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Frances McDormand

Frances McDormand
Darsteller

* 23. Juni 1957
Chicago (Illinois)
USA
andere Namen Frances Louise McDormand

FRANCES MCDORMAND • Biographie Seite 1/1

Die Rollen von Frances McDormand sind nicht immer groß, aber dafür bleiben sie in Erinnerung. Die Frauen, die sie verkörpert, lassen sich in keine Schublade stecken; die Schauspielerin zeigt sich überaus wandelbar und vielseitig. Ihre Eigenschaften wie Natürlichkeit, Frische und Unbekümmertheit werden von den Zuschauern geschätzt und als überaus glaubwürdig empfunden. Geschätzt wird ihre bemerkenswerte Präsenz auf der Leinwand, die sie zu einer beeindruckenden Gestalt in Hollywood macht.

Frances McDormand wird am 23. Juni 1957 als Frances Louise McDormand in Chicago, Illinois geboren. Ihr Vater ist Wanderprediger; die Familie zieht durch die Kleinstädte des Mittelwestens, ehe sie sich in der Nähe von Pennsylvania niederlässt. Schon früh begeistert sie sich für die Schauspielerei. Während der Schulzeit ist sie Mitglied in einer Theatergruppe, steht unter anderem als Lady Macbeth vor der Kamera. Sie nimmt an Schauspielkursen am Bethany College in West Virginia teil und studiert nach ihrer Schulausbildung an der Drama School in Yale. Danach beginnt sie ihre Karriere als Bühnenschauspielerin, ist am Broadway zu sehen unter anderem in "Endstation Sehnsucht" von Tennessee Williams. Für ihre Darstellung wird sie mit dem renommierten Tony-Award nominiert. Erste TV-Auftritte schließen sich an, unter anderem in den Polizei-Serien "Hill Street Blues" (1985) und "Leg Work" (1987) bekannt.

Bereits mit ihrer zweiten Arbeit vor der Kino-Kamera gelingt ihr sofort der Sprung nach Hollywood. In BLOOD SIMPLE - EINE MÖRDERISCHE NACHT (1983) von Joel Coen und Ethan Coen spielt sie eine Ehefrau, die ihrem Mann untreu wird. Mehrmals wird sie mit den Regie-Brüdern noch zusammenarbeiten. In ARIZONA JUNIOR (1987) gibt sie eine komische Nachbarin, eine Sekretärin spielt sie in MILLERS CROSSING (1990) und als Ehefrau überzeugt sie in THE MAN WHO WASNT THERE (2001). Eine Hauptrolle verkörpert sie in FARGO (1995), ihrem bisher größtem Erfolg, denn für die Darstellung einer hochschwangeren Polizistin, die in der verschneiten amerikanischen Provinz von North Dakota eine Entführung und drei Morde aufklärt, erhält sie einen Oscar als Beste Hauptdarstellerin. Hier bietet die Schauspielerin viel schwarzen Humor, gepaart mit den makaberen Ideen der Regisseure erhält der Film Kultstatus.

Nicht nur für die Coen-Brüder wird Frances McDormand eine angesagte Darstellerin. Bereits in dem Politthriller MISSISSIPPI BURNING - DIE WURZEL DES HASSES (1988) unter der Regie von Alan Parker kann sie ein großes Publikum überzeugen. Sie spielt die verprügelte Ehefrau einen Ku-Klux-Klan Mitgliedes, die sich gegen alle Widrigkeiten zum Trotz für die gute Seite entscheidet und ihren Mann verrät. Für diese Rolle wird sie als Beste Nebendarstellerin für den Oscar nominiert. In vielen Fällen sind die Rollen der Frances McDormand nicht groß, aber ihr gelingt es, einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen. So besteht sie in dem Robert Altman-Film SHORT CUTS (1993) neben zahlreichen Stars. Der Abenteuerfilm RANGOON (1995) von John Boorman blickt auf die politische Situation in Burma. In dem Thriller ZWIELICHT (1995) unter der Regie von Gregory Hoblit agiert sie als Psychologin Dr. Molly Arrington neben den Stars Richard Gere und Edward Norton. In dem Kriegsdrama PARADISE ROAD (1997) von Bruce Beresford versucht sie als deutsch-jüdische Ärztin mit anderen europäischen Frauen in einem Flüchtlingslager im Dschungel von Sumatra zu überleben. Sie gründen einen Chor. In ALMOST FAMOUS - FAST BERÜHMT (2000) von Cameron Crowe gibt sie eine besorgte Mutter, die ihren frühreifen Sohn auf USA-Tournee mit einer aufstrebenden Rockband schickt. Auch hierfür wird mit der Nominierung für einen Oscar als Beste Nebendarstellerin belohnt.

Auch im neuen Jahrtausend bricht die erfolgreiche Karriere der Schauspielerin nicht ab. In dem Indepententfilm LAUREL CANYON (2002) von Lisa Cholodenko spielt sie Jane, Plattenproduzentin, die noch immer mit der Aufnahme einer Hitsingle für eine junge aufstrebende Rockband beschäftigt ist und eine Affäre mit einem weit jüngeren Bandleader beginnt. Ihr erwachsener Sohn (gespielt von Christian Bale) ist damit gar nicht einverstanden. Kritiker schwärmen von der sensationellen Performance der Hauptdarstellerin. In der Komödie WAS DAS HERZ BEGEHRT (2003) von Nancy Meyers spielt sie die Schwester und Freundin der alternden Bühnenautorin. Nochmals kann Frances McDormand 2006 eine Oscar-Nominierung als Beste Nebendarstellerin erhalten. An der Seite von Charlize Theron spielt sie in KALTES LAND (2005) von Niki Caro eine Bergarbeiterin, die ihrer Freundin beim Kampf gegen die diskriminierende Behandlung durch die Minengesellschaft beisteht. Abermals steht sie gemeinsam mit der Schauspielerin in dem Science Fiction AEON FLUX (2006) von Karyn Kusama vor der Kamera. In dem Darsteller-Ensemble von FRIENDS WITH MONEY (2006) unter der Regie von Nicole Holofcener überzeugt sie nebenJennifer Aniston und Joan Cusack.

Seit 1984 ist Frances McDormand mit dem Regisseur Joel Coen verheiratet. Gemeinsam adoptieren sie 1995 den zweijährigen Pedro aus Paraguay. Die Familie lebt in New York.

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