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Sigourney Weaver

Sigourney Weaver
Darsteller, Ko-Produzent

* 08. Oktober 1949
New York (New York)
USA

SIGOURNEY WEAVER • Biographie Seite 1/1

Mit einer Rolle wird die Schauspielerin Sigourney Weaver immer in Verbindung gebracht werden: Lieutenant Ellen Ripley in den ALIEN-Filmen. Hier spielt sie eine mutige Kämpferin, setzt neue Standards in der weiblichen Action-Darstellung. Aber sie läßt sich nicht auf das Image der harten Frau festlegen, sondern zeigt darstellerische Wandlungsfähigkeit. Eine clevere Hand beweist die Schauspielerin in der Wahl ihrer Rollen. Dabei bevorzugt Sigourney Weaver selbstbewußte und unabhängige Frauentypen, spielt in Komödien genauso überzeugend wie in Dramen.

Sigourney Weaver wird am 08. Oktober 1949 in New York als Susan Alexandra Weaver geboren. Ihr Vater Pat Weaver ist Gründer und langjähriger Präsident der Fernsehgesellschaft NBC, ihre Mutter Elizabeth Inglis arbeitet als Schauspielerin. Sie genießt eine priviligierte Schulausbildung an Privatschulen in Manhattan, steht in Schulaufführungen auf der Theaterbühne. Als sie 14 Jahre alt ist, leiht sie ihren selbstgewählten Vornamen aus dem "Großen Gatsby" aus. Nach ihrer Ausbildung lebt sie für ein Jahr in Israel in einem Kibbutz. 1971 schließt kann sie den Bachelor in Englisch und Literaturwissenschaften an der Stanford University entgegennehmen. Danach bewirbt sie sich mit Erfolg an der Yale Drama School.

Nach dem Ende ihrer Schauspiel-Ausbildung spielt Sigourney Weaver Theater am Broadway. Anfangs ist sie nur die Zweitbesetzung neben großen Stars wie Ingrid Bergman und John Gielgud, dreht nebenbei Werbespots. Aber bald macht sich die junge Schauspielerin einen Namen. Sie spielt die Portia in "Der Kaufmann von Venedig" von William Shakespeare, ist unter anderem in Stücken von Christopher Durang, David Rabe und Harold Pinter zu sehen. Theater wird für die Schauspielerin immer eine Leidenschaft bleiben. Nach dem 11. September 2001 steht sie in dem Zwei-Personen-Stück "The Guys" neben Bill Murray auf der New Yorker-Bühne, das die Trauer um die Opfer des Terrorangriffs verarbeitet.

Mitte der 70er Jahre kommt Sigourney Weaver mit dem Fernsehen und Film in Kontakt. Sie ist in der TV-Serie "Sommerset" zu sehen. Ihr Debüt vor der Kino-Kamera gibt sie mit einem kleinen Auftritt in dem Woody Allen-Film DER STADTNEUROTIKER (1977). Bereits ihre erste Hauptrolle wird ein Erfolg. Sie mimt Lieutenant Ellen Ripley in dem Science-Fiction ALIEN - DAS UNHEIMLICHE WESEN AUS EINER FREMDEN WELT (1979). Sie verkörpert eine intelligente, mutige Frau, die sich gegen die Männer genauso wie gegen die Außerirdischen durchsetzen kann, eine harte Kämpferin. Mit dieser Rolle wird sie immer in Verbindung gebracht werden, ihr Image ist durch sie geprägt. Es folgen in den nächsten 20 Jahren drei Fortsetzungen mit unterschiedlichen Regisseuren. Für den 2. Teil unter der Regie von James Cameron wird die Schauspielerin zum ersten Mal für den Oscar nominiert. Bei ALIEN 3 (1992) ist sie nicht nur Darstellerin, sondern produziert mit ihrer Firma "Goat Cay Productions" den Film auch mit.

Als Lieutenant Ellen Ripley gehört Sigourney Weaver zu den Stars von Hollywood, will sich aber auf das Action-Image nicht festlegen lassen. Sie wählt immer wieder Rollen aus, die ihre schauspielerische Wandlungsfähigkeit unter Beweis stellen. Dabei bevorzugt sie selbstbewußte und unabhängige Frauentypen. Sie arbeitet mit William Hurt, Harrison Ford, Gene Hackman und Mel Gibson, schauspielert in Komödien genauso überzeugend wie in Dramen. So spielt sie in dem Peter Weir-Film EIN JAHR IN DER HÖLLE (1983), ist aber auch in GHOSTBUSTER - DIE GEISTERJÄGER (1984) zu sehen. Sie spielt die Primatenforscherin Diane Fossey in GORILLAS IM NEBEL (1988), die in Ruanda im Dschungel bei den Primaten lebt. Für ihre Darstellung wird sie als Beste Hauptdarstellerin mit dem Golden Globe ausgezeichnet, für den Oscar nominiert. Im selben Jahr steht sie außerdem als Karrierefrau Katharine Parker in der Komödie DIE WAFFEN DER FRAUEN (1988) vor der Kamera und wird für die Beste weibliche Nebenrolle für den Oscar nominiert.

