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Carola Braunbock

Carola Braunbock
Darsteller

* 09. Januar 1924
Wscherau, Böhmen
† 04. Juli 1978
Berlin
Deutschland
andere Namen Carla Braunbock

CAROLA BRAUNBOCK • Biographie Seite 1/1

Jedes Jahr um die Weihnachtszeit können die Zuschauer mehrmals die Schauspielerin Carola Braunbock auf der kleinen Leinwand sehen. Durch ihre Darbietung der bösen Stiefmutter, die ihre eigene Tochter bevorzugt und das Aschenbrödel arbeiten läßt, ist die Schauspielerin in DREI HASELNÜSSE FÜR ASCHENBRÖDEL (1974) unvergessen.

Carola Braunbock wird am 09. Januar 1924 in Wscherau, Böhmen geboren. Über ihren familären und beruflichen Hintergrund ist derzeit nichts bekannt.
Anfang der 50er Jahre kommt die junge Schauspielerin nach Berlin (Ost). Sie erhält ein Engagement an der Volksbühne, spielt auch auf der Bühne des Berliner Ensembles. Später gibt sie zahlreiche Gastspiele, unter anderem in Halle.

Seit ihrer Ankunft in Berlin ist die Schauspielerin auch bei der DEFA beschäftigt. Sie spielt in dem Filmklassiker DER UNTERTAN (1951) von Wolfgang Staudte die Schwester Dietrichs Emmi Heßling an der Seite von Werner Peters. Ihre Darstellung wird von Kritikern wie Herbert Ihering gelobt, aber Carola Braunbock erhält in der Folge keine adäquaten Rollen. Meist spielt sie schrullige Nebenfiguren wie Schwiegermütter, Witwen oder Bäuerinnen. Sie ist unter anderem noch in den DEFA-Filmen MIR NACH, CANAILLEN (1964) als Baronin an der Seite von Manfred Krug zu sehen oder in dem Jugendfilm SIEBEN SOMMERSPROSSEN (1978) als Köchin im Kinderferienlager.

In der "Stacheltierparade", einer Kurzfilm-Reihe, die zwischen 1953 und 1964 von einer Produktionsgruppe innerhalb der DEFA produziert wird, tritt Carola Braunbock unter anderem in dem Kurzfilm TRÄUME SIND SCHÄUME? (1963) auf.

Jedes Jahr zur Weihnachtszeit sehen die Zuschauer Carola Braunbock als böse Schwiegermutter in DREI HASELNÜSSE FÜR ASCHENBRÖDEL (1974). Die Ko-Produktion der DEFA mit dem Filmstudio Barrandov zählt heute zu einem der erfolgreichsten Märchenfilmen, der zwischen Weihnachten und Neujahr mehrfach auf verschiedenen TV-Sendern ausgestrahlt wird.

Seit den 70er Jahren spielt Carola Braunbock auch für das Fernsehen der DDR. Wie fast alle Schauspieler ist sie in der erfolgreichen Fernsehserie "Polizeiruf 110" zu sehen, unter anderem in der Episode "Verbrannte Spur" (1972). In dem TV-Spiel "Hochzeit in Weltzow" übernimmt sie ebenfalls eine Rolle. An dem überaus erfolgreichen Vierteiler "Daniel Druskat" (1975) ist sie ebenso beteiligt.
Außerdem arbeitet Carola Braunbock häufig als Sprecherin für das Radio. Sie spricht in dem Hörspiel "Burattino" die Tortilla und in "Vier Frauen eines Sonntags" die Wirtin. In dem Märchen von Hans Christian Andersen "Die Nachtigall" leiht sie der Mutter ihre Stimme.

Carola Braunbock stirbt am 04. Juli 1978 in Berlin im Alter von nur 54 Jahren.

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