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Daniel Craig

Daniel Craig
Darsteller, Sprecher

* 02. März 1968
Chester
Großbritannien
andere Namen Daniel Wroughton Craig

DANIEL CRAIG • Biographie Seite 1/1

Als 2005 über den neuen James Bond spekuliert wird, hat niemand den Engländer Daniel Craig auf der Liste, zu wenig bekannt sind seine Darstellungen. Dabei hat sich der Schauspieler mit vielen kleinen Produktionen nach oben gearbeitet, ist mehrfach für seine Leistungen ausgezeichnet worden. Zahlreiche Fans sind gegen einen blonden 007, aber in CASINO ROYALE (2006) zeigt Daniel Craig, dass er mit seinem körperlichen Spiel und seinem Pokerface, cool und kontrolliert, Millionen überzeugen kann.

Daniel Craig wird am 02. März 1968 in Chester, England als Daniel Wroughton Craig geboren. Sein Vater Timothy Craig verdient den Lebensunterhalt für die Familie als Stahlarbeiter, seine Mutter Olivia Craig arbeitet als Kunstlehrerin. Zur Familie gehört noch eine ältere Schwestern. Als sich die Eltern trennen, zieht die Mutter mit den Kindern nach Liverpool, später nach Hoylake auf die nordwestliche Insel Wirral. Hier wächst Daniel Craig bei seinem Stiefvater, dem Künstler Max Blond auf. Seine Eltern fördern früh seine musische Entwicklung.

Mit 16 Jahren geht Daniel Craig nach London, wo er sich dem National Youth Theatre anschließt. 1988 bewirbt er sich mit Erfolg an der Kunsthochschule Guildhall School of Music und Drama und absolviert dort ein dreijähriges Studium der Schauspielkunst. Hier lernt er unter anderem Joseph Fiennes, Ewan McGregor und Damian Lewis kennen. Danach arbeitet er an diversen Bühnen der britischen Hauptstadt, steht unter anderem auf dem Brettern des legendären Old Vic. Zu seinen Theaterhauptrollen zählen "Hurlyburly" am Old Vic sowie "Engel in Amerika" am National Theatre. 2002 wird er mit "Die Kopien" für den Theater-Preis des Evening Standard nominiert – in diesem Stück spielt er drei verschiedene Rollen.

Mit dem Film kommt der junge Schauspieler 1992 in Kontakt. Er wird mit einer kleinen Nebenrolle in dem Drama und Boxerfilm IM GLANZ DER SONNE (1992) von John G. Avildsen bedacht. Immerhin spielt er in seinem Debüt an der Seite von Morgan Freeman, Armin Mueller-Stahl und John Gielgud. Aber er wird auch bereits auf einen Typ festgelegt, gibt einen brutalen Schurken. Auch seine nächste Rolle bleibt ähnlich. In der Steven Spielberg-Serie "Die Abenteuer des jungen Indiana Jones" (1992) nach einer Idee von George Lucas verkörpert er einen deutschen Offizier. Sein Blondschopf und die blauen Augen scheinen ihn dafür zu prädestinieren. So gibt er in der britischen Literaturverfilmung DER TANZ DES DSCHINGHIS COHN (1995) von Elijah Moshinsky einen bayrischen Hauptwachtmeister. Danach ist er im britischen Fernsehen präsent, wird erstmals national beachtet durch eine Rolle in der 9-teiligen BBC-Serie "Our Friends in the North" (1996). Aber so richtig durchstarten will seine Karriere nicht. Er wird mit Nebenrollen bedacht und steht meistens im Schatten bekannter weiblicher wie männlicher Stars. So ist er unter anderem in der erfolgreichen Produktion ELIZABETH (1998) von Shekhar Kapur neben Cate Blanchett zu sehen, spielt in LARA CROFT: TOMB RAIDER (2001) von Simon West einen weiteren "bad guy" an der Seite von Angelina Jolie und ist an ROAD TO PERDITION (2002) von Sam Mendes beteiligt. Hier spielt er neben Tom Hanks und Paul Newman und hat zwar eine kleine Rolle, fällt aber umso mehr auf, da er einen eiskalten Killer gibt, der skrupellos Macht ausübt.

