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Jeff Bridges

Jeff Bridges
Darsteller, Produzent

* 04. Dezember 1949
Los Angeles (Kalifornien)
USA
andere Namen Jeffrey Leon Bridges

JEFF BRIDGES • Biographie Seite 1/1

Der Weg von Jeff Bridges ist schon bei seiner Geburt praktisch vorgezeichnet, stammt er doch aus einer Familie, die im Showbusiness zuhause ist. In über 40 Jahren im Schauspielgeschäft, in denen er in zahlreichen Filmen mitwirkt, zeigt Jeff Bridges, dass er wohl das begabteste Familienmitglied ist.

Geboren wird Jeffrey Leon Bridges am 04. Dezember 1949 in Los Angeles, Kalifornien. Sein Vater Lloyd Bridges ist Schauspieler, seine Mutter Dorothy Bridges Drehbuchautorin und ebenso Schauspielerin. Gemeinsam mit seinem älteren Bruder Beau Bridges und seiner Schwester Lucinda Bridges wächst Jeff Bridges in Holmby Hills, Los Angeles, auf. Sein anderer Bruder Garrett Myles Bridges stirbt noch vor Jeff Bridges Geburt. Er besucht die University High School in Los Angeles. Nach seinem Abschluss zieht er nach New York, um dort im renommierten Herbert Berghof Studio das Schauspiel zu erlernen.

Zu diesem Zeitpunkt hat Jeff Bridges jedoch bereits seine ersten Schritte im Film- und Fernsehgeschäft gemacht – obwohl er bei seiner Premiere noch nicht einmal laufen kann. Mit gerade einmal vier Monaten wirkt er an der Seite seines Bruders Beau Bridges und seiner Mutter Dorothy Bridges in dem Film AUF BEWÄHRUNG FREIGELASSEN (1951) von John Cromwell mit. Ein paar Jahre später ermöglicht sein Vater ihm durch die Serien Abenteuer unter Wasser (1958 – 1961) und The Lloyd Bridges Show (1962 – 1963), in denen Lloyd Bridges jeweils die Hauptrolle spielt, die nächsten schauspielerischen Darbietungen. Gemeinsam mit seinem Papa geht Jeff Bridges anschließend mit dem Stück Anniversary Waltz auf Theatertournee.

Seine Filmkarriere kommt wiederum durch seinen Vater Lloyd Bridges ins Rollen, nachdem Jeff Bridges in IN EINER NACHT WIE DIESER (1969) unter der Regie von Daniel Petrie mitspielt. In diesem Film ist er der junge John Sparrow, der in einer Rückblende auftaucht. Die alte Version dieses Charakters wird von Lloyd Bridges verkörpert. Seine erste größere Rolle in HALLS OF ANGER (1970) von Paul Bogart spielt er ganz ohne Unterstützung seines bekannten Vaters. Ein Jahr später schafft Jeff Bridges es, sich die erste Hauptrolle zu angeln. DIE LETZTE VORSTELLUNG (1971), eine Adaption des Romans von Larry McMurty, die von Starregisseur Peter Bogdanovich auf die Leinwand gebracht wird, bedeutet für den jungen Schauspieler den Durchbruch. Seine Leistung wird hochgelobt und er bekommt als Lohn eine Nominierung für den Oscar als Bester Nebendarsteller, den er jedoch nicht gewinnt.

Für Jeff Bridges war dies dennoch der Start in eine aussichtsreiche Zukunft. In den Folgejahren spielt er unter anderem unter der Regie des legendären John Huston in FAT CITY (1972), in DER LETZTE HELD AMERIKAS (1973) von Lamont Johnson und an der Seite von Clint Eastwood in der Actionkomödie DIE LETZTEN BEISSEN DIE HUNDE (1974), bei der Michael Cimino Regie führt. Hierfür erhält Jeff Bridges seine zweite Oscarnominierung als Bester Nebendarsteller, geht jedoch wiederum leer aus, da in diesem Jahr Robert de Niro für seine Leistung in DER PATE - 2. TEIL (1974) die Goldstatuette erhält. Äußerst erfolgreich ist auch KING KONG (1976) von John Guillermin. Das Remake entpuppt sich als Kassenknüller, und Jeff Bridges kann sich eine weitere bedeutsame Arbeit in seinen Lebenslauf schreiben.

Durch den Flop HEAVEN'S GATE – DAS TOR ZUM HIMMEL (1980), bei dem Jeff Bridges wieder mit Regisseur Michael Cimino zusammenarbeitet, erhält die Karriere des Schauspielers einen leichten Dämpfer. Die Scharte, die der gleichermaßen gelobte wie kritisierte Spätwestern verursacht, kann Jeff Bridges allerdings schnell auswetzen. Der revolutionäre, da zu größeren Teilen computergenerierte Science-Fiction-Film TRON (1982), gedreht von Steven Lisberger, lässt HEAVEN’S GATE – DAS TOR ZUM HIMMEL vergessen. Dass die Laufbahn von Jeff Bridges nicht gelitten hat, zeigt die dritte Oscarnominierung, die er als Hauptdarsteller des Films STARMAN (1984) von John Carpenter erhält. Aber auch diesmal bleibt ihm der Gewinn versagt, die Auszeichnung geht an F. Murray Abraham, der in AMADEUS (1984) von Milos Forman in der Rolle als Mozarts Kontrahent Antonio Salieri glänzt.

