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Felix Bressart

Felix Bressart
Darsteller

* 12. März 1892
Eydtkuhnen, Ostpreußen
Deutschland
† 17. März 1949
Hollywood (Kalifornien)
USA
andere Namen Felix Breslau

FELIX BRESSART • Biographie Seite 1/1

Felix Bressart gehört zu den größen deutschen Komikern, die ab Mitte der 20er Jahre auf den Bühnen in Berlin für viel Beifall sorgen. Er erobert Anfang der 30er Jahre auf der Leinwand auch ein großes Publikum. Der Schauspieler fällt schnell als Komiker auf, der nicht durch derben Witz und bloße Scherze überzeugt, sondern durch seine subtile Körpersprache. Als Jude muss er 1933 emigrieren. Als einer der wenigen deutschen Schauspieler schafft er in Hollywood den erfolgreichen Anschluß an seine Schauspielkarriere.

Felix Bressart wird am 12. März 1892 in Eydtkuhnen, Ostpreußen geboren. Heute heißt der Ort Chernyshevskoye und liegt in Russland. Über seine familiäre Herkunft ist derzeit nichts bekannt.

Mit 23 Jahren erhält er ein Engagement am Stadttheater Würzburg, später wandert er durch Deutschland und spielt an diversen Bühnen, unter anderem in Hannover und Dresden. Mitte der 20er Jahre kommt der Schauspieler in Wien an. Unter der Leitung von Max Reinhardt spielt er am Theater in der Josefstadt. Dies kommt einer Empfehlung für Berlin gleich. In der deutschen Hauptstadt spielt er von 1926 bis 1931 an den Barnowsky-Bühnen, arbeitet mit dem Regisseur Erwin Piscator zusammen. Er fällt schnell als Komiker auf, der nicht durch derben Witz und bloße Scherze überzeugt, sondern durch seine subtile Körpersprache.

Ende der 20er Jahre arbeitet Felix Bressart auch für den Film. Zu diesem Zeitpunkt sind beim deutschen Publikum Lustspiele und Militärschwänke besonders beliebt. Sein Film DREI TAGE MITTELARREST (1930) wird der große Überraschungserfolg der Saison und gehört zu den drei erfolgreichsten Filmen des Jahres. Auch in den zweiten großen Erfolg DIE DREI VON DER TANKSTELLE (1930) ist der Schauspieler zu sehen. Von 1928 bis 1933 spielt Felix Bressart in mehr als 20 Filmen mit. Er verkörpert den 'kleinen, etwas schussligen Mann', spielt ungeschickte Soldaten, einfallsreiche Privatsekretäre oder spießige Angestellte.

1933 emigriert der Schauspieler zunächst in die Schweiz, später nach Österreich. Hier ist er an verschiedenen österreichisch-ungarischen Produktionen beteiligt. Als sich der Nationalsozialismus immer weiter ausbreitet, geht er nach Amsterdam, später nach Frankreich, 1938 verläßt er Europa in Richtung USA.

In Hollywood kann Felix Bressart als einer der wenigen deutschen Schauspieler schnell Fuß fassen. Seine Körpersprache - schlaksig, absurd, ungeschickt - erinnert an erfolgreiche Komiker, das amerikanische Publikum liebt ihn. Er erhält zwar keine größeren Hauptrollen, aber kann immer wieder in wichtigen Nebenrollen überzeugen, in Komödien ebenso wie in politischen Filmen gegen die deutschen Nationalsozialisten. Der deutschstämmige Regisseur Ernst Lubitsch arbeitet mehrmals mit ihm zusammen. Viele Filme, an denen der Schauspieler mitwirkt, gehören bis heute zu den Klassikern der Filmgeschichte, unter anderem NINOTSCHKA (1939) mit Greta Garbo, der Film SEIN ODER NICHTSEIN (1942) - beide von Ernst Lubitsch - oder die Anna Seghers-Adaption DAS SIEBTE KREUZ (1944) mit Spencer Tracy unter der Regie von Fred Zinnemann.

Neben seiner Schauspieltätigkeit ist Felix Bressart noch auf einem anderen Gebiet tätig. Er arbeitet als Heilpraktiker und berät seine Freunde und Kollegen in medizinischen Fragen. Felix Bressart ist mit Frieda Lehner verheiratet. Er stirbt am 17. März 1949 im Alter von nur 57 Jahren in Hollywood an Leukämie.

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