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Gerda Maurus

Gerda Maurus
Mitarbeit, Darsteller

* 25. August 1903
Wien
Österreich
† 30. Juli 1968
Düsseldorf
Deutschland
andere Namen Gertrud Maria Pfiel

GERDA MAURUS • Biographie Seite 1/1

Ihr eindringlicher Blick verzaubert und verführt, damals am Ende der Stummfilmtage den Regisseur Fritz Lang und heute das Filmmuseum in Potsdam. Letztere wählten die faszinierenden Augen der Gerda Maurus für ihr Logo aus, obwohl die Filmkarriere der Schauspielerin kurz ist und die wenigsten sich an die Heldin der Fritz Lang-Filme erinnern.

Als Gertrud Maria Pfiel wird Gerda Maurus am 25. August 1903 in Breitenfurt, Kroatien geboren. Kindheit und Jugend verbringt sie in Wien. Mit 15 Jahren beginnt sie an Wiener Bühnen zu arbeiten. 1922 tritt sie in München am Volkstheater auf, später in Nürnberg und wieder in Wien. Ende der 20er Jahre spielt sie auch Theater in Berlin, am Deutschen Theater oder an den Kammerspielen.

1926 kommt Gerda Maurus zum Film. Der Regisseur Fritz Lang - immer auf der Suche nach neuen unverbrauchten Gesichtern - entdeckt sie in der Theaterinszenierung "Die Eunuchenbraut" und engagiert sie für die weibliche Hauptrolle in seinem Film SPIONE (1928). Aus beiden wird während der Dreharbeiten ein Liebespaar. Die Liebesgeschichte führt zum endgültigen Bruch zwischen Fritz Lang und Thea von Harbou, seiner langjährigen Partnerin und Ehefrau. Mit dem Film SPIONE wird Gerda Maurus über Nacht zum Star. Auch in der zweiten Zusammenarbeit mit Fritz Lang, in der sie die weibliche Hauptrolle in DIE FRAU IM MOND (1928) übernimmt, ist sie an der Seite ihres Filmpartners Willy Fritsch außerordentlich erfolgreich.

In einer Reihe von Tonfilmen erhält Gerda Maurus die Hauptrolle, u.a. DER SCHUß IM TONFILMATELIER (1930) oder DER DSCHUNGEL RUFT (1935). An ca. 20 Filmen arbeitet sie bis 1939 mit, doch mit keinem kann sie an ihren Erfolg in den Fritz Lang-Inszenierungen anschließen. Die Schauspielerin konzentriert sich mehr und mehr auf die Bühnenarbeit. Sie spielt am Deutschen Theater in Berlin, am Theater in der Josefstadt in Wien oder in München, Düsseldorf. Bis kurz vor ihrem Tod steht sie dort auf der Bühne.

Nach dem II. Weltkrieg arbeitet Gerda Maurus noch an drei westdeutschen Filmproduktionen mit, aber etwa wie ihre Schauspielkolleginnen Brigitte Horney oder Marika Rökk feiert sie kein Comeback.

Ab 1937 ist die Schauspielerin mit dem Regisseur Robert A. Stemmle verheiratet.
Ihre Tochter Feline wird 1943 geboren.
Am 30. Juli 1968 stirbt Gerda Maurus in Düsseldorf.

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