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Angelika Hauff

Angelika Hauff
Darsteller

* 15. Dezember 1923
Wien
Österreich
† 03. Dezember 1983
Wien
Österreich
andere Namen Angelika Hauff-Nagl; Alice Paula Marie Suchanek; Alice Suchanek

ANGELIKA HAUFF • Biographie Seite 1/1

Als eine der wenigen Österreicherinnen ist die Schauspielerin Angelika Hauff in Filmen der ostdeutschen Produktionsfirma DEFA zu sehen. Sie spielt in der beim Publikum sehr erfolgreichen Operverfilmung FIGAROS HOCHZEIT (1949) die weibliche Hauptfigur. Aber ihre Auftritte beim westdeutschen Film in den 50er Jahren sind häufiger, auch wenn der Schauspielerin der ganz große Durchbruch versagt bleibt.

Angelika Hauff wird am 15. Dezember 1923 in Wien geboren. Ihr eigentlicher Name ist Alice Paula Marie Suchanek. Bereits sehr früh zeigt sich ihr musisches Talent. Mit 5 Jahren tritt sie auf der Bühne der Wiener Staatsoper auf. Dort erhält sie seit frühester Kindheit auch ihre klassische Ballettausbildung. Neben dem Tanzen ist das Singen ihre Leidenschaft. Außerdem besucht die junge Künstlerin das Schauspielseminar von Max Reinhardt.

Mit 20 Jahren debütiert Angelika Hauff beim Film. In dem erfolgreichen Artistenfilm ZIRKUS RENZ (1943) spielt sie an der Seite der gestandenen Mimen René Deltgen und Paul Klinger. Als junge Artistin Bettina, um die sich die beiden Zirkus-Männer streiten, überzeugt sie unter der Regie von Arthur Maria Rabenalt sofort Publikum wie Kritiker. In der Folge kann sie bis zum Kriegsende 1945 noch in vier weiteren Filmen vor der Kamera stehen.

Nach dem II. Weltkrieg arbeitet die junge Künstlerin in beiden Teilen Deutschlands. Bei der DEFA hat sie durch ihren Auftritt in den Operverfilmungen FIGAROS HOCHZEIT (1949) Erfolg. Sie spielt die Kammerzofe Susanna, um die sich die Männer balgen. Angelika Hauff ist noch an weiteren DEFA-Filmen beteiligt. Da sie zu jung ist, um tief in den nationalsozialistischen Film verstrickt zu sein und da sie keine hohen Gagen fordert, ist sie beim DEFA-Besetzungsbüro eine gern gesehene Schauspielerin. In der realistischen Arzt-Biographie SEMMELWEIS - RETTER DER MÜTTER (1950) steht sie an der Seite von Karl Paryla vor der Kamera. Neben der Alt-Meisterin Henny Porten ist sie in der ostdeutschen-schwedischen Ko-Produktion DAS FRÄULEIN VON SCUDERIE (1955) zu sehen.

Aber der eigentliche Arbeitsschwerpunkt der Schauspielerin liegt in Westdeutschland und Österreich. Dort spielt Angelika Hauff in zahlreichen Lustspielen, ist in zeitgenössischen Heimtfilmen zu sehen und spielt in Filmen, die die österreichische Geschichte anhand kleiner Erzählungen verniedlichen wie etwa KAISERWALZER (1953) in der Regie des überaus produktiven Franz Antel. Ihre Filmarbeiten führen die Schauspielerin auch nach Brasilien und Italien. Mitte der 50er Jahre beendet sie allerdings ihre Karriere beim Film. Für zwei Produktionen kehrt sie Ende der 70er Jahre nochmals vor die Kamera zurück.

Seit Mitte der 50er Jahre arbeitet die Schauspielerin verstärkt für das Theater. Sie wird Ensemble-Mitglied des Burgtheaters in Wien. Mit Gastspielen reist sie auch durch Deutschland, spielt u.a. am Schloßpark-Theater Berlin, an den Kammerspielen in München oder auch im Theater am Central in Zürich. In ihren letzten Lebensjahren gründet Angelika Hauff den "Verein zur Pflege christlicher Theaterkultur". Für die Theateraufführungen in kirchlichen Einrichtungen in Wien kann sie auch bedeutende Schauspiel-Kollegen gewinnen.

Angelika Hauff stirbt am 03. Dezember 1983 in ihrer Heimtstadt Wien.

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