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Renate Mannhardt

Renate Mannhardt
Darsteller

* 20. November 1923
Wuppertal-Barmen
Deutschland

RENATE MANNHARDT • Biographie Seite 1/1

Schauspielerinnen in den 1950er Jahren der Bundesrepublik haben es nicht leicht. Heimat- und Unterhaltungsfilme bestimmen das Kinobild, selten sind anspruchsvolle Rollen in ebensolchen Filmen zu erhalten. Renate Mannhardt spielt in mehr als 20 Filmen der westdeutschen Nachkriegsproduktion mit. Fast immer ist sie in größeren Nebenrollen zu sehen.

Renate Mannhardt wird am 20. November 1923 (einige Quellen nennen das Jahr 1920) in Wuppertal als Hanna Renate Kohlschein geboren. Ihr Vater ist Jurist und Verlagsdirektor. Schon während ihrer Schulausbildung nimmt sie privaten Schauspielunterricht. Mit 20 Jahren erhält sie ihr erstes Engagement in Königshütte am dortigen Schauspielhaus (heute Chorzów in Polen). Nach dem II. Weltkrieg spielt Renate Mannhardt in den Kammerspielen in München und steht auch in Berlin auf der Bühne.

Bereits mit 19 Jahren steht die junge Schauspielerin zum ersten Mal vor der Kamera. Sie hat in GELIEBTER SCHATZ (1943) unter der Regie von Paul Martin eine kleine Nebenrolle. In noch zwei anderen Ufa-Produktionen bis zum Zusammenbruch 1945 erhält sie kleinere Rollen, in ZIRKUS RENZ (1943) und VIA MALA (1945).

Die eigentliche Filmkarriere von Renate Mannhardt beginnt mit dem westdeutschen Nachkriegsfilm. Ab 1949 spielt sie in mehr als 20 Filmen mit, meist ist sie in größeren Nebenrollen zu sehen. Ihre Rollen entsprechen dem Zeitgeist: sie spielt in bayrischen Heimatfilmen wie HEIMATGLOCKEN (1952), an der Seite von Hans Albers in der Komödie KÄPTN BAY-BAY (1952) oder in Melodramen wie MORGENGRAUEN (1954) in der Regie von Viktor Tourjansky.

Ihre wohl beste Darstellung als Inge Hermann in dem Film DER VERLORENE (1951) von Peter Lorre bleibt vielen in Erinnerung. Sie spielt Inge Herrmann, die Verlobte des Dr. Karl Rothe (gespielt von Peter Lorre), die ihn mit seinem engen Mitarbeiter Hoesch betrügt und seine Forschungsergebnisse an ihn verkauft. Im Affekt tötet Dr. Karl Rothe Inge. Der Film zählt zu den wichtigsten Produktionen der 1950er Jahre, da er jüngste deutsche Vergangenheit thematisiert. Die einzige Regiearbeit des Schauspielers Peter Lorre wird aber von den Zuschauern wie von der Kritik nicht besonders gut aufgenommen.

Ab Anfang der 1960er Jahre spielt Renate Mannhardt auch in amerikanischen Produktionen. In DIE GROßE ATTRAKTION (1961) ist sie an der Seite von Cliff Robertson zu sehen. Ihre letzte Produktion wird ebenfalls ein amerikanischer Film. In einer kleinen Nebenrolle spielt sie in MASTERMIND (1976) in der Regie von Alex March.

Bereits Mitte der 1960er Jahre zieht sich die Schauspielerin aus dem Filmgeschäft zurück. Der derzeitige Wohnort von Renate Mannhardt ist nicht bekannt.

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