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Hanni Reinwald

Hanni Reinwald
Darsteller

* 24. August 1903
Stuttgart
Deutschland
† 1978
München
Deutschland

HANNI REINWALD • Biographie Seite 1/1

Kinderstars gibt es bereits früh beim Film. Ganze Familien entdecken ihre Leidenschaft für die Kamera. Prominente Beispiele sind der Vater Franz Porten sowie die Schwestern Henny Porten und Rosa Porten. Eine andere Leinwand-Familie sind die Reinwalds. Hanni Reinwald zählt zu den bekanntesten Kinderstar der frühen deutschen Stummfilmzeit.

Hanni Reinwald wird am 24. August 1903 in Stuttgart geboren. Der Vater Otto Reinwald ist Hofstukkateur. Anfang des Jahrhunderts wohnt die Familie Reinwald in Berlin. Sehr früh erkennt der Vater die Möglichkeiten des neuen Mediums Film und kümmert sich intensiv um die Vermarktung seiner drei Kinder. Grete Reinwald, Otto Reinwald und Hanni Reinwald werden alle mit mehr oder weniger Erfolg den Beruf des Schauspielers ausüben.

Hanni Reinwald steht bereits mit 9 Jahren vor der Kamera. Ihr wahrscheinlich erster Film ist der Drei-Teiler DER FILM VON DER KÖNIGIN LUISE (1913) in der Regie von Franz Porten. Nachgewiesen ist, daß sie in der 1. Abteilung des Films mitspielt. Zu dieser Zeit ist sie bereits ein begehrtes kindliches Motiv auf Postkarten.
Bis zu Beginn des I. Weltkriegs spielt sie in zahlreichen Produktionen. Sie ist das kleine Mädchen an der Seite von Henny Porten, die Film-Tochter von Harry Liedtke oder Albert Bassermann. In dem Film EIN SOMMERNACHTSTRAUM IN UNSERER ZEIT (1913) unter der Regie des dänischen Künstlers Stellan Rye stehen alle drei Reinwald-Kinder - Grete, Otto und Hanni - vor der Kamera.

Kurz vor Beginn der I. Weltkrieges arbeiten Hanni Reinwald und ihr Bruder Otto in Dänemark. Sie stehen unter anderem bei dem Regisseur Benjamin Christiansen vor der Kamera und arbeiten mit dem populären Valdemar Psilander zusammen.

Für die Zeit von 1914 bis 1918 unterbricht Hanni Reinwald ihre Arbeit für den Film. Ab 1918 kann sie ihre schauspielerische Karriere fortsetzen. In vielen Filmen der Stummfilmzeit gehört sie genau wie ihr Bruder Otto Reinwald zum festen Stamm der Nebendarstellerinnen, zum Beispiel ist sie in den Stummfilmklassikern Der Hauptmann von Köpenick (1926) und Die Heilige und ihr Narr (1928) dabei. An die Leinwanderfolge ihrer älteren Schwester Grete Reinwald kann sie allerdings nicht anschließen. Bei Beginn der Tonfilmzeit zieht sie sich aus dem Filmgeschäft zurück.

Hanni Reinwald stirbt 1978 in München.

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