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Max Schreck

Max Schreck
Darsteller

* 06. September 1879
Berlin
Deutschland
† 19. Februar 1936
München
Deutschland

MAX SCHRECK • Biographie Seite 1/1

Mit einer Rolle ist Max Schreck berühmt geworden. Er spielt den Vampirgrafen Orlock in NOSFERATU (1922) von Friedrich Wilhelm Murnau. Vor und nach diesem Film hat er nie wieder soviel nationale und internationale Aufmerksamkeit erlangt. Die Gestalt des Vampirs wird immer mit dem Schauspieler verbunden sind. Seine Darstellung ist stilprägend für die Figur des dämonischen Blutsaugers.

Max Schreck wird am 06. September 1879 in Berlin geboren. Über seine familiäre Herkunft ist derzeit nichts bekannt. Er absolviert nach seiner Schulausbildung eine Handelslehre. Der Vater wünscht, dass er sich als Kaufmann betätigt. Max Schreck hat aber andere Interessen. Er will Schauspieler werden.

Am Berliner Staatstheater beginnt Max Schreck eine Ausbildung, die er um 1902 abschließt. Danach erhält er ein Engagement am Theater in Wesel. Er wandert durch die Provinz, ist in vielen Städten beschäftigt. Unter anderem spielt er am Theatern in Frankfurt, am Main, in Gera, in Bremen, in Luzern. Über 15 Jahre führt er ein unstetes Leben, bis er 1917 nach Berlin kommt. Der Theaterintendant Max Reinhardt holt den Schauspieler an das Deutsche Theater. Von 1919 bis 1922 spielt er an den Münchener Kammerspielen. Zwischen München und Berlin wechselt Max Schreck hin und her. Bis zu seinem Tod wird er auf der Bühne stehen.

Seit 1920 ist Max Schreck beim Film beschäftigt. Eine seiner ersten Rollen spielt er für Ludwig Berger in dem Film DER RICHTER VON ZALAMEA (1920). Meistens ist er in Nebenrollen aktiv.

Mit NOSFERATU (1922) von Friedrich Wilhelm Murnau wird er über Nacht bekannt und bleibt bis heute im Gedächtnis. Henrik Galeen schreibt das Drehbuch zu dem Film. Als Vorlage benutzt er das Buch von Bram Stoker. Allerdings verändert er einige Details, denn die Rechte am Roman besitzt die Produktionsfirma Prana-Film GmbH, Berlin nicht. Der Film ist hauptsächlich außen gedreht, die spärlichen Innenaufnahmen sind realistisch gebaut. Das verstärkt für damalige Verhältnisse die Natürlichkeit der Geschichte. Max Schreck als Nosferatu zeigt durch seine intensive Interpretation das Dämonische im Vampir auf; verbreitet Schrecken. Besonders sein unheimlich spindeldürrer Körper, der kahle Kopf, die Rattenzähnen und die langen, messerscharfen Krallen an seinen Fingern tragen zum Schauder bei. Vielfach wird später auf seine Darstellung zurückgegriffen. Zahlreiche Stereotypen der Genre werden hier erstmals gezeigt. Der Film wird ein nationaler und internationaler Erfolg.

Nach NOSFERATU (1922) erhält Max Schreck zwar mehr Rollenangebote. In der DER KAUFMANN VON VENEDIG (1923) spielt er den Dogen. Aber danach wird er nie wieder für eine tragende Hauptrolle engagiert. Er kann sich letztlich im deutschen Film nicht durchsetzen. In mehreren Filmen spielt er Nebenrollen. Nochmals arbeitet er mit Friedrich Wilhelm Murnau in DIE FINANZEN DES GROSSHERZOGS (1924) zusammen.

Max Schreck ist nach dem Einzug des Tonfilms neben seiner Tätigkeit als Schauspieler auch als Synchronsprecher tätig. Sein letzter Film wird DIE LETZTEN VIER VON SANTA CRUZ (1936) unter der Regie von Werner Klinger.

Der Schauspieler ist mit der Schauspielerin Fanny Schreck-Normann verheiratet. Am 19. Februar 1936 verstirbt Max Schreck plötzlich und unerwartet im Alter von 56 Jahren in München.

Der Regisseur Elias Merhige legt 2000 seinen Film SHADOW OF THE VAMPIRE (2000) vor, in dem er nicht nur dem Regisseur Friedrich Wilhelm Murnau ein Denkmal setzt, sondern auch dessen Darsteller Max Schreck. Crew und Besetzung sind nur mäßig begeistert, als der enthusiastische Murnau den Drehort in den osteuropäischen Hinterwald verlegt und mit dem höchst exzentrischen Schauspieler Max Schreck einen in jeder Hinsicht beunruhigenden Titelheld verpflichtet, einen wahren Vampir.

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Autorin: Ines Walk
Stand: Februar 2006

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