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Franz Schroedter

Franz Schroedter
Architektur

* 09. Mai 1897
Berlin
Deutschland
† 14. November 1968
Hamburg
Deutschland
andere Namen Franz Friedrich Herbert Schroedter

FRANZ SCHROEDTER • Biographie Seite 1/1

Franz Schoedter gehört zu den vielbeschäftigten Archtitekten der deutschen Stummfilm- und Tonfilmzeit. Seit 1919 arbeitet der Künstler für den Film, besonders intensiv ist seine Zusammenarbeit mit dem Regisseur und Produzenten Carl Froelich.

Franz Schroedter wird am 09. Mai 1897 in Berlin geboren. Nach seiner Schulausbildung beginnt er in Berlin ein Studium an der Bau- und Kunstgewerbeschule. Kurz nach seinem Abschluß als Architekt hat er bereits ersten Kontakt zum Film. Er lernt den Architekten Willi A. Hermann kennen, der bereits seit 1916 erfolgreich für den Film arbeitet.

Seit 1919 arbeitet der junge Architekt ebenfalls für den Film. Seine ersten Bauten entwirft er für den Film DER PLAN DER DREI (1920). Bis 1925 arbeitet er bei zahlreichen Filmen mit, bis er beginnt mit der Firma des Regisseurs und Produzenten Carl Froelich zu kooperieren. Die Zusammenarbeit ist überaus nachhaltig. Bis zu Beginn des II. Weltkrieges 1939 entwirft und baut der Architekt für mehr als 30 Filme der Firma die Kulissen. Die Zusammenarbeit zwischen beiden führt auch dazu, daß Franz Schroedter 1938 die Neugestaltung des Froelich-Atelier in Berlin-Tempelhof übertragen wird. Unter dem Slogan "Von Filmschaffenden für Filmschaffende gebaut" wird der Atelierumbau von der nationalsozialistischen Presse auch propagandistisch ausgewertet.

Seit der Tonfilm-Zeit ist der Franz Schroedter auch für einige Arbeiten von Richard Oswald zuständig. 1934 werden seine stilsicheren Bauten und die Ausstattung für den Gustaf Gründgens-Film DIE FINANZEN DES GROßHERZOGS (1934), einem Remake des Friedrich Wilhelm Murnau-Films, von den Kritikern gelobt.

1940 wird Franz Schroedter Leiter der technischen Abteilung der Produktionsfirma Tobis. Im gleichen Jahr ist er für die Kulissen der beiden nationalsozialistischen Propagandafilme OHM KRÜGER (1940) und FRIEDRICH SCHILLER (1940) verantwortlich. Danach konzentriert er sich auf die Arbeit im Vorstand der Tobis.

Nach dem Ende des II. Weltkriegs beginnt Franz Schroedter 1949 wieder als Architekt zu arbeiten. Für den aus der amerikanischen Emigration zurückgekehrten Peter Lorre entwirft er die Kulissen für dessen Film DER VERLORENE (1951). Es ist auch der letzte Spielfilm, an dem der Künstler beteiligt ist.

Der Architekt gründet Anfang der 50er Jahre die Franz Schroedter-Studios. Seine Produktionsfirma konzentriert sich auf die Herstellung von Dokumentarfilmen. Franz Schroedter arbeitet seit Mitte der 50er Jahre auch als Regisseur, z. B. inszeniert er den Dokumentarfilm AUS EIGENER KRAFT (1953/1954). Häufig sind die Filme von Volkswagen in Wolfsburg in Auftrag gegeben.

Franz Schroedter ist mit der Schauspieler Esther Carena verheiratet. Er stirbt am 14. November 1968 in Hamburg.

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