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Til Schweiger

Til Schweiger
Regie, Drehbuch, Schnitt, Darsteller, Sprecher, Produzent, Ko-Produzent

* 19. Dezember 1963
Freiburg
Deutschland

TIL SCHWEIGER • Biographie Seite 1/1

In den 1990er Jahren ist der Schauspieler Til Schweiger in Deutschland ein Star. Er wird sogar als "deutscher Tom Cruise" gefeiert. Ende des Jahrzehnt geht er mit seiner Familie nach Hollywood. Seitdem ist er um seine internationale Karriere bemüht. 1998 lehnt er es ab, in Steven Spielbergs Film DER SOLDAT JAMES RYAN (1998) einen Nazi zu spielen. Mittlerweile ist der Künstler nach Deutschland zurückgekehrt und legt mit BARFUß (2005) einen Film vor, bei dem er als Produzent, Regisseur und Hauptdarsteller agiert. Seine Komödie KEINOHRHASEN (2007) (KEINOHRHASEN (2007) Trailer) zählt zu den erfolgreichsten Filmen Deutschlands.

Til Schweiger wird am 19. Dezember 1963 in Freiburg geboren. Beide Eltern arbeiten als Lehrer. Nach seiner Schulausbildung, die er mit dem Gymnasium 1983 abschließt, dient er kurzzeitig bei der Bundeswehr. Nach der Verweigerung während der obligatorischen Grundausbildung wechselt er zum Zivildienst als Krankenpfleger.

Danach schreibt er sich an der Universität in Köln ein, studiert erst Medizin, dann Germanistik. Aber die Wissenschaft reizt ihn nicht. Seit 1986 nimmt er Schauspielunterricht in Köln. 1989 erhält der junge Schauspieler sein erstes Engagement am Contra-Kreis-Theater in Bonn. Til Schweiger wird während seiner Karriere immer wieder auf der Bühne stehen. Nebenbei arbeitet er auch als Synchronsprecher.

Seine Karriere beginnt beim Fernsehen. In der TV-Serie "Die Lindenstraße" tritt er zwischen 1990 bis 1992 als Jo Zenker auf. Er avanciert zum Liebling der Mädchen und Schwiegermütter - unkompliziert, nett, anständig. Sein Erfolg bei der Serie sichert ihm die Hauptrolle in MANTA MANTA (1991). Er spielt den Opel Manta-Fan Bertie und wird damit zum Publikumsliebling des Jahres. In seinem nächsten Film EBBIEs BLUFF (1992) spielt er den Amateurboxer Rudy an der Seite von Heiner Lauterbach. Sein Charme begeistert nicht nur das Publikum, sondern auch die Kritiker. Als Bester Nachwuchsdarsteller wird er mit dem Max-Ophüls-Preis ausgezeichnet. Sein dritter Film bringt auch den internationalen Durchbruch. DER BEWEGTE MANN (1994) zählt zu den erfolgreichsten deutschen Filmen der Zeit. Til Schweiger spielt den heterosexuellen Axel, der von seinem homosexuellen Freund Norbert und seiner heterosexuellen Ex-Freundin Doro begehrt wird.

Nach dem Erfolg kann sich Til Schweiger seine Rollen aussuchen. Er arbeitet gemeinsam mit Detlef Buck in MÄNNERPENSION (1996). Als Gefängner Steinbock bricht er aus und schlägt sich mit seinen Freund durch. Äußerlich ein Macho, zeigt Til Schweiger, daß er im Innern ein sensibler Mann ist. In KNOCKIN ON HEAVENS DOOR (1997) ist seine Rolle ähnlich - ein junger Mann, der hinter seiner hübschen Fassade kriminelle Energie entwickelt. Für seine Rolle erhält er bei den Internationalen Filmfestspielen in Moskau den Preis als Bester Darsteller. An dem Film ist Til Schweiger auch als Drehbuchautor und Produzent beteiligt. Im gleichen Jahr gründet er gemeinsam mit Thomas Zickler und André Hennicke die Produktionsfirma Mr. Brown Entertainment. Die Firma produziert u.a. den sympathischen Film JETZT ODER NIE - ZEIT IST GELD (2000) über drei alte Damen, die einen Bankraub unternehmen.

Die Karriere von Til Schweiger wird nun auch international. In der deutsch-polnisch-französischen Ko-Produktion BASTARD (1996) spielt er einen Gefangenen, der zur Bewährung nach Rumänien in ein Kinderkrankenhaus geschickt wird. Der Film hat nur mäßigen Erfolg. Danach folgen Action-Filme aus Hollywood: an der Seite des Hongkong-Stars Chow Yun-Fat spielt er eine kleine Nebenrolle in THE REPLACEMENT KILLERS - DIE ERSATZKILLER (1998), spielt mit Sylvester Stallone in DRIVEN (2001), er mimt den Bösewicht im Gegenspiel zu Angelina Jolie in LARA CROFT TOMB RAIDER - DIE WIEGE DES LEBENS (2003). Seine letzte Hollywood-Produktion ist KING ATHUR (2004) unter der Regie von. Hier spielt er einen Sachsenkönig, der böse und ein bißchen dumm ist. Produktionen aus dem Independent-Bereich wie etwa PUNK! (1998), ein sozialkritischer Film über die Punk-Kultur in Amerika, in dem er einen deutschen Drogendealer spielt, haben es schwer in den deutschen Kinos.

Til Schweiger arbeitet mittlerweile auch als Regisseur. Sein Debütfilm ist DER EISBÄR (1998). Drei Jahre später folgt mit AUF HERZ UND NIEREN (2003) eine weitere Gaunerkomödie. Als Produzent hat sich Schauspieler ebenfalls einen Namen gemacht. KNOCKIN ON HEAVENS DOOR (1997), von Schweiger produziert, ist der Kassenhit des Jahren. Sehr gut bei Kritik und Publikum ist auch ERBSEN AUF HALB 6 (2004) angekommen, an dem er als Co-Produzent mitarbeitet. KEINOHRHASEN (2006) wird einer der erfolgreichsten Filme 2008; mehr als 6 Millionen Zuschauer lockt die Komödie in die Kinos. Auch hier übernimmt Til Schweiger viele Funktionen in Personunion, spielt unter anderem Ludo, einen Reporter, der in einer Kindertagesstätte Sozialarbeit verrichten muss und dort auf seine alte Schulkameradin Lilli trifft.

Til Schweiger ist immer auch im deutschen Fernsehen zu sehen. An der Seite von Hannelore Elsner spielt er in der Serie "Die Kommissarin", 1995 ist er im einer Folge des "Polizeiruf 110" dabei. In dem TV-Remake "Die Halbstarken" spielt er den Part seines Vorgängers Horst Buchholz.

Til Schweiger ist mit dem amerikanischen Fotomodell Dana Carlson verheiratet. Die beiden haben vier gemeinsame Kinder: Valentin (geb. 1995), Luna (geb. 1997), Lilly Camille (geb. 1998) und Emma Tiger (geb. 2002). Das Familiedominzil in den USA steht in Malibu. Mittlerweile ist die Familie nach Deutschland zurückgekehrt. Hier zerbricht allerdings die Bezeihung; mittlerweile ist das Paar geschieden.

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