Größere Beachtung erlangt er Ende der 1990er Jahre durch die Francis Bacon-Filmbiografie LOVE IS THE DEVIL (1998) unter der Regie von John Maybury. Hier spielt er den Kleinkriminellen George Dyer aus East End (London), der dem Maler als Muse, Mann und Modell inspiriert. Für seine darstellerische Leistung wird er auf dem Edinburgh Film Festival ausgezeichnet. Ein Jahr später wird er erstmals für den British Independent Film Award nominiert, für seine Rolle in IM SCHÜTZENGRABEN (1999) von William Boyd. Zwar erhält er ihn nicht, kann in aber ein Jahr später für SOME VOICES (2000) von Joe Prenhall entgegen nehmen, in dem er einen Schizophren spielt. Immer mehr spielt sich der Schauspieler durch kleine Produktionen in den Vordergrund, zeigt, dass er auch komplexe Charaktere darstellen kann. Allerdings gelangt ein Teil seiner Arbeiten nicht ins deutsche Kino. In dem Drama DIE MUTTER - THE MOTHER (2003) von Roger Michell wird er von der Mutter seiner Geliebten begehrt. Auch für ENDURING LOVE (2004), nochmals unter der Regie von Roger Michell steht er wieder auf der Nominierungsliste des British Independent Film Award und wird zudem für seine Darstellung von den Londoner Filmkritikern als Bester Britischer Darsteller ausgezeichnet. In SYLVIA (2004) von Christine Jeffs verkörpert er neben Gwyneth Paltrow den britischen Poeten Ted Hughes. In LAYER CAKE (2004) mimt er einen namenlosen Drogenkiller, der überaus brutal vorgeht. 2005 spielt er eine Hauptrolle in Steven Spielbergs viel diskutiertem MÜNCHEN (2005), der das Nachspiel des Mordes an elf israelischen Sportlern während der Olympischen Spiele 1972 zeigt.

Aus mehr als 200 Schauspielern verschiedenster Nationalität wird Daniel Craig 2005 für die Rolle des James Bond ausgewählt. Damit tritt er die Nachfolge von Sean Connery, George Lazenby, Roger Moore, Timothy Dalton und Pierce Brosnan und ein überaus schweres Erbe an. Von den Fans wird er zunächst geschmäht, kann aber in CASINO ROYALE (2006) von Martin Campbell durch seine Körperlichkeit und sein Spiel überzeugen. Gelobt wird besonders, dass das Filmteam zu alten Tugenden zurückkehrt und mehr Charakter statt Spielzeug präsentiert, die Serie für neue Action-Formate öffnet und auch der Figur des James Bond wieder einiges zutraut: Er ist weder Playboy noch smarter Gentleman, sondern ein Agent, der handgemacht seine Probleme löst. Es steht bereits fest, dass Daniel Craig auch den nächsten Bond geben wird. Der wird derzeit von Marc Forster inszeniert und soll 2008 anlaufen.

Mit seinem James Bond hat sich Daniel Craig in die erste Liga der Schauspieler gespielt. Er kann sich nun seine Rollen aussuchen. Das Jahr nach seinem Bond beginnt gut. Anfang 2007 wird er für seine Darstellung des berüchtigten Mörders Perry Smith in Douglas McGraths Truman Capote-Filmbiografie INFAMOUS (2006), der unter anderem auf dem Filmfestival in Venedig 2006 gezeigt wird, als Bester Nebendarsteller für den Independent Spirit Award nominiert. An der Seite von Nicole Kidman ist er als Psychiater in dem amerikanischen Remake INVASION (2007) (INVASION (2007) Trailer) unter der Regie von Oliver Hirschbiegel zu sehen. Beide kämpfen gegen die Alien-Epidemie, die den Menschen ihre Menschlichkeit raubt. Nochmals agier er neben der australischen Schauspielerin zur Weihnachtszeit in dem Fantasy-Märchen DER GOLDENE KOMPASS (2007) (DER GOLDENE KOMPASS (2007) Trailer).

1992 heiratet der Schauspieler seine schottische Kollegin Fiona Loudon. Ihre gemeinsame Tochter Ella wird 1992 geboren. Aber die Ehe hält nur zwei Jahre. Mehrere Jahre führt er mit der deutschen Schauspielerin Heike Makatsch eine Beziehung, ist danach zeitweise mit dem britischen Model Kate Moss liiert. Seit 2005 lebt er mit der amerikanischen Filmproduzentin Satsuki Mitchell zusammen.

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