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Franka Potente

Franka Potente
Regie, Drehbuch, Darsteller

* 22. Juli 1974
Münster (Westfalen)
Deutschland

FRANKA POTENTE • Biographie Seite 1/1

Die Schauspielerin Franka Potente ist ein internationaler Star. Ihren Durchbruch feiert sie mit dem Film LOLA RENNT (1998) in der Regie von Tom Tykwer. Bald klopft Hollywood an die Tür. Im Eiltempo gelingt es der jungen Schauspielerin, dort ein Star zu werden. Sie spielt an der Seite von Johnny Depp und Matt Damon, ist auch in deutschen Produktionen zu sehen.

Franka Potente wird am 22. Juli 1974 in Dülmen, bei Münster geboren. Ihr Vater ist Rektor, die Mutter arbeitet als medizinisch-technische Assitentin. Zur Familie gehört noch der Bruder Stefan. Bereits in der Schulzeit spielt sie in diversen Theatergruppen. Innerhalb eines Schüler-Austausch-Programms lebt sie ein Jahr in Houston, Texas. Auf der High-School belegt sie Kurse in Dramatischer Kunst.

Mit 20 Jahren geht Franka Potente nach München. Mit Erfolg hat sie sich an der Otto-Falckenberg-Schule beworben. Dort absolviert sie zwei Jahre ein Schauspielstudium. Danach geht sie nach New York und belegt dort am renommierten Lee Strasberg Theatre Institut ein Schauspiel-Seminar. Nach ihrer Rückkehr erhält sie kleinere Rollen in Produktionen der Hochschule für Film und Fernsehen in München. Kurz darauf erreicht sie ihr erstes Filmangebot. Der Regisseur Hans-Christian Schmid engagiert sie für NACH FÜNF IM URWALD (1995). Für ihre Rolle der 17jährigen Anna, die eine Nacht von zu Hause ausreißt und durch München streift, erhält sie den Bayrischen Filmpreis als beste Nachwuchskünstlerin.

Nach ihrem Debüt-Erfolg ist Franka Potente in zahlreichen Film- und Fernsehproduktionen zu sehen. Sie spielt unter anderm in der TV-Produktion "Coming In" von Thomas Bahmann an der Seite von Steffen Wink und in dem aufwendigen Zweiteiler "Opernball", in dem sie mit Heiner Lauterbach vor der Kamera steht. Franka Potente arbeitet mit der Regisseurin Doris Dörrie in BIN ICH SCHÖN? (1998) zusammen, steht an der Seite gestandener Mimen wie Iris Berben und Uwe Ochsenknecht. Der Film DIE DREI MÄDELS VON DER TANKSTELLE (1996) mit Wigald Boning wird ein Flop.

Ihren ganz großen Durchbruch feiert die Schauspielerin mit dem Film LOLA RENNT (1998) in der Regie von Tom Tykwer. Erzählt wird ein Ereignis an einem Sommertag in Berlin, das über Liebe, Leben und Tod entscheidet. Drei Variationen desselben Themas werden erzählt: Lola hat 20 Minuten, um ihren Freund Manni (gespielt von Moritz Bleibtreu) mit 100.000 Mark aus einer schlimmen Patsche zu helfen. Der Film wird ein nationaler und internationaler Publikumserfolg, vielfach ausgezeichnet. Unter anderem wird er als Bester Film mit dem Deutschen Filmpreis geehrt und Franka Potente erhält den Publikumspreis als beste Darstellerin; der Bambi folgt. Auf der Berlinale 1998 wird sie gemeinsam mit dem Schauspieler Jürgen Vogel zum deutschen Shooting Star der European Film Promotion gewählt.

Die folgenden Filme zementieren das Star- und Erfolgsimage der Schauspielerin. In dem Thriller ANATOMIE (2000) von Stefan Ruzowitzky spielt sie die Studentin Paula, die ein Verbrechen in einem elitären Medizinerkurs aufdeckt. Wieder wird sie der Publikumsliebling der deutschen Kinobesucher. In ANATOMIE 2 tritt sie in einer Gastrolle auf. In dem mysteriösen und märchenhaften Liebesdrama DER KRIEGER UND DIE KAISERIN (2000) geben Franka Potente und Benno Fürmann eine grandiöse Darstellung. Sie verkörpert eine Krankenschwester, die sich auf die Suche nach ihrem Lebenretter macht.

Danach ruft die amerikanische Filmmetropole. Im Eiltempo gelingt es der Schauspielerin, in Hollywood ein Star zu werden. Mit Johnny Depp ist sie in dem Drogen-Drama BLOW (2002) zu sehen. Danach folgt ihr erfolgreicherer Auftritt in DIE BOURNE IDENTITÄT (2002) an der Seite von Matt Damon. Der Thriller erzählt von einem Mann, der aus dem Mittelmeer gefischt und plötzlich von Killern verfolgt wird. Warum weiß er nicht, denn er hat sein Gedächtnis verloren. Dafür findet er in Zürich die Deutsche Marie Kreutz (gespielt von Franka Potente), die ihn quer durch Europa kutschiert.

Danach ist die Darstellerin wieder in einer deutschen Produktion zu sehen. In dem Identitätsdrama BLUEPRINT (2003) spielt sie souverän eine Doppelrolle als menschlicher Klon. Die Pianistin Siri Sellin erfährt, dass sie ein Klon ihrer Mutter, der weltberühmten Pianistin und Komponistin Iris Sellin ist. Kurze Zeit später arbeitet sie bei dem Kino-Experiment des britischen Starregisseurs Peter Greenaway mit.

Die Karriereplanung von Franka Potente läuft überaus professionell. Ab Februar 2004 arbeitet sie erneut mit Matt Damon zusammen in dem Kinofilm BOURNE SUPREMACY (2004) unter der Regie von Paul Greengrass. Derzeit befinden sich vier weitere internationale Produktionen in der Postproduktion oder Vorbereitung. Franka Potente lebt in Berlin und Los Angeles.

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