ULRICH WEIß • Biographie
Der Filmemacher Ulrich Weiß nimmt eine Sonderstellung im Filmschaffen der DDR ein. Er hat nur eine Handvoll Filme gedreht, aber mit seinen Spielfilmen die Traditionslinie des DEFA-Schaffens gehörig durcheinander gebracht. Mit TAMBORI (1976) inszeniert er einen Generationskonflikt auf bemerkenswert philosophischen Niveau, wie er in Kinderfilmen eher selten ist. In BLAUVOGEL (1979) ringt er dem Indianerfilm neue Fassetten ab. Der antifaschistische Film wird mit seinem DEIN UNBEKANNTER BRUDER (1981) entheiligt und OLLE HENRY (1983) blickt ohne Hoffnung auf die Nachkriegszeit. Seine Filme weisen weit über die DEFA hinaus, verleihen dem osteuropäischen Lebensgefühl der 1980er Jahre Ausdruck. Ulrich Weiß ist ein Künstler, der zum Nachdenken anregt, dessen Welt aus Ideen und Bildern besteht, und der deshalb ein verkannter Außenseiter bleibt.





































