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Heino Ferch

Heino Ferch
Darsteller

* 18. August 1963
Bremerhaven
Deutschland

HEINO FERCH • Biographie Seite 1/1

Heino Ferch gehört seit den 1990er Jahren zu den besten Schauspielern Deutschlands. Die drei ersten Jahre des neuen Jahrhunderts zählen zu seinen erfolgreichsten, in denen der Schauspieler jeden wichtigen deutschen Preis für Film und Fernsehen erhalten hat. Weil er seinem amerikanischen Schauspielkollegen ähnlich sieht, wird Heino Ferch auch häufig als "Deutscher Bruce Willis" bezeichnet.

Heino Ferch wird am 18. August 1963 in Bremerhaven geboren. Sein Vater ist Marinesoldat. In seiner Jugend ist er als Kunsturner unterwegs. Während seiner Schulausbildung nimmt er als 15jähriger an einer Theateraufführung des Muscials "Can Can" in seiner Heimatstadt teil. Eigentlich werden vier Turner gesucht, die akrobatische Kunststücke vorführen sollen, aber neben der Akrobatik interessiert er sich dann mehr und mehr für das Schauspiel. Danach will Heino Ferch unbedingt Schauspieler werden. Nach seinem Abitur wird er an den Schauspielschulen in Zürich und Salzburg angenommen, lernt Gesang, Steptanz und Ballett.

1987 debütiert der Schauspieler an der Freien Volksbühne in Berlin. In der Folge wird er in Berlin ein gefragter Darsteller, arbeitet an unterschiedlichen Theatern unter anderem mit den Regisseuren Peter Zadek, Hans Neuenfels oder Katharina Thalbach zusammen. Er spielt bei den Salzburger Festspielen, am Wiener Burgtheater oder an der Mailänder Scala.

Seit Anfang der 1990er Jahre arbeitet Heino Ferch auch verstärkt für die große und kleine Leinwand. Am Anfang seiner Filmkarriere stehen kleinere Rollen in TV-Serien und -Reihen etwa in "Der Alte" (1985 und 1987). Seine erste Hauptrolle beim Fernsehen spielt er 1988 in einer Episode der Krimiserie "Die Männer vom K3." Im selben Jahr gibt er auch sein Kinodebüt in Peter Schamonis SCHLOß KÖNIGSWALD (1988).

Dem Schauspieler wird Vielseitigkeit und Wandlungsfähigkeit bescheinigt. Ab Mitte der 1990er Jahre ist sein Gesicht in vielen Filmen zu sehen, 1997 spielt er gleich sieben wichtige Rollen in nicht minder wichtigen Filmen. Beim Publikum überaus erfolgreich wird er als schwächlicher Kollegen in dem TV-Film "Wer Kollegen hat, braucht keine Feinde" (1995). Der Film erhält eine Nominierung für den Adolf Grimme-Preis. Regisseur Volker Schlöndorff besetzt ihn als lautstarken Fanatiker Obersturmbannführers Raufeisen in DER UNHOLD (1995). In WINTERSCHLÄFER (1997) unter der Regie von Tom Tykwer verkörpert er die Rolle des kräftigen und zugleich sensiblen Marco. In dem Thriller STRAIGHT SHOOTER (1999) von Thomas Bohn spielt er an der Seite von Dennis Hopper einen amoklaufenden Ex-Fremdenlegionär. Für die Darstellung des polnischen Opernsängers Roman Cycowski in COMEDIAN HARMONIST (1997) von Joseph Vilsmaier erhält er den Bayerischer Filmpreis 1998.

In dem TV-Zweiteiler "Der Tunnel" spielt Heino Ferch den DDR-Schwimmstar Harry Melchior, der es schafft, durch die Kanalisation nach Westberlin zu fliehen. Um seine Schwester Lotte nachzuholen, gräbt er mit anderen einen 32m langen Tunnel nach Ostberlin. Kritiker und ein Millionenpublikum sind von dem Film begeistert. Besonders Heino Ferch wird mit Lob überschüttet, er erhält den Bayerischer Fernsehpreis 2001 und die Goldene Kamera 2002 auf der Berlinale. Aus Großproduktionen und Eventfilmen der öffentlichen wie privaten Sender ist Heino Ferch nicht mehr wegzudenken. Er spielt Albert Speer in dem Kassenerfolg DER UNTERGANG (2004) von Oliver Hirschbiegel, steht in dem Zweiteiler "Die Luftbrücke - Nur der Himmel war frei" vor der Kamera. Zahlreich sind seine Auftritte in politisch brisanten Stoffen, so etwa in de Fernsehfilm "Mord am Meer".

In der Folge ist er an vielen großen Produktionen in Deutschland und auch international beteiligt. In dem französischen TV-Vierteiler "Napoleon" spielt er den loyalen Feldherrn Armand Augustin Louis, Marquis de Caulaincourt an der Seite Napoleons. Internationale Stars wie John Malkovich, Isabella Rossellini oder Gérard Depardieu sind ebenso dabei. In einem weiteren europäisch-amerikanischen TV-Zweiteiler über das Leben von Julius Cäsar spielt er dessen gallischen Widersacher Vercingetorix.

Von 1990 bis 1999 lebt er mit der Schauspielerin Suzanne von Borsody zusammen. Gemeinsam mit einer Berliner Ärztin hat er eine Tochter, die 2000 geboren wird. 2005 heiratet er Marie-Jeanette Steinle, Vielseitigkeitsreiterin. Seitdem lebt er mit seiner Familie am Ammersee in Bayern.

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