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Max Adalbert

Max Adalbert
Darsteller

* 19. Dezember 1874
Danzig (heute Gdansk)
Deutschland (heute Polen)
† 07. September 1933
München
Deutschland
andere Namen Max Krampf

MAX ADALBERT • Biographie Seite 1/1

Er ist der Hauptmann von Köpenick, bevor ihn Heinz Rühmann im Film oder Harald Junke / Katharina Thalbach auf der Berliner Theaterbühne verkörpern. Die Rolle des Schumacher Wilhelm Voigt, der mit einer gestohlenden Hauptmannsuniform bekleidet das Rathaus von Köpenick besetzt, ist Max Adalbert auf den Leib geschrieben. Bei ihm ist der Held ein trauriger, der in anrührender Menschlichkeit gegen preußische Bürokratie aufbegehrt.

Max Adalbert wird als Max Krampf am 19. Dezember 1874 in Danzig geboren. Er wächst in einer preußischen Offiziersfamilie auf. Daß er Schauspieler werden will, stößt nicht auf Gegenliebe. Als er sich trotzdem für diesen Beruf entscheidet, nennt er sich Max Adalbert, um die alte Traditon seiner Familie nicht zu "beschmutzen".

Mit 19 Jahren debütiert Max Adalbert in Lübeck. Mit 20 Jahren erhält er ein Engagement am Stadttheater in Barmen. In der Folge wandert er in verschiedene Städte. Er spielt in Nürnberg, Wien, seit 1912 in Berlin am Kleinen Theater, später am Deutschen Künstlertheater. Bald wird er in der hauptstädtischen Theaterlandschaft eine Institution. Besonders seine komödiantische und kabarettistische Natur mit Berliner Komik intoniert prägt seine Bühnentätigkeit. Mit den Schauspiel-Freunden Paul Morgan und Kurt Robitschek gründet er das Kabarett der Komiker, das sehr schnell zu einer festen Einrichtung in Berlin wird.

Max Adalbert feiert bereits Erfolge auf der Bühne, bevor er seine bedeutendeste Theaterrolle annimmt. Von seinem Kollegen Werner Krauss übernimmt er im Mai 1931 die Hauptrolle in dem Carl Zuckmayer-Stück "Der Hauptmann von Köpenick" am Deutschen Theater. Der Wechsel wird ein großer Bühnen-Triumph. Max Adalbert ist der gefeierte Star der Inszenierung, weil er seinen Hauptmann als einen volkstümlichen Berliner Typ anlegt.

Bereits seit Mitte der 10er Jahre spielt Max Adalbert auch im Film. Er arbeitet mit Regisseuren wir Nunek Danuky, Carl Froelich oder Henrik Galeen. Auch bei den Fritz Lang-Klassiker DER MÜDE TOD (1921) und DR. MABUSE, DER SPIELER (1922) ist er in Nebenrollen dabei. Allerdings bescheinigen die Kritiker ihm, daß er ein "Wortschauspieler" (Hebrert Ihering) sei.

So ist es auch verständlich, dass Max Adalbert erst in der Tonfilm-Zeit zu einem der beliebtesten Schauspieler wird. Wieder wird einer seiner größten Erfolge DER HAUPTMANN VON KÖPENICK in der Regie von Richard Oswald. In Militärschwanks, Kriminal- und Abenteuerfilmen der Zeit ist er dabei. 19 Tonfilme dreht Max Adalbert in den ersten drei Jahren der Tonfilm-Zeit.

Er stirbt am 07. September 1933 in München an einer Lungenentzündung im Alter von 57 Jahren. Er wird in Berlin beigesetzt.

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Autorin
Ines Walk
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