Film-Zeit auf  Film-Zeit bei Facebook   Film-Zeit auf Twitter

Franz Porten

Franz Porten
Regie, Drehbuch, Gesang, Darsteller

* 23. August 1859
Zeltingen, an der Mosel
Deutschland
† 21. Mai 1932
Berlin
Deutschland

FRANZ PORTEN • Biographie Seite 1/1

Franz Porten ist bekannt durch seine Töchter Rosa Porten und Henny Porten, Stars im frühen deutschen Film. Bevor diese Karriere machen, gehen sie durch die Schule ihres Vaters. Er ist ein verarmter Opernbariton mit ständig wechselnden Engagements. Erst die Produktion von Tonbildern, mit denen er 1906 beginnt, bringt der Familie ein gesichertes Einkommen.

Franz Porten wird am 23. August 1859 geboren. Er kommt aus Zetlingen, an der Mosel. Zunächst arbeitet er als Opernbariton, wechselt häufig sein Engagement. Um 1880 heiratet er Vincenzia Wybiral, die aus einer Kaufmannsfamilie aus Mainz stammt. Ihre ältere Tochter Rosa Porten wird am 18. Februar 1884 in Düsseldorf geboren, die jüngere Henny Porten am 07. Januar 1890 in Magdeburg. Beide werden maßgeblich den frühen deutschen Film mitbestimmen. Der Sohn Fritz Porten wird um 1894 geboren.

Mehrfach zieht die Familie um. Franz Porten ist am Stadttheater Magdeburg engagiert, arbeitet in Breslau, steht in Trier auf der Bühne. 1894 geht die Familie nach Dortmund, wo Franz Porten am dortigen Stadttheater als Mitdirektor und erster Bariton arbeitet. Ein Jahr später pachtet er das Theater, leitet die Spielstätte und übernimmt die Oberregie. Aber das Theater schreibt keine schwarzen Zahlen. Die Familie verarmt völlig und zieht nach Berlin. Anfangs bemüht sich Franz Porten vergeblich um eine Anstellung an einem der vielen Berliner Theatern. In der Saison 1897/1898 spielt er endlich am Theater Unter den Linden, steht später am Theater des Westens auf der Bühne, gastiert am Apollo-Theater und im Wintergarten. Um 1905 verliert der Sänger seine Stimme. Sozial unterstützt wird die Familie von Rheinländer Verein.

1906 erhält Franz Porten wahrscheinlich auf Vermittlung von Paul Lincke von der Messter-Projektions GmbH des Oskar Messter den Auftrag, Tonbilder zu inszenieren. Sein erstes Tonbild wird MEISSNER PORZELLAN (1906), in dem auch seine beiden Töchter mitspielen. Mit der Produktion weitere Tonbilder hat sich die existenzielle Situation der Familie endlich verbessert. Franz Porten inszeniert auch für andere Produktionsfirmen, die Tonbilder in Szene setzen, wie die Vitascope, die Deutsche Bioscop GmbH und die Kinematographen- und Filmfabrik des Alfred Duskes. In den meisten seiner Filme tritt er auch als Darsteller auf. Zudem vermarktet Franz Porten erfolgreich seine beiden Töchter, bis diese eigenständig beim Film unterkommen.

Als die Tonbild-Produktion eingeschränkt wird - um 1908/1909 - arbeitet er weiter als Regisseur von Stummfilmen. Um 1910 erhält er einen Sechsjahresvertrag bei der Deutschen Mutoskop & Biograph. Damit trennt er sich künstlerisch von seinen Töchtern. Henny Porten steigt zum Star des Oskar Messters auf; Rosa Porten schreibt Drehbücher, anfangs vorrangig für ihre Schwester.

Kurz vor Beginn des I. Weltkrieges zieht sich Franz Porten aus dem Filmgeschäft zurück. Er stirbt am 21. Mai 1932 in Berlin.

Aktueller Stand der Datenbank:
18142 Filme,
70519 Personen,
5384 Trailer,
869 Biographien,
54 Themen & Listen
all: 0,59322