Nach der Königin Isabella in dem Film 1492 - DIE EROBERUNG DES PARADIESES (1992) unter der Regie von Ridley Scott brilliert sie in der Doppelgänger-Komödie DAVE (1993) an der Seite von Kevin Kline. In dem Roman Polanski-Film DER TOD UND DAS MÄDCHEN (1994) ist sie die junge Frau Paulina Escobar, die während der Militärdiktatur gefangen und vergewaltigt wird und nun ihrem vermeintlichen Folterer gegenübersteht. In Michael Cohns Märchenfilm für Erwachsene SCHNEEWITTCHEN (1996) bietet sich für die Darstellerin die Gelegenheit zur satirischen Übersteigerung: Sigourney Weaver spielt die böse Stiefmutter überaus kalt und unbarmherzig. Erstaunlich ist, wie sich die Schauspielerin in Komödien an ihrem Image abarbeitet. In der Science-Fiction-Parodie GALAXY QUEST - PLANLOS DURCHS WELTALL (1999) mimt sie eine ehemaligen TV-Weltraum-Helden, die mit ihren Schauspielkollegen unfreiwillig Außerirdische rettet.

Im neuen Jahrtausend ist die Darstellerin in zahlreichen Filme präsent. Sie ist eine der wenigen weiblichen Darstellerinnen, die auch im höheren Alter viele und durchaus anspruchsvolle Rollenangebote erhalten. Im David Mirkin-Film HEARTBREAKER - ACHTUNG: SCHAFRE KURVEN!(2001) zusammen mit dem Jungstar Jennifer Love Hewitt zu sehen. Als Mutter-Tochter-Gespann machen sie die Männerwelt unsicher. Nach anderen Kinoproduktionen spielt sie 2003 in dem Drama THE GUYS (2003) von Jim Simpson mit. Hier hilft sie dem Feuermann Nick (Anthony LaPaglia) einen Nachruf für seine Kollegen zu schreiben, der beim Anschlag auf das World Trade Center 2001 gestorben ist. Der Film wird für seine authentischen und glaubwürdigen Schauspieler gelobt. Im selben Jahr ist sie mit dem Jugendfilm DAS GEHEIMNIS VON GREEN LAKE (2003) unter der Regie von Andrew Davis im Kino präsent. Die Verfilmung des Romans "Holes" von Louis Sachar schildert die Erlebnisse einiger Jugendlicher in einer Erziehungsanstalt, auf dessen Gelände angeblich ein Schatz versteckt sein soll.

Der Thriller THE VILLAGE - DAS DORF (2004) des Regisseurs M. Night Shyamalan zeigt Eltern, die ihre Kinder vor der Außenwelt schützen wollen und dafür ein völlig anderes Leben in Kauf nehmen. Im selben Jahr folgt das Drama IMAGINARY HEROES (2004) vom Regisseur Dan Harris. Eine eigentlich ganz normale Familie muss sich mit dem Selbstmord des ältesten Sohns auseinendersetzten. Die Authistin Linda stellt sie in dem Film SNOW CAKE (2005) von Marc Evans dar. Alex (Allen Rickman) überbringt ihr die Nachricht von dem Tod ihrer Tochter und hilft ihr danach im Alltag. Der Film feiert seine Premiere als Eröffnungsbeitrag der Berlinale 2006. 2008 erscheint der Film 8 BLICKWINKEL (2008) (8 BLICKWINKEL (2008) Trailer). Regisseur Pete Travis zeigt ein Attentat auf den amerikanischen Präsidenten aus der Sicht verschiedener Personen.

Seit 1984 ist die Schauspielerin mit Regisseur Jim Simpson verheiratet. Mit ihrer Tochter Charlotte, die 1990 geboren wird, leben sie in New York. Gemeinsam arbeitet das Ehepaar mehrfach auf der Theaterbühne zusammen, erstmal führt ihr Mann Regie bei dem Film THE GUYS (2003).

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Autorin: Ines Walk
Stand: März 2008

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