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Karl Michael Vogler

Karl Michael Vogler
* 28. August 1928
Remscheid
Deutschland
† 09. Juni 2009
Seehausen
Deutschland
andere Namen Karl-Michael Vogler

KARL MICHAEL VOGLER • Biographie Seite 1/1

Mitte der 1960er Jahre verkörpert der Schauspieler Karl-Michael Vogler auf der großen Leinwand bevorzugt deutsche Offiziere, tritt in Komödien oder aufwendig produzierten Dramen auf. In dieser Zeit gehört er zu den wenigen deutschen Gesichtern, die in internationalen Produktionen - wenn auch nur in Nebenrollen - zu sehen sind.

Karl Michael Vogler wird am 28. August 1928 in Remscheid geboren. Nach seiner Schulausbildung studiert er Kunstgeschichte, Psychologie und Germanistik. Schon während seines Studium interessiert er sich für die Schauspielerei. Er nimmt Unterricht. Ab 1950 steht er dann auf der Bühne, im Exl in Insbruck.

Während der nächsten Jahre erspielt sich der junge Schauspieler ein umfangreiches Repertoire an verschiedenen deutschsprachigen Bühnen. Er arbeitet in Osnabrück am Theater, steht auf den Städtischen Bühnen von Freiburg, im Breisgau oder spielt in Heidelberg. 1964 geht er nach München an die dortigen Kammerspiele. Bald zählt er zum den festen Ensemble-Mitglieder. Er gibt Gastspiele, geht auf Tourneen.

Ende der 1950er Jahre wird der Film auf Karl Michael Vogler aufmerksam. Er bekommt kleine Rollen angeboten. Unter anderem spielt er in EIN MANN GEHT DURCH DIE WAND (1959) an der Seite von Heinz Rühmann.

Mitte der 1960er Jahren hat der Schauspieler einen seiner größten Leinwanderfolge, der über Jahre hinweg das Publikum zum Lachen bringt. Der englische Regisseur Ken Annakin holt in für seine Satire DIE TOLLKÜHNEN MÄNNER MIT IHREN FLIEGENDEN KISTEN (1964) nach Großbritanien. Statt auf dem Siegerpodest, landet allerdings die Mehrheit der tollkühnen Männer in Heuschobern, Misthaufen und Sickergruben. Die Figur, die Karl-Michael Vogler verkörpert - Hauptmann Rumpelstoss - leidet permanent unter Duchfall. Der Film wird nicht nur im Kino ein durchschlagender Erfolg, sondern auch für die Karriere des Schauspielers. In der Folge erhält er mehrere ausländische Angebote.

Gleich ein Jahr später spielt er in einem weiteren englischen Streifen über die Luftfahrt als Offizier mit. In dem aufwendig produziertem Film DER BLAUE MAX (1965) vom englischen Regisseur John Guillermin werden besonders die hervorragenden Luftaufnahmen geschätzt. Zu einer seiner letzten Rollen auf der großen Leinwand gehört der Generalmarschall Rommel in dem mehrfach Oscar-prämierten Werk PATTON - PANZER NACH VORN (1970). Er spielt an der Seite solcher großen Schauspieler wie George C. Scott und Karl Malden.

Ab den 1970er Jahren ist Karl Michael Vogler viel im Fernsehen zu sehen. Er spielt in TV-Serien wie "Kara Ben Nemsi Effendi" oder "Ein Mann will nach oben". Seine bevorzugte Leidenschaft ist aber wieder das Theater. Außerdem wird er ein bekannter Rezitator, bespricht Schallplatten mit deutschen Gedichten zur Weihnachtszeit oder gibt Vortragsabende im ganze Land.

Seit 1953 war der Schauspieler verheiratet. Aus der Ehe gehen drei Kinder hervor. Karl Michael Vogler stirbt am 9. Juni 2009 in seinem Haus in Seehausen.

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