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Cilly Feindt

Cilly Feindt
* 08. April 1909
Berlin
Deutschland
† 1999
Kalifornien
USA

CILLY FEINDT • Biographie Seite 1/1

In den 20er Jahren ist Cilly Feindt eine der bekanntesten Artistinnen. Als ausgebildete klassische Schulreiterin überzeugt sie seit Jahren das Zirkus-Publikum im Zirkus Paul Busch, im Wintergarten und in der Scala Berlin. Nach Erfolgen in der Manege wird sie für den Film entdeckt. 1925 debütiert sie mit ihrem damaligen Pferde Nestor vor der Kamera.

Cilly Feindt wird am 08. April 1909 in Berlin geboren. Ihr Vater Wilhelm Feindt ist Filmproduzent. Mit 9 Jahren beginnt sie sich für Pferde zu interessieren und erhält eine Reitausbildung. Nachdem sie das Grundhandwerk beherrscht, läßt sie sich von dem bekannten Schulreiter Karl Hess unterrichten. Mit 14 Jahren wird sie Mitglied des Circus Paul Busch Berlin. Sie tritt mit ihrem Pferd Nestor als Schulreiterin auf und erreicht ein große Popularität, wird im Zirkus, im Wintergarten und in der Scala Berlin gefeiert. Bald geht sie als Kunstreiterin auf Gastspielreisen.

Mitte der 20er Jahre wird sie vom Film entdeckt. Sie debütiert in DIE ZIRKUSPRINZESSIN (1925), eine Adaption der gleichnamigen Operette des ungarischen Komponisten Emmerich Kálmán. Schlagartig wird die junge Artistin einem großen Publikum bekannt. In der Folge kommt sie ihren Verflichtungen beim Zirkus und beim Film nach. Sie dreht unter anderem DER FELDMARSCHALL (1927), EIN MORDSMÄDEL (1927) und eine weitere Verfilmung von DIE ZIRKUSPRINZESSIN (1928). Immer wieder sitzt sie auf ihrem Pferd Nestor, so in GEFÄHRDETE JUGEND (1930), SPRUNG INS NICHTS (1931) und DERBYSIEGER (1932).

Danach begibt sich die Artistin und Schauspielerin auf eine Tournee durch Südamerika. Die junge Frau erobert die Großstädte Montevideo, Buenos Aires und Rio de Janeiro. Mitte der 30er Jahre ist sie wieder in Deutschland an zwei Filmen beteiligt FERIEN VOM ICH (1934) und LEICHTE KAVALLERIE (1935) fort. Danach kehrt sie Deutschland den Rücken und tourt mit ihrem Artisten-Programm durch Europa. Sie tritt in Wien, Paris, Stockholm und London auf. Später begibt sie sich mit ihrem Pferd auf Tournee durch die USA. In New York trat sie im French Casino und in Radio City Music Hall auf. Sie kehrt wider Erwarten nach Deutschland zurück. Als sich der II. Weltkrieg immer mehr ausweitet, muß sie ihre Karriere erstmal beenden.

Nach dem Ende des Krieges wird Cilly Feindt von Zirkus Althoff in Hamburg unter Vertrag genommen. Kurze Zeit später reitet sie in der Manege des Ringling Brothers Zirkus in den USA. Von 1948 bis 1951 wandert sie mit dem Zirkus durch Kanada und die Vereinigten Staaten. Mit 40 Jahren beendet die Artistin ihre aktive Manegen-Präsenz. Sie arrangiert Tourneen für anderen Künstler und widmet sich in Kalifornien intensiv ihren Pferden.

Ganz nebenbei ist Cilly Feindt noch mit einigen Kurzauftritten in Hollywood-Produktionen zu sehen. So ist sie an dem von Vincente Minnelli mehrfach Oscar-prämierten Werk GIGI (1958) beteiligt. Hier tritt sie neben Maurice Chevalier und Leslie Caron mit ihrem Pferd Pascha auf. Auch mit Kirk Douglas steht sie als Lady Godiva vor der Kamera in ZWEI WOCHEN IN EINER ANDEREN STADT (1962).

Cilly Feindt stirbt 1999 in Kalifornien.

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