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Curt A. Stark

Curt A. Stark
Regie, Darsteller

* 02. Februar 1880
Saupark, bei Springe
Deutschland
† 02. Oktober 1916
Siebenbürgen
damals Österreich; gefallen im I. Weltkrieg
andere Namen Kurt Schöltzel-Stark

CURT A. STARK • Biographie Seite 1/1

Der Name Curt A. Stark ist mit dem frühen deutschen Film vor dem Ersten Weltkrieg verbunden. Als Theater-Schauspieler entdeckt er frühzeitig die Möglichkeiten des neuen Mediums, entwickelt Marketing-Ideen, als diese noch gar nicht so heißen, und engagiert sich für seine Schauspiel-Kollegen. Der Künstler - Schauspieler und Regisseur bei Messters Projektions GmbH sowie Ehemann der Schauspielerin Henny Porten - fällt im Ersten Weltkrieg und ist heute vergessen.

Curt A. Stark - eigentlich Kurt Schöltzel-Stark - wird auf einem Jagdschloss in der Nähe von Hannover am 02. Februar 1880 geboren. Über seine familiäre Herkunft ist derzeit nichts bekannt. Um die Jahrhundertwende beginnt er seine Bühnenlaufbahn und arbeitet am Harburger Stadttheater. Es tingelt durch das Land, spielt in der Provinz ebenso wie in Berlin. 1905 geht Curt A. Stark nach Amerika. Er gibt ein Gastspiel am Deutschen Theater in Milwaukee. Für zwei Jahre bleibt er dort, reist obendrein durch das Land, in den "wilden Westen", von dem er nach seiner Rückkehr begeistert spricht. In Amerika heiratet er auch. Zurück in Deutschland arbeitet er wieder auf deutschen Bühnen, unter anderem am Lessing-Theater sowie am Residenz-Theater in Berlin.

Ab 1911 arbeitet Curt A. Stark auch für das junge Medium Film. Er beginnt bei der Messter Projektions GmbH, tritt dort gelegentlich als Schauspieler auf, ab und zu führt er auch Regie. In diese Zeit datiert auch die Bekanntschaft mit der Schauspielerin Henny Porten, die bereits der Star beim Produzenten Oskar Messter, dem wohl wichtigsten Mann der deutschen Filmwirtschaft vor 1918, ist. Aus der Arbeitsbekanntschaft wird Liebe. Curt A. Stark trennt sich von seiner amerikanischen Ehefrau gütlich. Henny Porten und er heiraten am 11. Oktober 1912. Die filmische Zusammenarbeit zwischen Henny Porten und ihm trägt bald Früchte. Er inszeniert zahlreiche Melodramen, gelegentlich auch Komödien mit seiner Ehefrau als Star.

Auch werbetechnisch ist Curt A. Stark ein kreativer Geist und lässt sich viel einfallen, um Massen ins Kino zu ziehen. Bei der Eröffnung des "Modernen Theaters" in Köln ist der Star Henny Porten scheinbar nicht anwesend. Auf der Leinwand arbeitet sie noch im Messter-Studio in Berlin. Um es dann doch zur Eröffnungsfeier zu schaffen, lässt sie sich per Flugzeug nach Köln bringen, landet dort und macht sich auf den Weg ins Theater. Leibhaftig, um Atem ringend, betritt sie den Kinosaal. Dösender Beifall kommt vom Publikum.

Als Schauspieler Curt A. Stark engagiert sich in der Genossenschaft Deutscher Bühnenangehöriger. 1912 gründen die Kinoschauspieler diese Genossenschaft zur Vertretung ihrer Interessen und er wird zum Vorsitzenden gewählt. Sein sozialer Anspruch bleibt nicht ohne Einfluss auf die filmische Arbeit des Ehepaares Porten-Stark. Die Botschaft eines Films ist ihnen immer wichtig.

Als 1914 der Erste Weltkrieg beginnt, wird Curt A. Stark sofort eingezogen. Er ist Leutnant der Reserve im 333. Infanterie-Regiment und Träger des Eisernen Kreuzes II. Klasse. Bei Kämpfen in Siebenbürgen fällt er am 02. Oktober 1916, gerade einmal 36 Jahre alt.

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