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Catherine Deneuve

Catherine Deneuve
Darsteller

* 22. Oktober 1943
Paris
Frankreich

CATHERINE DENEUVE • Biographie Seite 1/1

Der Regisseur Francois Truffaut, der Catherine Deneuve mehrmals in seinen Filmen besetzt, sagt über sie: "Sie ist so schön, dass ein Film, in dem sie spielt, auch ohne Geschichte auskommt." Aber die Schauspielerin fällt nicht nur durch ihre Schönheit auf. Mit einer starken Persönlichkeit, Klugheit und einer Fülle von Ausdrucksmittel hat sie es über drei Jahrzehnte geschafft, auf kein Stereotyp festgelegt zu werden.

Catherine Deneuve wird mit dem Namen Catherine Dorléac am 22.Oktober 1943 in Paris als dritte Tochter des Bühnen- und Filmdarstellers Maurice Dorleac geboren. Sie gibt ihr Filmdebüt im Alter von 13 Jahren und übernimmt den Mädchennamen ihrer Mutter Renée Deneuve, die ebenfalls als Schauspielerin arbeitet. Ihre Schwester Francoise Dorleac ist bereits eine international bekannte Schönheit und ein Star, als Catherine Deneuve ins Filmgeschäft einsteigt. Sie spielt in einigen weniger wichtigen Filmen mit, bleibt anfangs im Schatten ihrer Schwester.

Ihre erste große Rolle erhält sie von dem Regisseur Roger Vadim in dem Film LASTER UND TUGEND (1962). Mit einem Schlag wird die junge Schauspielerin bekannt. Ein Jahr später wird sie in dem Klassiker DIE REGENSCHIRME VON CHERBOURG (1963) von Jacques Demy besetzt. Sie spielt ein junges Mädchen, daß sich hoffnungslos in einen Tankwart verliebt. Der schwängert sie, zieht in den Krieg, schreibt ihr einen unverbindlichen Brief und treibt sie in eine lieblose Ehe mit einem anderen Mann. Der Film gewinnt u.a. den Grand Prix auf dem Filmfestival in Cannes. Sie wird zum jungen Schauspiel-Star im jungen französischen Kino der 60er Jahre.

Viele berühmte Regisseure nutzen die Unkonventionalität der Catherine Deneuve bei der Auswahl ihrer Filme. Sie läßt sich nicht auf ein Genre oder ein Stereotyp festlegen, ob Thriller, Musical, Melodram oder Komödie –fast jedem Filme gibt sie durch ihre Leinwandpräszenz eine eigene Note. In Roman Polanskis Psychothriller EKEL (1965) spielt die Schauspielerin eine junge Schizophrene. Sie arbeitet mit Luis Bunuel in der doppeldeutigen Inszenierung SCHÖNE DES TAGES (1967) zusammen und spielt eine masochistisch-unkeusche Hausfrau, die heimlich als Prostituierte arbeitet. Der Regisseur François Truffaut trägt mit dazu bei, daß die Schauspielerin neben Eleganz und Schönheit auch immer ein Hauch Geheimnis behält, der Gefahr bedeuten kann. Gemeinsam mit Jean-Paul Belmondo spielt sie in seinem Film DAS GEHEIMNIS DER FALSCHEN BRAUT (1969). Sie kann in der ausgelassenen, typisch französischen Liebeskomödie DER BUSCHPILOT (1982) ihr komisches Talent unter Beweis stellen. Als lesbischer Vampir an der Seite von David Bowie überrascht sie in dem Tony Scott-Film BEGIERDE (1983) ihr Publikum. In dem kühlen Großstadtdrama DIEBE DER NACHT (1996) von André Téchiné gibt sie eine Professorin, die Frauen liebt.

Zu ihrem größten Erfolg zählt das Meisterwerk von François Truffaut DIE LETZTE METRO (1980). Für ihre Darstellung der Marion Steiner, die ihren jüdischen Ehemann unter der Bühne versteckt und mit seiner Hilfe ein Stück inszeniert, erhält sie den "César" als beste französische Schauspielerin. Eine Oscar-Nominierung wird der Schauspielerin 1992 zugesprochen. In dem Film INDOCHINE (1992) von Regis Wargnier spielt sie die äußerlich kühle Eliane, die sich gegen französische Machtansprüche im Vietnam der 50er Jahre auflehnt.

Catherine Deneuve wird in den 90er und im neuen Jahrtausend zur Grande Dame des französischen Kinos. In Lars von Triers Musical DANCER IN THE DARK (2000) spielt sie die Fabrikarbeiterin Cathy, die sich als Freundin der fast erblindeten Selma erweist. Sie brilliert in Manuel Oliveiras Film ICH GEH NACH HAUSE (2001) an der Seite des anderen französischen Stars Michel Piccoli. In dem europäischen Publikumserfolg 8 FRAUEN (2002) spielt sie die mondäne Matriarchin Gaby.

1971 gründete Catherine Denevue ihre eigene Produktionsfirma, die Les Films de la Citrouille. In den 80ern macht sie Werbung für das Chanel Parfüm. 1986 vermarktet sie in Amerika erfolgreich ihr eigenes Parfüm. Im gleichen Jahr wird ihr Gesicht ausgewählt als Modell für das Konterfei der "Marianne" zu agieren, dem Symbol der Grande Nation.

Catherine Denevue hat zwei Kinder. Der Vater ihres Sohnes Christian Vadim ist der Regisseur Roger Vadim, mit dem sie zeitweise zusammen gelebt hat. Sie ist sieben Jahre mit dem englischen Fotographen David Bailey verheiratet. 1972 wird die Ehe geschieden. Die Tochter Chiara Mastroianni wird 1972 geboren. Der Vater ist der Schauspieler Marcello Mastroianni. Beide Kinder arbeiten ebenfalls als Schauspieler.

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