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Ursula Grabley

Ursula Grabley
Darsteller

* 08. Dezember 1908
Woltersdorf
Deutschland
† 03. April 1977
Brilon
Deutschland

URSULA GRABLEY • Biographie Seite 1/1

Ursula Grabley beginnt ihre Karriere beim Film Anfang der 30er Jahre als modernes junges Mädchen, daß dynamisch und selbstbewußt ihr Leben meistert. Sie wird zum Publikumsliebling. Eine private Auseinandersetzung mit dem Propagandaminister Joseph Goebbels stellt sie ins Abseits. Erst nach Ende des nationalsozialistischen Regimes ist die Schauspielerin wieder auf der großen Leinwand zu sehen, nun vorzugsweise in resoluten Mutter- und handfesten Frauenrollen.

Ursula Grabley wird am 08. Dezember 1980 in Woltersdorf (in der Nähe von Berlin) geboren. Ihr Vater ist Arzt. Als Mädchen erhält sie Privatunterricht, lebt zeitweise in Lehranstalten mit Internaten in Weimar und Wolfbüttel. Nach ihrem Schulabschluß besucht sie die Handelsoberschule in Hamburg. Während dieser Zeit läßt sie sich an der Tanzschule Laban in Ballett ausbilden. Sie entdeckt ihre Leidenschaft für die Schauspielerei und debütiert an den Kammerspielen in Hamburg.

1928 geht Ursula Grabley nach Berlin. Sie erhält ein Engagement an der dortigen Volksbühne. In der Folge spielt sie überaus erfolgreich Theater an verschiedenen Bühnen der Stadt, so am Künstlertheater oder bei Max Reinhardt am Theater am Kurfürstendamm. Zeit ihres Lebens wird die Schauspielerin gern auf der Bühne stehen.

Ende der 20er Jahre debütiert Ursula Grabley auch beim Film. In einem der letzten Stummfilme, der Carl Zuckmayer-Verfilmung KATHARINA KNIE (1929) in der Regie von Karl Grune debütiert sie. In der Folge verkörpert sie häufig das moderne Mädchen, welches selbstbestimmend die Dinge in die Hand nimmt. Sie arbeitet unter dem Regisseur Joe May in ihrem ersten Tonfilm ... UND DAS IST DIE HAUPTSACHE (1930) an der Seite des damaligen Publikumslieblings Harry Liedtke. Danach spielt sich Ursula Grabley im deutschen frühen Tonfilm bald in die Herzen des Publikums und feiert Erfolge in den verschiedensten Genres. In Komödien ist sie genauso zu Hause wie in Abenteuerfilmen mit Harry Piel. Sie wird in Kriminalfilmen von Georg Jacoby besetzt oder spielt die Freundin an der Seite von Heinz Rühmann in HURRA! ICH WERDE PAPA! (1939).

Anfangs hat Ursula Grabley keine Schwierigkeiten, ihre Filmkarriere im nationalsozialistischen Deutschland weiterzuführen. Doch 1938 kommt es zu einer privaten Auseinandersetzung mit dem Propagandaminister Joseph Goebbels, der sich nicht nur in Besetzungsfragen immer wieder bei verschiedensten Filmproduktionen einmischt. In Folge der Auseinandersetzung erhält die Schauspielerin keine Rollen mehr. Sie wendet sich dem Theater zu und spielt wieder verstärkt an verschiedenen Bühnen, so am Deutschen Theater und am Theater Unter den Linden.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieg lebt Ursula Grabely zunächst in Hamburg. Sie steht auf der Bühne verschiedener Theater in der Stadt, so im Die Auslese, spielt an den Kammerspielen oder im Thalia-Theater. Gemeinsam mit Kollegen gründet sie das Kabarett Rendezvouz. Ab 1949 arbeitet die Schauspielerin auch wieder für den westdeutschen Film. Sie spielt in Komödien, steht in damals sehr beliebten Revuefilmen wie DER BUNTE TRAUM (1952) vor der Kamera oder ist die resolute Mutter in MAMITSCHKA (1955). Ab Mitte der 1960er Jahre ist die Schauspielerin auch im Fernsehen zu sehen. Mehrmals tritt sie in der TV-Serie "Der Kommissar" auf.

Bereits Mitte der 1920er Jahre hat Ursula Grabley den Schauspieler Viktor de Kowa in Hamburg kennen und lieben gelernt. Beide heiraten 1926. Das Schauspieler-Ehepaar trennt sich Mitte der 1930er Jahre. In zweiter Ehe ist die Schauspielerin mit Edgar Heyl verheiratet.

Ursula Grabley stirbt während einer Theatertournee mit dem Stück "Die Katze auf dem heissen Blechdach". Sie erleidet am 03. April 1977 einen Schlaganfall.

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