeuner-Familie landet und sich dort einlebt. Nach JE SUIS NE D'UNE CIGOGNE (1999) ("Ich bin von einem Storch geboren") folgt der sehr gelobte EXIL (2004) ("Exils") über eine Reise nach Algerien zu den familiären Wurzeln.

Romain Duris' Filmographie weist in Inhalt und Art der Filme viele Unterschiede auf. Er tritt auf in dem extrem brutalen DOBERMANN (1997) von Jan Kounen. BEING LIGHT (2001) von Jean-Marc Barr und Pascal Arnold ist ein "Dogma"-Film. Er spielt zusammen mit Isabelle Adjani in dem Kostümdrama ADOLPHE (2002) von Benoit Jacquot und tritt als Homosexueller in 17 MAL CECILE CASSARD (2002) ("Dix-sept fois Cécile Cassard") von Christophe Honoré auf. Unter der Regie seines Jugendfreundes Raphael Fejtö entsteht die Komödie OSMOSE (2003). Für ein größeres Publikum gedacht sind sein Auftritt in EINE AFFÄRE IN PARIS (2003) ("Le divorce") des Amerikaners James Ivory und vor allem die Heldenrolle in der französischen Großproduktion ARSENE LUPIN - DER KÖNIG UNTER DEN DIEBEN (2004) ("Arsène Lupin") von Jean-Paul Salomé.

In die Riege der großen französischen Charakterschauspieler ist Romain Duris mit DER WILDE SCHLAG MEINES HERZENS (2004) ("De battre mon coeur s'est arreté") von Jacques Audiard aufgestiegen. Hier spielt er nicht mehr den rebellischen Alternativen oder den netten Studenten, sondern einen von inneren Widersprüchen gequälten Einzelgänger am Rande der Legalität. Nach zwei "César"-Nominierungen als Bester Nachwuchsdarsteller für GADJO DILO - GELIEBTER FREMDER (1997) und PEUT-ETRE (1999), erhält Romain Duris hierfür eine Nominierung als Bester Hauptdarsteller beim Europäischen Filmpreis und bei den "Césars", dem Französischen Filmpreis.

Der charismatische Romain Duris kann sich einer wachsenden Popularität erfreuen. Sein Rollenspektrum erweitert sich immer weiter und seine Filme sind oft erfolgreich. Obwohl er über keine Schauspielausbildung verfügt, ist seine Wandlungsfähigkeit erstaunlich. Als eines seiner nächsten Projekte ist ein Film über den Bühnenautoren Molière mit ihm in der Hauptrolle angekündigt.

Romain Duris lebt in Paris.


Pierre Protz, 31.01.2006

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