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Franz Vogel

Franz Vogel
Produzent, Produktionsleitung

* 09. Dezember 1883
Berlin
Deutschland
† 04. Oktober 1956
Berlin
Deutschland

FRANZ VOGEL • Biographie Seite 1/1

Franz Vogel zählt zu den Veteranen des deutschen Kinos. Bereits vor dem Ersten Weltkrieg ist er von der neuen Kinematographie begeistert. In der Folge arbeitet er als Produzent, Produktions- und Herstellungsleiter. 1912 gründet er die Eiko-Film, eine Produktionsfirma in Berlin, die hunderte Filme der Stummfilmzeit produziert.

Franz Vogel wird am 09. Dezember 1883 in Berlin geboren. Über seine familiären Herkunft ist derzeit nichts bekannt. Nach einer kaufmännischen Ausbildung kommt Franz Vogel relativ früh zur modernen Kinematographie, die sich gerade erst entwickelt. Zunächst arbeitet er als Kaufmann in einem Betrieb. Aber bereits 1912 gründet er seine eigene Produktionsfirma: die Eiko-Film, die bald zu den führenden Produktiondfirmen in Berlin zählt.

Im Sommer 1912 beginnt die Eiko mit der Produktion von Filmen. Bereits im ersten halben Jahr der Existenz der Firma werden mehr als 20 Filme produziert. Das bevorzugte Genre der Eiko sind gemütsvolle Dramen und Melodramen. Zum weiblichen Star wird Hedda Vernon aufgebaut. Die Filme der blonden Schauspielerin werden meisten von ihren damaligen Ehemann Hubert Moest inszeniert.

1914 produziert die Eiko die erste deutsche Wochenschau, die "Eiko-Woche". Damit hat sie gegenüber der Messter Film-GmbH von Oskar Messter die Nase vorn. Bis Mitte der 1920er Jahre produziert die Eiko, kann sich dann aber nicht gegen die mächtigen Filmfirmen behaupten.

Franz Vogel wird 1924 in den Vorstand der National-Film A.G. berufen. Kurze Zeit später übernimmt er auch die Produktionsleitung zu mehreren Filmen des Regisseurs Gerhard Lamprecht und anderen Regisseuren. Bis zum Ende der Stummfilm-Epoche produziert er mehrere Streifen.

Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten im Januar 1933 hat Franz Vogel keine Schwierigkeiten, weiter in der Branche zu arbeiten. Ab 1934 produziert er eine Reihe von Unterhaltungsstreifen. In den meisten Fällen handelt es sich um Lustspiele und Komödien, die die Regisseure Fred Sauer und Hans H. Zerlett inszenieren. In der Folge ist er für die Produktion einiger größerer Filme verantwortlich, unter anderem für MADAME BOVARY (1937) mit der Altmeisterin Pola Negri oder für SERGEANT BERRY (1938) mit dem Star Hans Albers.

Während der Tonfilm-Zeit gründet Franz Vogel einige Film-Firmen, unter anderem 1936 die Euphono-Film. Sie geht allerdings 1941 in der Tobis auf. Daraufhin wird der erfahrende Produktionsleiter von 1942 bis 1945 mit einer eigene Herstellungsgruppe von dem Firmenkonglomerat "Berlin-Film" betraut.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieg gründet Franz Vogel die Euphono-Film neu, diesmal in Westdeutschland in Düsseldorf. Er stellt drei Filme her, dazu gehört GESUCHT WIRD MAJORA (1949) mit Heinz Erhardt in der Hauptrolle. 1950 zieht sich der 73jährige aus dem Filmgeschäft zurück.

Franz Vogel stirbt am 04. Oktober 1956 in seiner Heimatstadt Berlin.

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Autorin: Ines Walk
Stand: Mai 2006

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