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Chris Cooper

Chris Cooper
Darsteller, Sprecher

* 09. Juli 1951
Kansas City (Missouri)
USA

CHRIS COOPER • Biographie Seite 1/1

Chris Cooper zählt zu den besten Nebendarstellern des amerikanischen Films. Sein Gesicht ist aus vielen Filmen bekannt, wo er seine Figuren mit einprägsamem Spiel präzise ausleuchtet. In vielen Fällen hat er bisher Männer verkörpert, die autoritär das Leben anderer bestimmen - den patriotischen Militär im amerikanischen Bürgerkrieg, den Kleinstadt-Sheriff mit Durchsetzungsvermögen oder den Vater, der seinen Sohn entwürdigt. Dabei verfügen seine Figuren immer über eine Bodenständigkeit, die sie sehr glaubhaft machen.

Chris Cooper wird am in 09. Juli 1951 in Kansas City (Missouri) geboren. Sein Vater betreibt eine Ranch, hier verbringt er den Großteil seiner Kindheit und Jugend. Nach dem High School-Abschluss schreibt er sich an der Universität von Missouri ein und beginnt ein Studium der Agra-Wissenschaften. Als Ingenieur schließt er es ab. Neben seinem Studium hat er auch Unterricht an einer Schauspielschule genommen. Hier findet er seine wahre Berufung. 15 Jahre arbeitet er am Theater. Er steht am Broadway auf der Bühne, geht später nach London und arbeitet unter anderem mit Nobelpreisträger Harold Pinter zusammen.

Mit dem Film kommt Chris Cooper Mitte der 1980er Jahre in Kontakt. Der unabhängige Regisseur John Sayles sucht für ein soziales Lehrstück über die Bergarbeitergewerkschaft in West Virginia um 1920 eine Besetzung und findet in Chris Cooper seinen Hauptdarsteller. Er wird für die Rolle des Joe Kenehan in MATEWAN (1987) engagiert, der für bessere Lebens- und Arbeitsbedingungen kämpft. Danach arbeitet der Schauspieler weiter mit dem Regisseur zusammen: Drei gemeinsame Filme entstehen unabhängig von der Hollywood-Maschinerie und etablieren Chris Cooper als Independent-Darsteller. In dem komplexen Großstadt-Drama STADT DER HOFFNUNG (1990) geht es um Korruption und Intrigen, um Macht und Gier. In LONE STAR (1996) gibt Chris Cooper den Sheriff Sam Deeds, Chef einer kleinen texanischen Stadt nahe der mexikanischen Grenze, der sich mit der Vergangenheit seines Vaters auseinandersetzen muss, und dabei auf Mord und die Schuld einiger angesehener Bürger stösst. Ihr bis dato letzter gemeinsamer Film ist SILVER CITY (2004), ein politisches Verwirrspiel um einen Präsidentschaftskandidaten.

Dazwischen arbeitet Chris Cooper mehrmals für das Fernsehen. In der Western-Serie "Der Ruf des Adlers" (1989) ist er zu sehen, tritt in zahlreichen populären Serien wie "Law And Order", "Miami Vice" und "Der Equalizer" als Gast auf. Erst nach seinem Erfolg in LONE STAR (1996), für den er den Independent Spirit-Award als Bester Hauptdarsteller erhält, wird er für mehr Kinofilme engagiert, übernimmt in der Regel größere Nebenrollen. Diese stattet er mit Präzision und Bodenständigkeit aus.

In der Grisham-Verfilmung DIE JURY (1996) von Joel Schumacher gibt er den Deputy Dwayne Powell Looney, der bei einem Schusswechsel sein Bein verliert, aber nicht dem, der abgedrückt hat, die Schuld gibt, sondern jenen, die dessen Tochter misshandelt haben. In DER PFERDEFLÜSTERER (1998) von Robert Redford gibt er den bodenständigen Farmer Frank Booker. Unter der Regie von Sam Mendes spielt er in AMERICAN BEAUTY (1999) einen Neofaschistischen in einer bürgerlichen Vorstadt-Siedlung, der seine Frau tyrannisiert und seinen Sohn der Homosexualität verdächtigt. Der wird, weil die Welt nicht so ist, wie er sie haben will, zum Mörder werden. Als Militär Harry Burwell im Unabhängigkeitskrieg gegen die Engländer überzeugt er Mel Gibson in DER PATRIOT (2000) unter der Regie von Roland Emmerich von seiner Mission. In DIE BOURNE IDENTITÄT (2002) von Doug Liman verkörpert er den Agenten Conklin, der ein geheimes Programm der CIA leitet und den unkontrollierbaren Jason Bourne tot sehen will.

Seinen größten Erfolg feiert Chris Cooper in ADAPTION (2002) von Spike Jonze. Er spielt den selbstherrlichen und ziemlich abgedrehten Orchideen-Dieb John Laroche, der die Hauptfigur in dem Buch eines Drehbuchautor ist. Für seine Darstellung des faszinierenden Gauners erhält Chris Cooper den Golden Globe sowie den Oscar als Bester Nebendarsteller. Ab jetzt werden seine Rollen immer größer, immer mehr beweist sich der Schauspieler in Charakterrollen. In SEABISCUIT - MIT DEM WILLEN ZUM ERFOLG (2003) von Gary Ross gibt er den Pferde-Trainer Tom Smith, der trotz zahlreicher Widrigkeiten an seinem Pferd und dem Jockey festhält. In CAPOTE (2005) von Bennett Miller weist er den exzentrischen Schriftsteller in seine Schranken. Nochmals unter der Regie von Sam Mendes überzeugt er als Lieutenant Colonel Kaczynski in JARHEAD - WILLKOMMEN IM DRECK (2005). Hier gibt er den unerbittlichen Einpeitscher, der seine jungen US-Marines von der Wichtigkeit des Krieges überzeugen will.

Die Hauptrolle spielt Chris Cooper in dem Kammerspiel-Thriller ENTTARNT - VERRAT AUF HÖCHSTER EBENE (2007) (ENTTARNT - VERRAT AUF HÖCHSTER EBENE (2007) Trailer) von Billy Ray. Er ist der renommierte FBI-Agent Robert Hanssen, der als Doppelspion enttarnt werden soll, und seinem Widersacher (gespielt von Ryan Philippe) gekonnt Paroli bietet. Mit viel Understatement schafft es Chris Cooper, den Doppelagenten eine kühle und distanzierte Unfassbarkeit zu geben, die ihn um so furchterregender und unheimlicher macht: Das ist kein Superbösewicht a la James Bond, sondern ein komplexer Charakter. Außerdem wird der Schauspieler in diesem Jahr noch an der Seite von Jamie Foxx in OPERATION: KINGDOM (2007) (OPERATION: KINGDOM (2007) Trailer) von Peter Berg zu sehen sein.

1983 heiratet Chris Cooper seine Schauspielkollegin Marianne Leone. Ihr gemeinsamer Sohn wird 1987 geboren. Im Alter von acht Jahren stirbt er an Kinderlähmung. Die Familie lebt in Kingston, Massachusetts.

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