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Wolfgang Reinhardt

Wolfgang Reinhardt
Ko-Produzent

* 13. Dezember 1908
Berlin
Deutschland
† 28. Juli 1979
Rom
Italien

WOLFGANG REINHARDT • Biographie Seite 1/1

Der Drehbuchautor und Produzent Wolfgang Reinhardt verlässt mit 25 Jahren sein Heimatland Deutschland, gemeinsam mit seinem berühmten Vater Max Reinhardt. Seine Karriere in der Filmmetropole Hollywood und später auch in Deutschland ist aber eigenständig. Er arbeitet für einige deutschstämmige Regisseure.

Wolfgang Reinhardt wird am 13. Dezember 1908 in Berlin geboren. Sein Vater ist der berühmte Theaterintendant und Regisseur Max Reinhardt. Sein Mutter Else Heims arbeitet als Schauspielerin. Zur Familie gehört noch der Bruder Gottfried Reinhardt, der später ebenfalls im Filmgeschäft als Drebuchautor arbeiten wird. Wolfgang Reinhardt wird musisch erzogen, so dass sein Wunsch, Kunstgeschichte zu studieren, nicht weiter verwunderlich ist. Der Bruder von Max Reinhardt Edmund Reinhardt leitet über Jahre den Verwaltungsapparat des Deutschen Theaters. Als er stirbt, übernimmt Wolfang Reinhardt die Leitung.

1934 geht Wolfgang Reinhardt gemeinsam mit seinem Vater nach Amerika. Nachdem Österreich 1938 den "Anschluß" ans nationalsozialistische Deutschland vollzieht, bleibt der junge Produzent in den Vereinigten Staaten. Zunächst arbeitet er für die Warner Bros. Er ist am Drehbuch zu dem Film JUAREZ (1939) des deutschstämmigen Wilhelm Dieterle, den er noch aus Berlin kennen dürfte, beteiligt. Bei einem weiteren Film PAUL EHRLICH - EIN LEBEN FÜR DIE FORSCHUNG (1940) des Regisseurs ist er an der Produktion beteiligt. Dieses Arbeitsfeld wird in den folgenden Jahren sein bevorzugtes. Auch für weitere deutschsprachige Kollegen arbeitet Wolfgang Reinhardt in diesem Bereich, unter anderem für Kurt Bernhardt und Max Ophüls.

Anfang der 1950er Jahre kehrt Wolfgang Reinhardt nach Deutschland zurück. Als Produzent ist er für Helmut Käutner tätig. Für die Aura-Film Produktion GmbH, München produziert er LUDWIG II: GLANZ UND ENDE EINES KÖNIGS (1955). Der Film erhält unter anderem das Filmband in Gold für den Darsteller O. W. Fischer. Für den Produzent ist aber wichtiger, dass der Film zum finanziell erfolgreichsten des Jahres 1955 wird. Wolfgang Reinhardt ist einem weiteren Kassenerfolg beteiligt. Für den Regisseur Wolfgang Liebeneiner produziert er DIE TRAPP-FAMILIE (1956).

Anfang der 1960er Jahre wagt sich der Produzent an ambitionierte Werke. Er initiiert und produziert ein biopic über den Begründer der Psychoanalyse Sigmund Freund unter den Titel FREUD (1962). Die Regie für den Film übernimmt John Huston, in der Hauptrolle des Psychoanalytikers ist Montgomery Clift zu sehen. Ebenso mit historisch Anspruch versehen ist sein letzter Film HITLER - DIE LETZTEN ZEHN TAGE (1973), der als englisch-italienische Koproduktion fertigstellt wird. Darsteller des Adolf Hitler ist Alec Guinness.

Wolfgang Reinhardt stirbt am 28.07.1979 in Rom.

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