Film-Zeit auf  Film-Zeit bei Facebook   Film-Zeit auf Twitter

Alexander Golling

Alexander Golling
Darsteller

* 02. August 1905
München
Deutschland
† 26. Februar 1989
Rottach-Egern
Deutschland

ALEXANDER GOLLING • Biographie Seite 1/1

Der Schauspieler Alexander Golling zählt zu den gern besetzten Nebendarstellern im deutschen Film. Über 30 Jahre arbeitet er für die große Leinwand und ist in mehr als 40 Kinofilmen zu sehen. Als geborener Münchener wird er zum bayrischen Charakterschauspieler im Film und auf der Bühne.

Alexander Golling wird am 02. Augist 1905 in München geboren. Kurz nach seinem Schulabschluß besucht er die Schauspielschule des Max Bayrhammer. Mit 19 Jahren debütiert er auf der Theaterbühne in Rudolstadt. Danach gastiert er an verschiedenen Theatern, unter anderem in Erfurt, Gera, Heidelberg und Leipzig, bis ihn 1934 ein Engagement an die Berliner Volksbühne führt. Sein Repertoire ist vielseitig; er spielt Franz Moor, den Shylock und Mephisto.

Seit Mitte der 30er Jahre arbeitet der Schauspieler für den Film. Schnell etabliert er sich als beliebter Nebendarsteller, der für körperlich korpulente und oftmals auch brutale und bedrohliche Typen gern besetzt wird. Seine ersten Rollen im Film erhält er in DER STÄHLERNE STAHL (1935) unter der Regie von Franz Wenzler. Besonders häufig wird Alexander Golling in Abenteuerfilmen besetzt, so in DER DSCHUNGEL RUFT (1936) oder den beiden den beiden Richard Eichberg-Filmen DER TIGER VON ESCHNAPUR (1938) und DAS INDISCHE GRABMAL (1938). Bis 1945 dreht der Schauspieler 14 Filme.

Selten erhält der Darsteller Hauptrollen. Seine einzige bleibt die des bayerischen Erfinders des Unterwasserschiffs Wilhelm Bauer, die er in dem Propagandafilm GEHEIMAKTE WB 1 (1941) unter der Regie von Hans Selpin spielt. Auch in Filmen weiteren nationalsozialistischen Propagandafimen ist der Schauspieler zu sehen, etwa in KAMERADEN (1941), den Hans Schweikart inszeniert.

1938 wird der Schauspieler zum Staatsschauspieler ernannt. Seit dieser Zeit tritt auch seine Filmtätigkeit zurück. Er konzentriert sich ganz auf das Theater. Von 1938 bis 1945 ist er Intendant des Bayerischen Staatsschauspiels. Er gilt als Sympathisant der Nationalsozialisten, als "brauner Theaterfürst von München". Nach dem Ende des II. Weltkriegs hat der Schauspieler zunächst Schwierigkeiten, weiter zu arbeiten. Seine unrühmliche Vergangenheit bei den nationalsozialistischen Machthabern wird ihm übel genommen.

Ab Anfang der 50er Jahre ist Alexander Golling wieder auf der großen Leinwand zu sehen. Wieder wird er von bekannten Regisseuren in wichtigen Nebenrollen besetzt. Er spielt an der Seite von Hans Albers in dem Film VOM TEUFEL GEJAGT (1950) von Viktor Tourjansky, ist in dem Veit Harlan-Film UNSTERBLICHE GELIEBTE (1951) neben der Schauspielerin Kristina Söderbaum zu sehen oder in dem Paul Verhoeven-Streifen DIE GOLDENE BRÜCKE (1956).

Ab Mitte der 60er Jahre arbeitet Alexander Golling verstärkt für das westdeutsche Fernsehen. Er spielt in TV-Kriminalfilmen wie etwa der erfolgreichen 42-teiligen Serie des ZDF "Kriminalmuseum" oder dem Rätselkrimi mit abgeschlossenen Episoden "Dem Täter auf der Spur". Häufig ist der Darsteller auch in historischen Stücken zu sehen, etwa in "Dantons Tod" (1963), welches Fritz Umgelter in Szene setzt oder in dem TV-Fernsehspiel "Caligula" (1966), wo er den Lepidus unter der Regie von Ludwig Cremer spielt. Neben zahlreichen Stars des westdeutschen Films ist Alexander Golling auch in KARL MAY (1974) von Hans Jürgen Syberberg zu sehen.

Ende der 70er Jahre zieht sich der Schauspieler aus dem Filmgeschäft zurück. Alexander Golling stirbt am 28. Februar 1989 in Rottach-Egern (Oberbayern).

Aktueller Stand der Datenbank:
18738 Filme,
72604 Personen,
6594 Trailer,
873 Biographien,
54 Themen & Listen
all: 0,90985