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Sharon Stone

Sharon Stone
Darsteller

* 10. März 1958
Meadville (Pennsylvania)
USA

SHARON STONE • Biographie Seite 1/1

Sharon Stone rüttelt an einer Feste Hollywoods: Sie beweist, dass auch Frauen jenseits der 40 schön, klug und sexy sind. Sie fordert ihr Recht ein, auch im fortgeschrittenen Alter die Rolle der Femme Fatale zu geben und nicht auf Mütter, später auf Großmütter festgelegt zu werden. Damit gilt sie als Kämpferin für eine selbstbewusste Weiblichkeit. Erlauben kann sie sich dass, weil sie auch heute noch zu den schönsten und klügsten Frauen der Filmmetropole zählt. Seit BASIC INSTINCT (1992) ist sie ein Sex-Symbol, das kühl, klug und verführerisch agieren kann.

Sharon Stone wird am 10. März 1958 in Meadville, Pennsylvania als Sharon Vonne Stone geboren. Ihre Eltern, der Vater Joseph und die Mutter Dorothy, verdienen den Lebensunterhalt für die Familie, zu der noch drei Geschwister gehören, als Fabrikarbeiter bei einem Werkzeughersteller. Nach ihrer Schulausbildung an der Saegertown High School besucht sie die Edinboro State University of Pennsylvania. Hier studiert sie Kreatives Schreiben und Kunst. Nach ihrem Abschluss wird sie von der Model-Agentur der Eileen Ford entdeckt und dort als Top-Star aufgebaut; drei Jahre arbeitet sie als Mannequin und wird in ihrem Heimatstaat Schönheitskönigin. Mit 21 Jahren zieht sie sich für den Playboy aus, ist auf den Titelblättern von "Elle" und "Vogue" zu sehen. Sie gilt als eine der klügsten Frauen der Branche mit einem gemessenen Intelligenzquotient von 154.

1977 geht sie nach New York und nimmt Schauspielunterricht bei Roy London. Regisseur Woody Allen entdeckt sie für den Film und gibt ihr in STARDUST MEMORIES (1980) ihre erste Filmrolle. Sie spielt eine gut aussehende Frau, die kurz aus einem vorbeifahrenden Zug zum Regisseur herüberlächeln. Es folgen weitere dieser Rollen, häufig ohne Worte, als schöne Dekoration für die Männer. In zahlreichen Fernsehfilmen und B-Movies ist sie zu sehen. Ihre erste Sprechrolle gibt ihr Regisseur Wes Craven in dem Horrorstreifen TÖDLICHER SEGEN (1981). An der Seite von Richard Chamberlain erlangt sie größere Aufmerksam in den QUATERMAIN-Abenteuerfilmen. Gemeinsam mit ihm muss sie gefährliche Abenteuer bestehen und oft genug den komischen Part übernehmen. Die zwei Filme, deutlich an die INDIANA JONES-Reihe angelegt, verhelfen ihr zu einem ersten Karrierehöhepunkt. Allerdings achtet die Schauspielerin nicht besonders auf ihre Rollenauswahl. Sie ist sich nicht zu schade für niveaulose Massenunterhaltung, ist unter anderem in POLICE ACADEMY 4 (1986) oder ACTION JACKSON (1988) zu sehen.

Aber erst Anfang der 1990er Jahre ändert sich etwas in ihrer Karriere, als der Regisseur Paul Verhoeven sie neben Actionheld Arnold Schwarzenegger in DIE TOTALE ERINNERUNG (1990) besetzt. Zwei Jahre später engagiert er sie für die Rolle der Schriftstellerin Catherine Tramell in BASIC INSTINCT (1992), sexbesessen und ihre Partner mit einem Eispickel ermordend, die bei einer polizeilichen Befragung keinen Slip trägt und den Männern einen kurzen, aber umso wirkungsvolleren Blick zwischen ihre Schenkel werfen lässt. Michael Douglas erliegt dann auch ihren Reizen. Die Männer im Film wie die Zuschauer im Kino sind fassungslos: Eine neue Sex-Königin und Femme Fatale in Hollywood ist geboren, die kühl, klug und verführerisch agieren kann. Sie tut und sagt, was andere Hollywood-Schauspielerinnen noch nicht mal zu träumen wagen und hat damit Erfolg. Neben Demi Moore gehört sie in den 1990er Jahre zu den meistgefragtesten und höchstbezahltesten Darstellerinnen Hollywoods.