Die größte aller Ehrungen bleibt Jeff Bridges bis dahin zwar noch verwährt, seine Freude am Schauspielberuf schmälert das jedoch nicht. In TUCKER – EIN MANN UND SEIN TRAUM (1988) von Francis Ford Coppola trifft er wieder auf seinen Vater Lloyd Bridges, der in dem Biopic einen kleinen Auftritt hat. Der Film wird mehrfach für den Oscar nominiert, Jeff Bridges wird allerdings nicht für einen der begehrten Preise vorgeschlagen. Dies gelingt ihm auch nicht mit DIE FABELHAFTEN BAKER BOYS (1989) von Steve Kloves, wo er zusammen mit Michelle Pfeiffer und seinem Bruder Beau Bridges sein musikalisches Talent beweist, TEXASVILLE (1990), der auch von Peter Bogdanovich gedrehten Fortsetzung von DIE LETZTE VORSTELLUNG, oder KÖNIG DER FISCHER (1991) von Terry Gilliam. Immerhin wird er für AMERICAN HEART – DIE ZWEITE CHANCE (1992), einer Vater-Sohn-Geschichte von Martin Bell, mit dem Independent Spirit Award ausgezeichnet. Dieser Film verschafft Jeff Bridges den Ruf als unterschätzter Schauspieler, allerdings ändert sich dadurch vorerst wenig. Er spielt in FEARLESS – JENSEITS DER ANGST (1993) von Peter Weir den Architekten Max Klein, der nach einem Flugzeugunglück sein Leben vollkommen anders betrachtet. Der Film und Hauptdarsteller Jeff Bridges werden gleichermaßen gelobt. Im Anschluss verkörpert er im Actionthriller EXPLOSIV – BLOWN AWAY (1994) von Stephen Hopkins einen Bombenentschärfer, der es mit einem gefährlichen Irren, dargestellt von Tommy Lee Jones, zu tun bekommt. In diesem Film spielt Jeff Bridges ein letztes Mal an der Seite seines Vaters Lloyd Bridges, bevor dieser vier Jahre später verstirbt.

1998 spielt Jeff Bridges in THE BIG LEBOWSKI der Brüder Joel Coen und Ethan Coen die Hauptfigur. Der "Dude" ist eine der Rollen seines Lebens, der skurrile Charakter, den Jeff Bridges in unwiderstehlicher Manier verkörpert, wird zur Kultfigur. Der Komödie lässt Jeff Bridges mit ARLINGTON ROAD (1999) von Mark Pellington und RUFMORD – JENSEITS DER MORAL (2000) von Rod Lurie Thriller folgen. Für letztgenannten Film wird er wiederum in der Kategorie Bester Nebendarsteller für den Oscar nominiert, bekommt ihn auch diesmal aber nicht. Ein Jahr später spielt Jeff Bridges in K-PAX (2001) von Iain Softley neben Kevin Spacey die Hauptrolle. Bei TIDELAND (2005) arbeitet er ein weiteres Mal mit Regisseur Terry Gilliam zusammen. Das Blockbusterkino erobert Jeff Bridges als Obadiah Stane in IRON MAN (IRON MAN Trailer) (2008) von Jon Favreau. Der Sympathieträger agiert in diesem Film als Antagonist, etwas, das er äußerst selten macht.

Der auf der gleichnamigen Comicreihe basierende Film ist ein internationaler Erfolg, was für Jeff Bridges aber kein Grund ist, fortan in weiteren Großproduktionen mitzuwirken. Stattdessen spielt er zusammen mit etlichen anderen männlichen Hollywoodstars wie George Clooney und Ewan McGregor in MÄNNER, DIE AUF ZIEGEN STARREN (MÄNNER, DIE AUF ZIEGEN STARREN Trailer) (2009) von Grant Heslov mit. Zwar ist auch dieser Film nicht gering budgetiert, bewegt sich jedoch in anderen Dimensionen als der Actionhit IRON MAN (IRON MAN Trailer). Auch CRAZY HEART (CRAZY HEART Trailer) (2009) von Scott Cooper entsteht mit weniger Produktionskosten. Der Erfolg ist allerdings riesengroß, vor allem für Jeff Bridges. Seine Darstellung des alkoholkranken Country-Sängers Bad Blake bringt ihm im fünften Anlauf den verdienten Oscar ein. Im Jahr 2010 spielt Jeff Bridges in zwei weiteren erfolgreichen Filmen mit. Zum einen in TRON: LEGACY (TRON: LEGACY Trailer) von Joseph Kosinski, der Fortsetzung des Films TRON aus dem Jahr 1982, in dem Jeff Bridges damals die Hauptrolle inne hat, zum anderen in TRUE GRIT (TRUE GRIT Trailer). Die Regie des Spätwestern haben Joel Coen und Ethan Coen, die Jeff Bridges Jahre vorher in THE BIG LEBOWSKI (1998) als den "Dude" besetzt haben. Auch diesmal ist die gemeinsame Arbeit sehr fruchtbar und Jeff Bridges erhält wiederum eine Oscarnominierung. Die Wiederholung des Awardgewinns glückt ihm aber nicht.

Jeff Bridges ist seit 1977 mit Susan Geston verheiratet, die er während der Dreharbeiten zu RANCHO DELUXE (1975) von Frank Perry in einem Restaurant, in dem sie zu diesem Zeitpunkt kellnert, kennen lernt. Das Paar hat drei Töchter: Isabelle Annie Bridges kommt am 06. August 1981 zur Welt, Jessica Lily Bridges am 14. Juni 1983, und Haley Roselouise Bridges komplettiert die Familie am 17. Oktober 1985.

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Autor: Nils Pape
Stand: Oktober 2012

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