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Karin Düwel

Karin Düwel
Darsteller

* 09. Februar 1954
Berlin
Deutschland

KARIN DÜWEL • Biographie Seite 1/1

Mit einer Rolle - zugleich ihrem Debüt beim Film - hat sich Karin Düwel in die Herzen des DDR-Publikums gespielt. In SABINE WULFF (1978) ist sie die unangepaßte 18jährige, frisch entlassen aus dem Jugendwerkhof, die ihre Meinung sagt, Mißtrauen und Ablehnung bei einigen Kollegen provoziert, aber sich doch durchsetzt. Wegen seiner Ehrlichkeit und der Natürlichkeit der Hauptdarstellerin wird der Film vom damaligen DDR-Publikum geschätzt.

Karin Düwel wird am 09. Februar 1954 in Berlin geboren. Nach ihrer Schulausbildung, die sie mit dem Abitur abschließt, besucht sie von 1973 bis 1976 die Hochschule für Schauspielkunst in Rostock. Danach erhält die junge Schauspielerin erste Engagements auf Theaterbühnen in Rostock, Rudolstadt, Karl-Marx-Stadt und Altenburg. Seit 1979 arbeitet sie als freie Schauspielerin.

1979 erhält die Darstellerin ihre erste Filmrolle bei der DEFA. Der Regisseur Erwin Stranka gibt ihr die weibliche Hauptrolle in seinem Gegenwartsfilm SABINE WULFF (1978). Über Nacht wird die Darstellerin ein DDR-Star, den der Film zählt zu den erfolgreichsten seiner Zeit. Karin Düwel spielt eine junge unangepaßte Frau, die ihre Strafe in einem Jugendwerkhof abgesessen hat, und nun in der Freiheit ihren Platz finden will.

In der Folge spielt Karin Düwel weitere moderne Frauenrollen bei der DEFA. Sie ist die Renate Brandin in dem ideologisch eingefärbten Spionagefilm CHIFFRIERT AN CHEF - AUSFALL 5 (1979). Wieder unter der Regie von Erwin Stranka spielt sie in DIE STUNDE DER TÖCHTER (1981) eine der Töchter, die der Vater an sein Krankenbett bittet. Auch in Kinderfilmen ist Karin Düwel gern dabei. Sie spielt in dem sehenwerten DAS SCHULGESPENST (1987) die Lehrerin, die den Zauberspiegel besitzt, durch den die kleine Carola wieder ihre richtige Rolle übernehmen kann. DER LUDE (1983), BLONDER TANGO (1986) und DER MANN MIT DEM RING IM OHR (1987) sind die letzten Filme, die die Darstellerin für die DEFA dreht.

Parallel zu ihrer Filmarbeit ist Karin Düwel auch im Fernsehen der DDR zu sehen. Wie fast alle Schauspieler tritt sie in den TV-Serien "Polizeiruf 110" und "Der Staatsanwalt hat das Wort" auf. Auch nach dem Zusammenbruch der DDR ist die Schauspielerin im Fernsehen präsent. Jetzt heißen die TV-Serien "Tatort", "Ein Bayer auf Rügen", "Der Landarzt" oder "Unser Charly", in denen sie Rollen übernimmt.

Auf der großen Leinwand ist Karin Düwel leider selten zu sehen. Ende der 90er Jahre dreht sie mit ihrem Kollegen Michael Gwisdek und der Schauspielerin Corinna Harfouch den Film DAS MAMBOSPIEL (1998). Die Darstellerin ist auch noch an Absolventenfilmen der Hochschule für Film und Fernsehen, Potsdam und der Deutschen Film- und Fernsehakademie beteiligt. Größere Rollen in Kinofilmen werden ihr nicht angeboten.

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