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Volkmar Kleinert

Volkmar Kleinert
Darsteller

* 20. September 1938
Dresden
Deutschland

VOLKMAR KLEINERT • Biographie Seite 1/1

Er spielt fast immer die Schurken, die kleinen Ganoven, die zynischen Alleskönner. Volkmar Kleinert ist seit den 1960er Jahren in Kinofilmen der DEFA präsent, zeigt sein markantes Gesicht oft auch im Fernsehen der DDR. Er schafft es, das Image des Bösewichts abzulegen und sich mit überzeugenden Darstellungen als Charakterschauspieler zu präsentieren.

Volkmar Kleinert wird am 20. September 1938 in Dresden geboren. Er wird musisch erzogen, seine Mutter ist Opernsängerin. Früh lernt er Klavier. Nach seiner Schulabschluß beginnt er 1957 eine Schauspielausbildung an der Theaterhochschule in Leipzig.

Nach seinem Abschluß 1960 führen ihn erste Engagements an die Theaterbühnen von Eisennach, später nach Chemnitz. Dort trifft er den Schauspieler und Regisseur Wolfgang Heinz, der mit der Titelrolle des PROFESSOR MAMLOCK (1961) in dem gleichnamigen Film von Konrad Wolf großen Erfolg feiert und den jungen Schauspieler an das Deutsche Theater nach Berlin holt. Seitdem ist Volkmar Kleinert Mitglied des Ensembles und ist dort an wichtigen Inszenierungen des Hauses beteiligt. Er spielt unter der Regie von Benno Besson, Adolf Dresen, Alexander Lang oder Thomas Langhoff in Stücken wie "Die Dreigroschenoper", "Heinrich der IV" oder "Der Besuch der alten Dame". Derzeit ist der Schauspieler unter anderem in der Wiederauffühung von "Nathan, der Weise" in der Regie von Friedo Solter zu sehen.

Ende der 50er Jahre arbeitet Volkmar Kleinert auch für die DEFA. Er erhält eine kleine Nebenrolle in dem Film VERWIRRUNG DER LIEBE (1959) in der Regie von Slatan Dudow. Nach einer längeren Pause beginnt seine eigentliche Arbeit für die DEFA Mitte der 1960er Jahre. In Gegenwartsstoffen wie LEBEN ZU ZWEIT (1968) von Hermann Zschoche oder ZEIT DER STÖRCHE (1971) von Siegfried Kühn ist er zu sehen. Aber sein bevorzugtes Arbeitsfeld ist das Fernsehen der DDR. Zahlreich sind seine Auftritte in Serie wie "Polizeiruf 110" oder "Der Staatsanwalt hat das Wort". Bald wird er zum beliebten Schauspieler. Auch nach dem Fall der Mauer ist sein Einsatz auf der kleinen Leinwand ungebrochen, nur heißen die Serien jetzt "Tatort" oder "Der Clown".

Auch in Kinofilmen ist der Schauspieler am Ausgang des 20. Jahrhunderts wieder präsent. Volkmar Kleinert spielt in dem Film über die Wende HELDEN WIE WIR (1999) nach dem gleichnamigen Erfolgsroman von Thomas Brussig die Rolle des Wunderlich. In dem Oscar-Gewinner Das Leben der Anderen (2006) gibt er den Regisseur Albert Jerska, gegen den das SED-Regime ein Berufsverbot verhängt. Er bringt sich schließlich um.

Volkmar Kleinert lebt gemeinsam mit der Schauspielerin Regina Beyer in Berlin.

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