Ihre Schönheit und Intelligenz springt nun auch anerkannten Regisseur ins Auge, die sie in der Folge als schöne Frau an der Seite einiger der bekannten Stars der Zeit besetzen und sie in vielen Fällen als Sexobjekt inszenieren; ihre darstellerischen Talente werden allerdings in den seltensten Fällen gefordert. Neben William Baldwin spielt sie in SILVER (1993) von Phillip Noyce eine Buchverlegerin, deren Intimleben von ihrem Vermieter voyeuristisch begutachtet wird. In BEGEGNUNGEN (1994) von Mark Rydell kann sich Richard Gere nicht zwischen seiner Ehefrau und seiner Geliebten entscheiden. Als May Munro heuert sie Sylvester Stallone in THE SPECIALIST (1994) von Luis Llosa an, um die Mörder ihrer Eltern zu liquidieren. Eine emanzipierte Revolverheldin gibt sie an der Seite von Russel Crowe in SCHNELLER ALS DER TOD (1995) von Sam Raimi um einen tyrannische Sheriff zu beseitigen. Einen vorläufigen Höhepunkt in ihrer Karriere erreicht sie mit CASINO (1995) von Martin Scorsese als Ginger McKenna, der drogensüchtigen Mafiaboss-Gattin von Robert De Niro. Für ihre Leistungen erhält sie eine Oscar-Nominierung als Beste Hauptdarstellerin; den Golden Globe kann sie mit nach Hause nehmen.

Zwei Jahre später wird sie aber auch mit der "Goldenen Himbeere", dem Preis für die Schlechteste Schauspielleistung, ausgezeichnet. In LAST DANCE (1996) von Bruce Beresford spielt sie eine auf ihre Hinrichtung wartende Doppelmörderin, die Hoffnung für eine Begnadigung erhält, als sich eine Anwalt neu mit ihrem Fall beschäftigt. Ihre darstellerischen Leistungen schwanken auch im neuen Jahrtausend, guten Regisseuren gelingt es in den meisten Fällen, die Fähigkeiten der Schauspielerin zu inszenieren, schlechtere schaffen es nicht. Auch 1999 wird sie als schlechteste Schauspielerin in GLORIA von Sidney Lumet nominiert; gilt mittlerweile als Kassengift. Ein weiteres Beispiel ist CATWOMAN (2004) von Jean-Christophe "Pitof" Comar, in dem sie an der Seite von Halle Berry eine Oberschurkin, das alternde Model namens Laurel, spielt und nochmals für die "Goldenen Himbeere" nominiert wird. Für BASIC INSTINCT 2 (2006) von Michael Caton-Jones erhält sie dann zum zweiten Mal die Auszeichnung. Der Film wird ein Flop; Sharon Stone kann in den Film voller unfreiwilliger Komik nicht überzeugen.

Mit zunehmendem Alter werden die Rollenangebote der Schauspielerin immer weniger. An ihrer Karriere zeigt sich, dass es Frauen über 40 trotz Schönheit und Klugheit in Hollywood schwer haben. Außerdem zwingt sie eine Krankheit zwischen 2000 und 2003 eine längere Pause einzulegen; sie wird wegen einer Gehirnblutung operiert. Einige Zeit später kehrt sie auf die Leinwand zurück. In dem Horrorfilm COLD CREEK MANOR - DAS HAUS AM FLUSS (2003) von Mike Figgis kämpft sie gemeinsam mit ihrem Ehemann Dennis Quaid um ihren Landsitz gegen eine Psychopathen. Sie arbeitet mit Emilio Estevez, mit Nick Cassavetes und Jim Jarmusch zusammen. Applaus erhält sie auf der Berlinale 2007 mit dem Drama WHEN A MAN FALLS IN THE FOREST (2007) von Ryan Eslinger. Hier spielt sie eine traurige Ehefrau, die in ihrer Ehe gefangen ist. In die deutschen Kinos gelangt der Film nicht.

Die Schauspielerin ist zwar immer weniger auf der Leinwand präsent, engagiert sich dafür auf Wohltätigkeitsveranstaltungen. Besondere Aufmerksamkeit erlangt sie als Aids-Aktivistin, sammelt Millionen für die Forschung ein.

Sharon Stone ist Mutter von drei Adoptivsöhnen. Sie ist bisher dreimal verheiratet. Zunächst mit dem George Englund Jr., von 1984 bis 1987 mit dem Produzenten Michael Greenburg. In einer dritten Ehe lebt sie von 1998 bis 2004 mit dem Zeitungsverleger Phil Bronstein zusammen.

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